1.| Der Aufzug

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Liz POV:

Während ich mich in dem kleinen runden Spiegel betrachtete, welcher auf der hohen Kommode in meinem Zimmer stand, band ich mir mit einem schwarzen Haargummi meine braunen Haare in einen einfachen Dutt.

Danach nahm ich meine Kette, die ich nun seit einem Jahr jeden Tag trug, von dem Schmuckständer der ebenfalls auf der Kommode neben dem Spiegel seinen Platz gefunden hatte, ab und band mir die Kette welche eine Herzform hatte mühevoll um meinen Hals um.

Als ich fertig war, wand ich mich von dem kleinen Spiegel ab und schritt zur Ecke meines Zimmers um mein Outfit in dem Ganzkörperspiegel zu mustern.

Ich trug ein weißes Hemd, welches in einen schwarzen Bleichstiftrock gesteckt hatte. Außerdem hatte ich mir ebenfalls schwarze hochhackige High Heels angezogen.

Dies war eigentlich mein alltäglicher Arbeitslook als Empfangsdame.

Seit ungefähr eineinhalb Jahren war ich als Empfangsdame, einer Firma mit einem hohen Status, tätig.

Ich mochte meinen Job und generell meine Kollegen und seit Warren's Tod war ich mehr oder weniger auf diesen Job angewiesen.

An den Gedanken von meinen Ex-Verlobten, schloss ich verletzt meine Augen und atmete tief aus.

Er hatte den Tod nicht verdient, ich müsste jetzt an seiner Stelle sein.
Es war mein Fehler gewesen und er musste dafür büßen.

Ich umschloss die goldene Kette, welche ich von Warren bekommen hatte, währenddessen ich mit meinen Gedanken bei ihm war.

Nach einiger Zeit, die ich damit verbracht habe an meinen toten Ex-Verlobten zu denken, beschloss ich an etwas anderes zu denken und mich auf dem Weg zu meiner Arbeit begeben. Denn sonst würden die ersten Tränen an den Gedanken an ihm fließen.

Also schnappte ich mir meinen langen grauen Mantel und meine schwarze Ledertasche und verließ meine Wohnung.

    - - -

Nach einer halbstündigen Fahrt, kam ich auf der Arbeit an. Nun stand ich vor dem Eingang und blickte die hohe Firma an, die sowohl von innen als auch von außen modern aussah und fühlte mich neben dem gigantischem Gebäude mickrig klein.

Heute liefen nicht wie sonst überall teils beschäftigte als auch gestresste Leute in Anzügen oder auch in Bleichstiftsröcken herum, da der Chef der Firma fast jeden freigegeben und Konferenzen wie auch Besprechungen verschoben lassen hatte.

Grund dafür war, das heute ein wichtiges  Meeting stattfand, mit wichtigen Investoren der Firma und sogar CEOs anderer Firmen sollten heute auftauchen um über eine Kooperation zu reden.

Und um zu sicherzugehen, dass niemand das Meeting störte hatte unser Chef fast allen frei gegeben, mich und die anderen zwei Empfangsdamen sowie auch die Sekretärin des Chefs ausgeschlossen.

Denn wir mussten seiner Aussage nach, die Anrufe der Nichtwissenden entgegen nehmen und sie darüber einweihen das die Firma heute ein wichtiges Meeting abhielt und sie am darauffolgenden Tag wieder anrufen sollten.

Ich seufzte laut auf.

Am liebsten würde wie die anderen auch im Bett verweilen und den ganzen Tag ausschlafen. Immerhin war es erst 9:30 Uhr und für mich als Langschläferin eindeutig zu früh.

Als ich merkte, dass ich schon seit geraumer Zeit vor der Firma stand und zu den Wolken hinaufschaute in der die Spitze des Gebäudes verschwand, fasste ich Fuß und schritt zum Eingang.

Drinnen angekommen, begrüßte ich Natalie.

Sie war ebenfalls wie ich als
Empfangsdame beschäftigt, jedoch arbeitete sie hier im Erdgeschoss. Ich hingegen war für eine weiter oben liegende Etage verantwortlich und verwaltete dort die Telefongespräche sowie führte Neuankömmlinge zu ihrem Ziel.

Sonia, auch eine Empfangsdame, arbeitete für die in der Mitte liegenden Etagen. Dadurch das die Arbeitsplätze so unterteilt waren, hatte jede von uns drei ihre eigene Etage zu verwalten.

Nachdem ich Natalie gegrüßt hatte, ging ich zu dem etwas weiter entferntem Aufzug um zu den oberen Etagen zu gelangen.

Ich drückte den daneben angebrachten silbernen Knopf woraufhin sich die Türen des Aufzugs öffneten und ich eintrat.

Da heute so gut wie niemand in der Firma war, stürmte nach mir keine Herde voller
wichtigen Männern hinein die ebenfalls
nach oben wollten oder einfach nur keine
Lust hatten die Treppen zu benutzen um
einen Stock höher zu gelangen.

Jetzt gerade, war ich sogar die einzige Person die sich in dem Aufzug befand.

Ich drehte mich zu den Türen um und
wartete darauf, dass sich die Aufzugstüren wieder schlossen, sodass mich der Aufzug in die von mir angegebene Etage bringen konnte.

Als die Türen gerade dabei waren sich zu
schließen, tauchte plötzlich eine Hand zwischen der Lücke beider Aufzugstüren auf und hinderte diesen Vorhaben.

Dahinter erschien die Person, welche die Aufzugstüren dazu gebracht hatte sich nicht zu schließen.

Es war ein großer zugegeben gut aussehender Mann, mit dunkelbraunen Haaren, der einen teuer erscheinenden Anzug trug mit den dazu passenden Schuhen, welcher mich nun charmant
anlächelte und sich entschuldigte woraufhin er sich ebenfalls neben mir in den Aufzug gesellte und danach auf eine gewünschte Etagennummer drückte.

Nach diesem Tun, widmete er sich wieder seinem Smartphone welches er die ganze Zeit über in seiner anderen Hand gehalten hatte.

Ich sagte nichts dazu und war nachdem er sich neben mich gestellt hatte etwas mehr nach rechts gerückt. Trotz dessen entging mir nicht sein starker Geruch nach teurem Parfüm.

Wieder nur so ein Schnösel, der mit Geld um sich wirft.

Dachte ich mir im Stillen, als ich ihn nochmal mit einem Seitenblick gemustert hatte.

Ich merkte wie der Aufzug abhob, und wartete sehnlichst darauf diesen endlich wieder verlassen zu können da ich mich zugegeben neben dem mir unbekannten Mann unbehaglich fühlte.

Stillschweigend standen wir nebeneinander, während er irgendwas in sein Handy tippte starrte ich weggetreten auf dem Boden und wartete dass das allbekannte Ping Geräusch ertönte, das
signalisierte das wir auf der gewünschten Etage angekommen waren.

Als der Aufzug plötzlich komische Geräusche von sich gab und urplötzlich
stehen blieb.

Sofort sah ich vom Boden auf sowie der Unbekannte neben mir, der den Blick von
seinen Handy nahm.

Erst herrschte eine erdrückende Stille, wie diese wie vorhin und niemand von uns beiden wusste so recht was er tun sollte oder realisierte dass wir soeben steckengeblieben waren.

Und als wir uns unserer Situation im Klaren waren, sahen wir uns gleichzeitig
geschockt an.

Sieht wohl so aus, als würde das allbekannte Ping Geräusch heute nicht mehr ertönen.

Hi und herzlich willkommen zu einer neuen Geschichte von mir.✨✨✨
Ich hoffe das Kapitel hat euch gefallen und ihr bleibt bis zum Ende dran.
Vorab möchte ich sagen, dass diese Geschichte Fehler beinhalten kann, und dass ich das Buch trotzdem erst nach der Beendung überarbeiten werde. Falls Fragen offen stehen, einfach ab damit in die Kommentare.

BlckencezyxX 🥀

Rich Boy Where stories live. Discover now