Prolog

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Taddls Sicht

Die Nacht ist etwas unglaublich schönes. Ich habe nie verstanden, warum sich die Menschen vor der Nacht fürchteten. Die Stille, keine erdrückende Stille, eine angenehme, die einem verhalf den Kopf frei zu bekommen. Die Dunkelheit, keine gruselige, bei der man nichts mehr sah, nein, eine, die einem verhalf die Lichter der Stadt zu sehen. Die Nacht hatte etwas unglaublich magisches. Sie verwandelte die hektische Stadt in etwas ruhiges, fast unantastbares.
Bei Nacht konnte ich schon immer besser nachdenken. Es hatte etwas beruhigendes nach oben in den Sternenhimmel zu schauen und zu wissen, dass man nicht alleine war.
An einen Gott in diesem Sinne glaubte ich noch nie jedoch war ich mir sicher, dass dort oben jemand über und wachte. Es waren die Seelen jener, die uns zu früh genommen wurden. Jener, nach denen wir uns sehnten. Es fühlte sich unglaublich gut an, sie bei Nacht so nah zu wissen.
Und jedes Mal wenn ich dort hinauf sah, sah ich diesen einen Stern. Diesen einen Stern, der mich an ihn erinnerte.
Der Stern, der mich an jemanden erinnerte, dem ich mich unglaublich verbunden fühlte.
Manu...
Tränen traten in meine Augen. Wie sollte ich ihn retten, wenn ich selber so unglaublich schwach war? War ich überhaupt noch stark genug für uns beide?
Ich hatte so unglaubliche Angst ihn zu verlieren. Wenn ich nicht einmal mich selber retten konnte, wie sollte ich dann andere retten können?
Mit tränenverhangenen Augen sah ich erneut zum Sternenhimmel. Ich spürte seine Nähe. Mein Stern... mein Schutzengel...
Ich lächelte, es war ein echtes. Ich war nicht alleine. Ich würde es schaffen! Ich würde es überleben und nicht alleine. Ich würde ihn nicht im Stich lassen.
Ich wusste, was ich mir aufbürdete, wusste, dass ich daran kaputt gehen könnte doch mein Wille war stärker. Ich vertraute auf das letzte bisschen Stärke in mir. Ich würde ihn retten...
Mit allerletzter Kraft...

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