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Milas Sicht

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,,Drrr" Ich öffnete mein linkes Auge, nur um sicher zu gehen das es auch wirklich mein  Wecker war der da klingelte.
Es konnte ja auch ein Ausserirdischer sein der Schutz vor Wissenschaftlern suchte.
Oder der Feueralarm weil das Haus brannte.
Aber es war tatsächlich nur mein Wecker der meinen Traum von einem glücklichen Leben unterbrochen hatte.
Ich schloss mein linkes Auge wieder und schob meinen Kopf unters Kissen um das schrille Geräusch nur noch gedämpft zu hören.
Es war Freitag, was hieß das ich heute erst zur dritten Stunde Schule hatte. Aber das konnte mein Handy (Wecker) natürlich nicht wissen!

Ich könnte jetzt natürlich aufstehen, zum Schreibtisch laufen und den  Handywecker ausstellen!
Aber von meinem Bett bis zum Schreibtisch, das war ein langer Weg.

Ein paar Sekunden später verstummte mein Handy und ich seufzte erleichtert auf.
Ich wusste das es in Fünf Minuten erneut klingeln würde, aber solange wollte ich meine Ruhe!!

Bum, Bum, Bum"
Na toll! Die Ruhe hatte genau zwei Minuten gehalten, denn meine kleine Schwester Maja hatte Morgens natürlich nichts besseres zu tun als durch die Wohnung zu stapfen als wäre sie die Anführerin einer Elefantenbande.

Sie stand meistens schon um sechs Uhr morgens auf.
So früh am Morgen Krach zu machen hatte mein Dad  ihr verboten. Aber ab halb sieben war es ihm egal! Da mussten wir ja eh alle aufstehen.

Mit wir alle, meinte ich  noch meine ältere Schwester Milena.
Sie war zwei Jahre älter und genauso ein Morgenmuffel wie ich!
Nur Maja schien das frühe aufstehen von unserem Vater geerbt zu haben.

Müde setzte ich mich auf.
Schlafen konnte ich jetzt eh nicht mehr.
In einer halben Stunde waren meine Geschwister weg und ich konnte die Zeit und das freie Badezimmer endlich Mal wieder für eine ausgiebige Dusche nutzen.

Gähnend öffnete ich meine Zimmertür und ging den Flur entlang, an meiner trampelnden Schwester vorbei in die Küche.
Es roch nach Croissants und Orangen und mich überkam Hunger.

,,Kinder Frühstück! Beeilt euch.",rief mein Vater gerade als ich die Küche betratt.
Maja kam angerannt und setzte sich sofort an den Tisch.
Ich musste lachen, das war bestimmt schon ihr drittes Frühstück heute.

,,Milena kommst du?",rief mein Vater.
,,Ja ich komme!", antwortete diese generft und stapfte fast so laut wie Maja, den Flur entlang in die Küche.
,,Diese Regel ist ja mal so was von bescheuert sie lies sich auf ihren Stuhl fallen und griff
nach einem Croissant. ,,Guten Morgen Papa! Danke dass du heute morgen aufgestanden bist Brötchen holen warst und dann Frühstück gemacht hast.", imitirte   Papa den Satz den er  gerne zur Begrüßung gehört hätte! 

,,Sorry!" Milena strich sich ihre langen Haare aus dem Gesicht.
Wie konnte man gerade aufgestanden sein und gleich so gut aussehen? Meine Eltern haben Milena kurz nach der Geburt adoptiert. Deshalb hatte sie auch als einzige in  der Familie blonde lange Haare, große grüne Augen und schöne geschwungene Lippen.

Maja und  ich habe die braunen, buschigen  und wenn man sie lange kämpt,  welligen Haare und braunen Augen unsere Mutter geerbt.

Unsere Eltern hatten sich kurz nach Majas Geburt getrennt.
Sie lebte ein paar Stunden weg in Hamburg und wir sahen  sie manchmal am Wochenende.

Mit, ich hasse diese Regel, hatte Milena gemeint dass Papa neu eingeführt hatte dass wir jetzt jeden morgen zusammen frühstücken.
Sonst haben wir immer nur schnell Müsli gegessen und mehr als zwei Familienmitglieder haben nicht  am Tisch gesessen.
,, Ich finde  es schade dass wir in letzter  Zeit so wenig als ganze Familie machen!
Wenigstens 10 Minuten am Tag möchte ich euch alle zusammen sehen und hören was so los ist!", sagte er  gerade, da wir alle ziemlich genervt und übermüdet geguckt haben.
,,Tut mir leid ich habe um kurz vor sieben noch nicht so viel Redebedarf.",murmelte ich ein wenig generft.

,,Ach ja ich  ich gehe heute Abend mit lexy und ein paar Leuten auf ne  Party, weil du ja wissen  wolltest was los ist!",sagte Milena mit sufisantem Lächeln. 

Mein Vater musste viel arbeiten, war alleinerziehend und noch dazu musste er den  Haushalt schmeißen.
Ich glaube ich wäre durchgedreht.

Ich wollte später höchstens ein Kind wenn nicht gar keins!
,,Mit was für Leuten und wann bist du zurück?"
,, Keine Ahnung kennst du nicht alle ich wollte danach bei Julian übernachten."

Okay so langsam wurde ich wach.
Die Diskussion war  spannend.
Seit zwei Wochen hatte meine Schwester ein Freund und Papa hatte  ziemlich Angst und  wollte ihn erstmal kennenlernen.
Typisch Vater eben

,,Okay wir machen einen Kompromiss!"
Du bringst Julian heute Nachmittag mit, ich koche was leckeres, du stellst ihn uns vor und ihr könnt feiern gehen. Und du darfst sogar  bei ihm  übernachten. Na? Wie hört sich das an?"

,,Was ich dachte wir wollten uns heute Abend mit Marina und ihren Kinder treffen!",meinte meine Schwester empört.
Oh Gott das hatte ich ja ganz vergessen.
Seit einigen Wochen hatte mein Vater wieder eine Freundin.
Sie hatte ebenfalls drei Kinder.
Zwei Jungs und ein Mädchen.
Zuerst hatte ich mich gefreut.
Ich hatte mir immer Brüder gewünscht. Aber das mein Vater eine neue Freundin hatte..
Insgeheim hatte ich noch bis ich 13 war geglaubt daß er und meine Mutter wieder zusammen kommen würden.
Als ich dann älter wurde gab es nur noch einen schwachen Hoffnungsschimmer und seit ich wusste das mein Vater wieder mit jemandem zusammen ist hatte sich dieser Hoffnungsschimmer auch aufgelöst.

,,Ja das ist wahr aber das war bis jetzt nur eine Idee von mir ich habe Marina noch nicht gefragt.", antwortete er etwas zerknirscht.
Ich biss in mein Brötchen was ich mir soeben geschmiert hatte und runzelte die Stirn.
,,Oke dann wäre es vielleicht ganz gut wenn du sie anrufen würdest."
Ich sah meinen Vater etwas verwirrt an.
Er schien ziemlich aufgeregt wegen des Familientreffens zu sein.
,,Hört zu ich weiß nicht nicht ob das mit heute Abend klappt, aber falls ja schreibe ich euch nachher allen oder Ruf euch an."
,,Gut kann ich dann jetzt auf die Party?"
,,Aufgarkeinen Fall! Ich kenne Julian nicht und vorher wirst du weder mit ihm auf eine Party gehen, noch bei ihm übernachten.
Milena verdrehte die Augen. ,,Ich bin 16!" ,,Eben du bist erst sechzehn. Du musst noch hören was Papi dir sagt!",sagte er lächelnd.

Wie konnte Milena sich Gedanken über eine Party machen wenn wir heute Abend unsere.. wie sagt man das, Stieggeschwister kennenlernen würden.
Ich sah hilfesuchend zu Maja. Aber die beschmierte sich nur seelenruhig ihr Brötchen mit Erdbeermarmelade.
Oh man. Meine Schwestern waren echt der Knaller.
Mein Vater stand auf und fing an sich seine Krawatte zu binden und seine Anzugschuhe anzuziehen.
Er arbeitete als Anwalt in einer Kanzlei in Köln.
Er und Marina
kannten sich von der Arbeit.
,,Soo!", unterbrach er das schweigen.
,,Ich fahre an der Schule vorbei, also wer mitfahren will muss in zwei Minuten im Auto sitzen.
Ich blieb sitzen da ich ja erst zur dritten Stunde Schule hatte. Aber Milena stand eilig auf und steckte ihr Handy auf dem sie herum getippt hatte eilig in die Hosentasche.
Ich glaube ich bin das einzige
Mädchen auf der Welt das nicht schon Morgens auf ihrem Smartphone rumtippte und irgendwelchen Leuten erzählte das sie wach ist.

,,Wir sind weg.", verabschiedeten sich mein Vater,Maja und Milena.
Milena knallte die Haustüre zu und ich atmete erleichtert auf.
Endlich war ich allein!!!!

So! Das war mein erstes Kapitel. Ich weiß das klang jetzt erstmal nicht so spannend. Die ersten vier Kapitel sind auch zugegebener Weise ein bißchen langweilig aber das ist wichtig damit man versteht um was es geht.
Das zweite Kapitel wird dann aus der Sicht von Marinas Tochter Laura erzählt.
Falls jemand noch weiter liest wünsche ich euch viel Spaß.

Fast wie ne FamilieCerita yang buat anda obses. Terokai sekarang