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  Wir befinden uns in der modernen Welt. So etwas wie Dämonen gibt es nicht. Oder doch? Im Schatten der Menschheit leben Dämonen, wie auch Halbdämonen und bewältigen als scheinbar normale Mitmenschen ihren Alltag.
Inuyasha, ein Hanyou, also halb Mensch, halb Dämon, versucht sich in dem täglichen Wahnsinn rund um seine Unizeit zu meistern. An seiner Seite Sango und Miroku, sowie seine Freundin Kagome. Doch wie kann er sich frei und unbeschwert fühlen, wenn keiner dieser drei weiß, was er in Wirklichkeit ist? Und dann noch dieser unfassbar anstrengende und nervende Schwarzhaarige, der seit kurzem in einen seiner Kurse geht und sich Koga schimpft.
Eigentlich dachte unser kleiner Hanyou, dass er mit der Schwarzhaarigen Schönheit, ein ansatzweise perfektes, menschliches Leben führen könne, doch immer mehr schleicht sich der sturrköpfige Kursteilnehmer in seine Gedanken und was ist das für ein merkwürdiger Geruch, denn der Weißhaarige bei ihm wahrnimmt?




Gelangweilt saß er in seinem Kursraum und kritzelte Strichmännchen auf seinen Block. Eigentlich sollte er ja aufpassen, doch Mathematik war so gar nicht sein Fall. Was fanden die Menschen nur an so einem langweiligen Fach? Um beim Unaufmerksam sein nicht aufzufallen, setzte er sich immer wieder in die letzte Sitzreihe, wie auch heute. Er rümpfte die Nase. Ein weiterer Grund, warum er möglichst weitab von den anderen Studenten saß war, dass er die Wolke aus den vielen verschiedenen Parfümgerüchen auf den Tod nicht ausstehen konnte. Warum mussten die Leute immer in ihren komischen Wässerchen baden? Und dann auch noch in Düften, die ihm sofort auf die Atmung schlugen?
Seiner Freundin kaufte er seit Beginn ihrer Beziehung ein leicht süßliches, kaum wahrnehmbares Parfüm und auch wenn sie am Anfang nicht so begeistert war, benutzte Kagome nur noch dieses.
Ein leises Klicken zu seiner rechten Seite ließ ihn aufblicken. Ein schwarzhaariger junger Mann versuchte relativ unauffällig zu den Sitzplätzen zu schleichen. Der Geruch von Wald und Meer kitzelte dem Hanyou in der Nase und er schaute sich den Neuankömmling genauer an.

Er hatte pechschwarze Haare, die in einem leichten Pferdeschwanz bis zur Mitte seines Rücken fielen. Seine blauen Augen waren vor Konzentration zusammengekniffen und der Weißhaarige musste sich ein Lachen verkneifen. Es sah ulkig aus, wie er da versuchte ohne die Aufmerksamkeit des Professors auf sich zu ziehen zu einem Sitzplatz zu gelangen. Er musste neu sein, denn alle hier in diesem Kurs wusste, das man gerade Izumo nichts vormachen konnte. Gesagt getan, aus den Augenwinkeln sah der Halbdämon ein Stück Kreide an sich vorbeifliegen und genau auf die Stirn des Störenfrieds zielend. Gerade noch konnte dieser dem weißen Geschoss ausweichen und schaute japsend nach vorne.

"Dürfte ich wissen, wer Sie sind und weshalb Sie der Meinung sind, nicht pünktlich zu meiner Vorlesung zu kommen?" Der Neue kratzte sich verlegen am Hinterkopf:"Ich ähm- bin erst seit heute an dieser Uni und hab den Kursraum nicht gefunden." Der Professor schien dies nicht zu beschwichtigen:"Name?" "Koga." "Nun denn, dann setzen sie sich und sein sie das nächste Mal pünktlich, verstanden?" Schnelles Nicken als Antwort und der Schwarzhaarige ließ sich neben Inuyasha auf einen Stuhl fallen.
Dieser beäugte seinen neuen Sitznachbarn und zog scharf die Luft ein. Woher kam dieser merkwürdige Geruch?

Blaue Augen trafen bernsteinfarbene und ein Grinsen breitete sich auf dem Gesicht des Neuen aus:"Hey", raunte er:"Ich bin Koga." "Ach wirklich?", fragte der Hanyou, bedacht darauf desinteressiert zu klingen:"Das hat wohl gerade jeder hier im Kurs mitbekommen."  

VersteckspielWhere stories live. Discover now