Er war der Junge, der Junge welcher stumm, mit gesenkten Kopf, gefärbten Haaren und dunklen Klamotten in den Bus stieg.
Er zog Aufmerksamkeit auf sich, was nicht nur an seiner lauten Musik lag, die man durch seine Kopfhörer hörte.
Meine Augen hingen auf ihm, musterten ihn, ließen nicht ab.
Nicht, weil ich ihn verspottete, wie die anderen Fahrgäste, welche diese Jugend nicht nachvollziehen konnten.
Nein, weil mich etwas an diesem Jungen anzog, etwas, was ich nicht kannte und etwas, wonach ich die ganze Zeit gesucht hatte.
Ich weiß noch, an welcher Bushaltestelle der Junge ausstiegt und auch wenn es echt nicht meine Gegend war, packte ich mir hektisch meine Jacke und rannte aus dem Fahrzeug, nur um dem unbekannten Jungen zu folgen.
Ich kam mir seltsam vor, ich wusste nicht was ich da tat, wusste nicht, wer er und nicht, wo ich eigentlich war.
Die Straßenschilder sagten mir nichts, ich war ein Idiot aber er, er war anziehend.
Ich hatte innerlich mit mir vereinbart, dass ich wenigstens einmal richtig in sein Gesicht schauen würde, um es mir einzuprägen, ich wollte es nicht vergessen.
Ich lief dem Jungen also hinterher und kratzte eine Menge Mut zusammen, lief zu ihm und tippte ihn an.
Der Unbekannte drehte sich um, schaute auf und unsere Augen trafen sich.
Ich musste stottern, weil er so schön war, weil du so schön warst, Yoongi.
Denn deine Haut war hell, deine Haare glatt und deine Augen dunkel.
Ich mochte deine Klamotten, hatte damals als Vorwand gefragt, woher du deine Jacke hattest, damit ich eine Ausrede sagen konnte. Du zogst verwirrt deine Kopfhörer aus den Ohren und warst perplex, mustertest mich und zucktest dann mit den Schultern.
"H&M, glaube ich."
Murmeltest du und gingst einfach weiter.
Meine Augen glänzten vor Begeisterung und auch wenn du einfach danach weiterliefst, war ich von dir begeistert.
Zufrieden ging ich Nachhause und merkte mir, um wie viel Uhr du in den Bus gestiegen warst, denn ich wollte dich feste Wiedersehen.
Und das tat ich.
Keine zwei Tage traf ich wieder auf den Jungen mit dem dunklen Kleidungsstyle und der lauten Musik, wieder traf ich dich.
Mein Herz klopfte vor Aufregung und ich tat das selbe, wie ich es Tage vorher schon getan hatte.
Ich stieg irgendwo im nirgendwo aus, doch dieses Mal bemerktest du mich.
Du sahst gereizt aus, doch gleichzeitig auch perplex, dachtest wohl; "was will er?"
Dich wollte ich.
Und das sagte ich dir, aber noch nicht damals.
Sondern zu einem späteren Zeitpunkt.
Denn da, in diesem Moment stotterte ich nur irgendwas vor mir her, als ich mein Handy feste umklammerte.
Ich wollte dich kennenlernen, meinte ich, wollte mir deine Nummer klären, doch du, der Junge mit dem gefärbten Haaren grinste nur.
"Verdien sie dir."
Verließ deine roten Lippen und du ließt mich wieder mit einem grinsen da stehen.
Ich spürte mich, als hätte ich eine Chance und ich wollte sie nutzen, wollte dir etwas geben, wollte dir meine Interesse zeigen.
Ich tat vieles, nur für deine Aufmerksamkeit, stieg oft an deiner Haltestelle aus, obwohl sie weit von meiner eigeneren entfernt war, nur um dich bis Nachhause zu begleiten, egal bei welchem Wetter.
Immer habe ich den Regenschirm über deinen Kopf gehalten, ich wollte dir alles geben und mit jedem Treffen ließt du mich mehr in dein Leben.
Und dein Leben, Yoongi, dein Leben, es war durchaus nicht immer einfach.
Doch du standest dort, vor mir, in solch einer Schönheit, welche mich zum schmelzen brachte und aus unseren Treffen wurde mehr, wir schrieben bis in die Nacht, freundeten uns an und ich schwor, immer für dich da zu sein, du gabst mir eine Chance- und aus Freundschaft wurde Liebe.
Und wir hatten unseren Ort, diesen kleinen Ort, an welchem wir uns zurückzogen und die Welt ignorierten, dort lagen wir, oft und auch an dem Tag, an dem ich dich fragte;
"Willst du mit mir zusammen sein?"
Deine Augen, Yoongi, seine braunen Augen glänzten und ich wusste, ich war deine Welt, dein Anker und ich liebte es, denn ich liebte dich, ich liebe dich.
Wir gingen durch alles gemeinsam, dick und dünn und ich holte dich jedes Mal von der Schule ab, obwohl sie so weit weg war, doch ich ließ nicht zu, dass du der Junge warst, der alleine am Schultor stand.
Ich wollte dir die Welt geben, zumindest das was ich konnte ich das tat ich.
Ich gab dir Aufmerksamkeit, liebe, Geschenke, Wärme, Familie, Sex.
Mein Herz, Verstand, mein Körper hingen 24 Stunden nur bei dir, wir führten wortlose Dialoge, ich liebte dich, dass schwor ich und ich tu es immer noch.
Ich hab es oft versucht, so oft versucht, Yoongi.
Ich habe dich oft gefragt, wofür die Tabletten in dem Schrank waren.
Du sagtest immer wieder "Kopfschmerzen"
Und ich war dumm, jung, ich glaubte es, warum?
Ich glaubte dir, akzeptierte deine Privatsphäre, die brauchte jeder, oder?
Das glaubte ich, ich glaubte auch, ich würde alles von dir wissen denn das garantiertest du mir immer und immer wieder und ich wusste das du Probleme hattest, aber hattest du mir nicht geschworen, es was alles okay?
Das hattest du und du warst schlau, ein guter Schauspieler.
Doch ich?
Ich war nur ich, ich bin nur ich, ich war nur Hoseok und ich sah es nicht.
Und wenn ich heute daran denke, dann tut mir diese Zeit weh, ich habe dir immer wieder geschworen, dass du nie wieder alleine sein wirst.
Ich habe zu Gott gebetet, schick mich zurück in die Vergangenheit und ich schwöre, ich bleibe bei dir bis der Tod uns trennt.
Der Mann der mit dir Sterne zählt, sollte ich nicht der sein?
Ich bekam es nicht mit, wie du dir Tabletten nahmst und das in Mengen.
Ich war nicht zuhause, ich war in der Stadt, in der Stadt mit Jimin.
Jimin, er war ein guter Freund von uns und wollte mir helfen- ich wollte einen Ring kaufen, ich wollte ihn für dich kaufen, denn ich wollte, brauchte, brauche dich.
Du bist ein Engel, den Gott erschuf und ich kann dich nicht vergessen, Min Yoongi, egal wie oft ich es versuche.
Du warst alles für mich, du bist alles für mich und als du gingst, zerbrach meine Welt.
Du nahmst die Tabletten, sagten mir die Ärzte und dann schlucktest du sie.
Alle auf einmal.
Viel zu viele.
Alleine.
Ohne Rücksicht.
Ich kam zuhause an, meine Laune war gut und ich wollte dich heiraten, Yoongi, ich wollte es so sehr.
Du lagst im Bett, ich dachte du wärst müde, dachte mir nichts dabei, ich rüttelte dich, doch du rührtest dich nicht.
Panik, blanke Panik stieg in mir auf, als ich nach links schaute und deine Tabletten dort liegen sah.
Überdosis, sagten sie.
Du warst weg, auf einmal. Meine Welt war weg und ich musste damit klarkommen- ich kann dich nicht vergessen.
Ich weiß es nicht, heute nicht, wusste es nie, doch ich wünschte ich wäre bei dir und ja, manchmal gehe ich an den Ort an dem ich dich gewonnen und verloren habe.
Wenn ich heute daran denke, tut es mir im Herzen weh und ich vermisse deine Stimme, dein Gesicht, ich vermisse es, abends mit dir dort zu sitzen und dich zum Lachen zu bringen.
Ich gebe mir selbst die Schuld, war es nicht genug?
War meine liebe genug?
Heute würde ich gerne bei dir sein, würde gerne alles mit dir teilen, ich wollte eigentlich nur fair sein.
Ich habe immer einen Platz in meinem Herzen für dich, denn du bist mein Herz, ich glaube nur an eine Liebe im Leben und das warst du, man liebt nur einmal- denn man sagt das liebe schwach macht und das hast du mich, auf jede erdenkliche Art und weise.
Und jetzt sitze ich hier, frage mich, wofür das alles?
Ich hätte dir alles geben können, dich ändern können, deine Gedanken.
Hätte ich es besser machen können? Hätte ich, ich wollte es, will es, ich werde immer nach dir suchen, auch wenn ich keine Kraft Mehr habe.
Lass es mich beweisen, Yoongi, ich Beweis es dir, nur noch ein Rendezvous.
Schenke mir nur noch ein Rendezvous, Yoongi.
Schenk mir nur noch ein Rendezvous.
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OneShot's
Romance„Weil das Leben nicht immer fair ist." different bands, pairings, maybe smut, fluff, broken hearts, just read it.
