Kapitel 1 - Bewerbung

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Herr Graus: Guten Tag mein Junge. Was kann ich für dich tun?
Ich: hallo ich möchte mich auf die Stelle im Fenster bewerben.
Herr Graus: komm mal mit nach hinten.

Herr Graus führte mich in einen Raum, der anscheinend sein Büro war. Er setzte sich auf die eine Seite und deutete mir, mich auf die andere zu setzten.

Herr Graus: wie alt bist du denn? Darfst du überhaupt schon arbeiten?
Ich: ich bin 16..
Herr Graus: oh du siehst aus wie 14 tut mir leid. Wie lautet denn dein Name?
Ich: Chris H-haly
Herr Graus: nur Chris? Oder ist das eine Abkürzung?
Ich: n-nur Chris
Herr Graus: ziemlich ungewöhnlich. Warum möchtest du denn hier arbeiten?
Ich: äh.. i-ich hab schon mal gekellnert und m-mochte die Arbeit...
Herr Graus: hmm.. hier ist zur Zeit viel los. Ich bräuchte jemanden der lange arbeiten kann.
Ich: i-ich a-arbeite so l-lange wie s-sie wollen.
Herr Graus: das ist gut. Okay ich stell dich ein. Ab wann hast du denn Schule aus?
Ich: 15:00 Uhr.. ich k-könnte um 16:00 Uhr a-anfangen...
Herr Graus: ich kann dir eine 6 Stunden stelle geben. Bis 22 Uhr.
Ich: g-gerne
Herr Graus: deinen Lohn müsste ich nochmal ausrechen. Wann möchtest du denn anfangen?
Ich: m-morgen?
Herr Graus: oh morgen schon? Okay.. ah bevor ich es vergesse. An welchen Tagen möchtest du arbeiten? Wir können an jedem Tag Hilfe gebrauchen.
Ich: an j-jedem? I-ich hab i-immer Zeit.
Herr Graus: In Ordnung.. dann bis morgen
Ich: bis m-morgen..

Wir reichten uns die Hände und er begleitete mich zur Tür. Mit schnellen Schritten machte ich mich auf den Weg nach Hause. Es war verdammt kalt draußen. Vor allem, wenn man nur so ne dünne Jacke wie ich hatte. Es war leider auch meine einzige Jacke und sie war aus Stoff. Ich hatte kein Geld für mehr. Ich hoffe das wird besser durch meinen neuen Job. Ich darf mir keine Fehler erlauben. Das weisen und Kinder Geld reicht gerade mal um meine Einzimmerwohnung zu bezahlen und ab und zu mal etwas zu essen. Die Schulsachen bekomme ich von meiner Schule gespendet. Naja die Blöcke und Stifte muss ich selber kaufen, was auch ziemlich schwierig wird.  Schule. Ein Ort den ich hasste. Seid dem .. meine Schwester nicht mehr da ist, gibt es keinen der mir hilft, wenn sie mal wieder zu schlagen. Eine träne lief mir die Wange runter. Ein weiteres Problem. Ich fange schnell an zu heulen. Ich bin schwach. Mehr Tränen stiegen in meine Augen und bahnten sich den Weg über meine Wangen. Ich vermisse sie alle so sehr. In meiner Wohnung schmiß ich die Jacke und die Schuhe in eine Ecken und legte mich ins Bett. Ich weiß nicht wie lange ich noch geweint habe, aber es war definitiv zu lange.

:(:

Ich hoffe das erste Kapitel hat dir gefallen.

Lost boy - boyxboyWhere stories live. Discover now