Kapitel 2

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Es war elf Uhr abends, als ich verschwitzt aufwachte. Neben mir saß Lisa, dessen Augen sich mit Tränen füllten, als sie mich ansah. Geschwächt stand ich von meinem Bett auf und trottete zu meinem Spiegel. Ich sah grässlich aus. Meine Augen waren rot und angeschwollen und meine Haare zerzaust. Man sah mir an, dass ich am Boden zerstört war.
Meine Mutter, meine geliebte Mutter. Und ich konnte mich nicht richtig verabschieden. Tränen schossen mir in die Augen. Lisa kam zu mir und umarmte mich lange, während ich wieder weinte. Keiner sagte etwas, wir lagen uns einfach still in den Armen.
Nach einiger Zeit kam jemand die Treppe rauf. Es war Oma von neben an. Sie tupfte sich mit einem Taschentuch ihre Augen trocken und ich nahm sie in den Arm. Sie schluchzte bis ich mich von ihr löste. Mir war das zu viel, ich konnte nicht mehr! Ich rannte aus dem Haus in die Londoner Innenstadt und wollte einfach weg. Das alles konnte ich nicht verkraften.
Es war dunkel und ich wurde von den Leuten in den Bars und Restaurants verwundert angeschaut. Teilweise zückten sie ihr Handy, doch das kümmerte mich nicht, ich lief einfach weiter und weiter, bis ich in eine kleine Straße bog und mich an eine Hauswand lehnte. Weinend sackte ich zusammen.

„Hey, ist alles okay?", hörte ich eine Mädchenstimme über mir. Ich schaute nach oben und dort stand ein blondes, schlankes Mädchen in einem grauen Pullover und schwarzen Shorts. Es lächelte mich mitfühlend an. „Ja, ähm, alles in Ordnung", sagte ich und stand langsam auf. Meine Beine fühlten sich schwach an und ich hatte unglaubliche Kopfschmerzen. „Ich bin Ella, komm her." Sie umarmte mich und ich fühlte mich wohl, obwohl ich sie zuvor noch nie gesehen habe. „Ich bring dich nach Hause", sagte sie. Den ganzen Weg versuchte sie mich abzulenken und holte mir sogar ein Eis bei der Eisdiele. Sie fragte mich nicht was passiert ist, was ich gut fand denn ich konnte und wollte nicht darüber reden.
Als wir zu Hause ankamen drückte sie mich noch einmal. „Es wird alles gut, Maddy", sagte sie. „Woher kennst du meinen Namen?", fragte ich sie verwundert. „Naja, dich kennt jeder", sagte sie, drehte sich um und ging davon. Ich konnte mich nicht einmal bedanken, dass sie mir den Abend gerettet hat.
Ich schloss die Tür auf und sah, dass sich im Wohnzimmer Leute versammelt hatten. Was war denn jetzt los?
„Oh Maddy, das tut mir alles so Leid!", flüsterte Tante Linda, als sie mich umarmte. Sie war mit ihrem neuen Mann aus Watford gekommen. Ich setzte mich zu Oma und den Anderen.
Linda fing langsam an zu sprechen: „Maddy, wir haben eine Entscheidung getroffen. Du und Luke müsst zu uns nach Watford ziehen."
Bitte was?

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