Kapitel 1-Gedankengang...

31 2 2
                                        

"Spiegelbild,

Ich schaue in den Spiegel

und frage mich,

ob ich das wirklich bin,

den manschmal

ziehe ich mir ein fremdes Gesicht an.

Es steht mir gut-

sagen alle,

ich sei so ungeschminkt und natürlich,

nur-

wie erkläre ich meinem Spiegel,

dass ich nicht

ich

bin? Sandra Feiler"

Verträumt strich ich über das Schneeweiße Blatt mit der schwarzen Schrift vor mir und ließ mir die Zeilen nochmals durch den Kopf gehen. Immer und immer wieder lass ich sie...bis ich in meine Gedanken eintauchte.

Du bist eine Schande...sagten sie immer wieder zu mir,

immer wieder diese greßlichen Stimmen gepaart mit diesen greßlichen Worten.

Du bist eine Schande...die Worte folgten mir wo immer ich auch war.

Ich erinnerte mich noch genau an den Tag..., er war wie eingebrannt in meinen Kopf sowie auch in meinen Gedanken.

'"Allyyyyyy" schrie dieser Mensch den ich gezwungener maßen "dad " nannte. Mit einem säufzen stand ich von meinem Bett auf,legte das wunderbare Geschöpf namens Buch neben mich und verließ mein sicheres Zimmer. "Was ist?" lustlos sagte ich die Worte als ich in unsere Eingangshalle trat...weiße Wände,graue Möbel,immer das selbe. "Wo ist dein Bruder?!" brüllte er mir endgegen. "Fallst du es bemerkt haben soltest ,er wohnt seit einem Jahr nicht mehr hier"murmelte ich und wollte schon wieder in mein Land der Träume alias Zimmer gehen doch da hatte ich die Rechnung ohne meinen Dad gemacht..."Rede nicht so mit mir! " Ich nickte, drehte mich um doch leider hatte ich vergessen dass ich ziehmlich schusselig war, was darzu führte dass ich gegen eine altmodische Vase rannte , die mit einem Ohrenbetäubendem Geräusch runterfiehl. Einige Sekunden der stille vergingen und ich wappnete mich innerlich auf dass was noch kommen mag, nämlich ein gräßlicher Schmerz gefolgt von Stille. Auf Schmerz folgte Stille.Ich sah seine Hand die in meine richtung ging, dann spürte ich den starken schmerz der mich zusammensinken ließ gefolgt von einem Schrei den ich zuerstmals nicht zuordnenkonnte,doch nach einigen sekunden konnte ich wieder klarer denken. Starker Schmerz macht sich in meiner Bauchgegend Breit.Der Boden unter meinen Händen fühlte sich schützend an,schützend vor den schreien und schützend vor meinem Vater.

Ich bekam nur benommen mit wie mein "dad" meine Mum mitschleifte und aus dem haus zerrte während sie unter tränen versuchte sich aus seinen Armen zu windenwährend sie immer wieder etwas brüllte was sich wie "Lass mich zu meinem Kind!Sie..ich muss ihr helfen,bitte, ich muss zu ihr"anhörte ...doch alles zog an mir vorbei wie in einem Film.Einem Film zu den man auf der Couch sitzt und ihn mit seiner Familie sah,am Ende? Das Happy End...doch dies war kein Film...Ein Blick aus dem Fenster zeigte mir dass ein Gewitter draußen zusammenzog, Regen der über die Fenster glitt, schwarze Wolken und einige Blitze die den Himmel in ein Meer aus Farben tränkte ."

Es war das letzte mal das ich die beiden sah,das letzte mal das ich vor schmerzen zu Boden fiehl,das letzte mal das ich das aufbrummen des Motors gehört habe und es war auch das letzte mal das ich in diesem Haus war, denn am nächsten Tag stand mein Bruder und die Polizei vor der Schneeweißen Haustür und verkündete mir die Nachricht die mein Leben veränderte, mit traurigen Gesichtern verkündeten sie mir dass meine Eltern tot seien. weinend und schreiend sank ich zu Boden, doch ich weinte nicht um meinen Vater, nein, ganz und gar nicht, ich weinte um meine Mutter. Ich hörte noch das der Polizist sich verabschiedete ,gefolgt mit dem schrillen läuten seinen Handys ehe er ganz verschwand,und mir somit auch das letzte bisschen Hoffnung nahm dass das alles hier ein Traum sei. Eine Hand schloss sich um meine Taille und versuchte mich hochzuheben doch ich wehrte mich ,schlang meine Arme um meinen Bauch,so als ob ich mich damit schützen könnte. "nein...,nein...,nein!" schrie ich immer weiter und weiter. Der Boden? Schon nass von meinen Tränen, " Du musst aufstehen,Ally,bitte ...steh auf". Selbst in meiner jetzigen Verfassung merkte ich ,wie verzweifet er war. So viele Worte die nicht gesagt wurden, soviele Dinge die nicht getan wurden, soviel was man hätte ändern können...Als ich mich erneut nicht rührte und mit dem Kopf und dem Körper seitlich am Boden lag und einfach nur ins nichts starrte bemerkte ich eine Regung, dann Stille. Stille,wohltuende stille.

You've reached the end of published parts.

⏰ Last updated: Nov 23, 2017 ⏰

Add this story to your Library to get notified about new parts!

World in 2030...💭🌍Stories to obsess over. Discover now