Der Raum in dem er sich befand war geschmückt in sämtlichen Farben, die Wände mit Gold und Silber ausgekleidet und ein großer Kamin mit Verzierungen aus Diamant befand sich ihm gegenüber.
Das Feuer erwärmte den Raum, der so voller Luxus war.
Neben ihm, auf einem kleinen Tisch, stand eine Porzellantasse, die mit einer heißen Flüssigkeit gefüllt war.
Ob es Tee war?
Er hatte es vergessen.
Nachdenklich blickte er auf die noch warme Tasse, aus der noch immer Dampf aufstieg.
Wann hatte man sie neben ihm abgestellt?
Oder war sie vielleicht schon vor ihm da gewesen?
Nein.
Nein, das war unmöglich er saß hier nun schon seit Sonnenaufgang.
Der Raum, in dem er sich jetzt befand, wurde nur spärlich beleuchtet.
Die Nacht war über sie hereingebrochen ohne, dass er es bemerkt hätte.
Die Uhr, die ein altes Familienerbstück war, läutete laut vor sich hin. Sekunden tickten vor seinem inneren Auge vor und zurück.
Der Zeiger der Uhr sprang in einem gleichen Takt immer ein kleines Feld weiter.
Für Außenstehende waren nur Sekunden vergangen, doch die Zeit, die der Zeiger brauchte, um sich auch nur einen Millimeter zu bewegen fühlte sich für ihn an als würden Jahrzehnte vergehen.
Was war nur los mit ihm?
Seine Hand krallte sich verzweifelt in seinen Haaren fest und er konnte nicht loslassen.
Es war so, als ob sein Körper ihm seinen Gehorsam verweigern würde.
Was war nur los mit ihm?
Es war nicht das erste Mal, dass er sich in dieser Situation befand.
Sechs weitere Male hatte er schon in diesen Gängen gesessen und auf die Nachricht gewartet.
Es ist ein Fluch, dachte er mit einem bitteren Nachgeschmack auf seiner Zunge.
Er wusste wie all dies hier ausgehen würde.
Er hatte es schon immer gewusst, nur war dies ihre letzte Chance und doch war sie es nicht.
Denn dieses Geschenk würde ihnen verweigert bleiben....ihm und seiner Frau.
Wie als eine Art Zeichen durchschnitt ein schmerzerfüllter Schrei den Saal.
Das Zimmer, in dem das Geschehen stattfand, befand sich gute 10 Meter von ihm entfernt, verdeckt von weißen Eichenholztüren, von der eine so viel Wert war wie solch manche Hütte in den Slums.
Er strich mit seinen groben Fingern den Rahmen entlang.
Sein Blick glitt wieder auf die pompöse Halle, die so viel unnötigen Luxus beinhaltete.
Er würde all dies sofort aufgeben, kam es ihm in den Sinn.
Alles! Jeden verdammten Diamanten und jede glänzende Münze, wenn seine zwei größten Schätze es zu ihm schaffen würden.
"Pressen!", hörte er die gehetzte Stimme einer Hebamme, die mit seiner Frau in dem Zimmer war.
Seine Frau antwortete nicht, doch das war nicht was ihm Sorge bereitete.
Es war mehr das Versprechen, welches wie ein dunkler Schatten über ihnen kreiste.
Sechs Kinder...sechs Fehlgeburten.
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The Last City: Schneejägerin
FantasyWas ist unendlich? Das Universum und die Gier des Menschen. Rehla, eine Sumpfnomadin. Rowan, ein Straßenkind. Beide sind sie verschieden, Beide haben sie andere Geschichten, unterschiedliche Ziele und doch, verbindet sie etwas. Die letzte Stadt. Der...
