still

22 2 0
                                        

Ich war jetzt schon seit einigen Tagen in diesem Kaff. Es war ein kleines Dorf am Meer. Ich hatte mir Urlaub genommen. Ich war hier her gefahren um am Meer Wandern zu gehen. Doch hätte ich gewusst wie trist es hier war wäre ich Zuhause geblieben. In der ganzen Zeit die ich hier war hatte sich kein einziges Mal die Sonne blicken lassen. Manchmal über Mittag hatte sich der Nebel etwas gelichtet und der Himmel war nur von einer dichten Wolkendecke bedeckt. Aber schon am frühen Nachmittag hatte der Nebel die paar wenigen Häuser dieses kleinen verlassen Kaffs wieder dicht umschlungen. Und auch Menschen traf man hier nur selten an. Es hatte schon seine Zeit gedauert bis ich jemanden gefunden hatte um mir meinen Schlüssel für mein Zimmer in dem Gasthaus geben zu lassen. In dem Gasthaus gab es unten einen kleinen Laden wo man das nötigste bekam, und auch einen Kleinen Raum der eine Mischung aus Café, Bar und Restaurant bot. Meistens saß ich dort alleine wenn ich aß. Mein Zimmer sah so aus als hätte es schon über zehn Jahre keinen Gast mehr gesehen, es waren zwar auf dem ersten Blick keine Spinnenweben oder Staub zu sehen aber schon als ich nur einmal dem Vorhang aufzog löste sich eine Staub Lavigne aus den Gardinen. Komischer Weise nahm ich keinerlei Geruch wahr. Es roch werder staubig und alt noch ließe sich von mir sonst ein Geruch wahrnehmen. Ansonsten gab es vielleicht noch eine Handvoll ander Häuser wovon maximal drei bewohnbar aussahen. Die anderen zeigten jegliche Stadien zwischen verlassen und komplett in sich zusammen gebrochen auf. Normalerweise brauchte ich nicht viel Schlaf, doch hier schlief ich deutlich länger und war trotzdem nicht ausgeschlafen. Auch Tiere schienen dieses Dorf zu meiden. Ich hatte hier kein einziges Tier gesehen, kein Hirsch im Wald, kein Spatz auf den Büschen, keine Möwe am Strand und keinen Fisch im Wasser. Und als wenn das nicht genug wäre, schien es hier auch keine Geräusche zu geben. Das einzige was ich vernahm war ein leises, monotones, ermüdendes Rauschen des Meeres ansonsten war es als würde der Nebel sämtliche ander Geräusche verschlucken.
Jetzt stehe ich am Meer und habe gerade beschlossen doch nicht baden zu gehen auch wenn ich es mir eigentlich fest vorgenommen habe, aber das Wasser ist mir zu kalt und die Sonne scheint ja auch nicht um mich hinterher wieder aufzuwärmen. Ich blicke auf das einzige noch Lebendige was dieses Fischerdorfwrack noch zu bieten hat. Das Meer. Doch selbst das wirkt verschlafen die wenigen kleinen Wellen die es bis an den Strand schaffen haben kaum Energie und habe nicht einmal die Kraft den feinen Sand auf zu wühlen. Mein Blick wanderte von der schwachen Brandung hinaus aufs Meer. Es ist nicht wellig, aber spiegelglatt ist es auch nicht. von Wind war nichts zu merken weder auf dem Wasser sah man etwas noch ich verspürte welchen auf meiner Haut. Mein Blick schweifte weiter über das Wasser. Weit konnte man nicht blicken. Auch hier verschluckte der Nebel die Ferne. Weiter als vielleicht hundert Meter konnte man nicht blicken.

Nur durcheinanderGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt