Mit geschlossenen Augen atmete ich die kühle Morgenluft ein.
Jedes Wochenende bestieg ich einmal den Achasan Berg, um den Sonnenaufgang zu sehen.
Ich tat es immer noch. Auch wenn er mich schon seit 7 Monaten, 3 Tagen und etwa 16 Stunden verlassen hatte.
Ich kam immer noch hier her.
Langsam ließ ich mich auf einen der großen Steine sinken und starrte in den Himmel, der sich schon langsam rosarot färbte.
Auf diesen Steinen ist er immer herumgesprungen, voller Lebensfreude und Elan.
Jetzt tat er das nicht mehr.
Eine einzelne Träne lief mir über die Wangen.
Ich vermisste ihn.
Sein Lächeln.
Sein Lachen.
Seine Art mich anzusehen.
Wie er mir immer wieder einen Grund zum Leben gegeben hat, einfach nur, indem er da war.
Ich zog die Knie an meinen Körper und unterdrückte ein Schluchzen.
Er war alles für mich gewesen. Alles. Und mit einem Mal wurde mir alles genommen.
"Warum?", flüsterte ich in die Morgenstille hinein.
"Warum musstest du mich allein lassen?"
Mittlerweile rannen mir die Tränen ungehemmt übers Gesicht, doch ich hatte in den letzten Monaten so viel geweint, dass ich es schon gar nicht mehr richtig wahrnahm.
Ein Windhauch zerzauste meine Haare und rüttelte an den Bäumen hinter mir.
Und hätte ich es nicht besser gewusst, hätte ich meinen können, das er hinter mir stand und mir eine Hand auf die Schulter legte.
"Du bist nicht allein, Kookie", hauchte er. "Du weißt, dass ich krank war."
Hätte ich es nicht besser gewusst, hätte ich gedacht, dass er mich von hinten umarmt und seinen Kopf auf meinem ausruhte.
"Du solltest hier nicht mehr hinkommen, Kookie. Du solltest über mich hinwegkommen dürfen."
Hätte ich es nicht besser gewusst, hätte ich meinen können, dass er mir einen sanften Kuss auf die Schläfe gab.
"So wie du mich niemals allein gelassen hast, werde ich dich niemals alleine lassen. Ich werde immer mit dir durchs Leben gehen. Ich werde dich beschützen.
Weil ich dich Liebe."
Zögernd sah ich auf.
Der Himmel verwandelte sich in eine Mischung aus rosa und blau.
Die Sonne kam hinter einem Berg hervor.
Hinter mir fing ein Vogel an zu zwitschern.
Ein neuer Tag begann.
Ein neuer Tag ohne Taehyung.
Die Erde hörte nicht auf sich zu drehen und das Leben ging weiter.
Mein Leben ging weiter.
Irgendwie.
Irgendwie würde ich niemals alleine sein.
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Helloo, ich habe noch nie einen Oneshot oder so etwas geschrieben, also bitte steinigt mich nicht, wenn er schlecht ist, schließlich habe ich mir Mühe gegeben :3
Ich hoffe trotzdem, dass er euch gefällt und falls ihr doch gefallen an meinem Schreibstil gefunden habt, ich möchte in der nächsten Zeit eine TaeKook FF hochladen, vielleicht sieht man sich da ja ^^
~Maya
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You Never Walk Alone - TaeKook Oneshot
FanfictionHey, I never walk alone. Hey, you never walk alone. - TaeKook Oneshot
