Es war ein mal im Dezember...

89 9 4
                                        

ENDE DES ALTERNATIVEN 19. JAHRHUNDERTS.

Eisiger Wind fegte durch die leeren Straßen. Der einst belebte Banhof war menschenleer. Nur das pfeifen der kalten winterluft erschallte an jenem eisigen Ort. Die Schienen an denen früher die Dampflokomotieven hielten, wo Fahrgäste ein und ausstiegen in ihren bunten Gewändern, jene Schönen die diesen von Gott verlassenen Ort mit der Welt verbannt waren schon lange vereist und unbefahren.
Die meisten Häuser die sich wie in einer Kreisvormation um den Banhof ansammelten waren halb zerfallen. Die Natur hätte wieder ihren Besitz für sich beansprucht. Vereiste ranken durchbohrten die Fassaden und Mauern hinter denen sich die Menschen so sicher fühlten.
Jetzt herrschte hier eine Gespännstische Stille.
Nur das plötzliche schreien einer Frau war zu hören.
Ihre schmerzerfüllten Schreie ließen Mark und Bein erzittern welche sie in einem noch recht gut intaktem Haus von sich gab.
Nach ihrer kräftigen Stimme zur urteilen war sie Anfang 20. Ihr schwarzes, vom Schweiß etwas nasses, dickes Haar war zu einem lockerem Zopf gebunden. Auf einer einfachen Matratze gebettet, lag sie mit geweiteten Beinen und zusammengekniffenen Augen da. Ihr Mann, der schon in Kindertagen versprochen war, hielt ihre Hand. Er hatte schon die ersten grauen Haare. Seine Frau war da nicht ganz unschuldig dran. Welcher Drache hinterlässt den keine Spuren?
,, Los Katharina ~ du hast es fast geschafft!" , spornte er mit seiner tiefen sanften aber dennoch aufgeregten Stimme seine Frau an.
,, Halt die Klappe du Arsch! Nie wieder schiebst du mir einen agh....Braten in Röhre !! Ohhh Goottttt!!!", gab sie recht agressiv von sich während sie ein letztes mal presste. Das schreien eines neuen Lebens hallte durch das Haus. Überglücklich nahm die Frau mit dem Namen Katharina von Helsing ihr neugeborenes Baby in die Arme und der Mann auf denn Namen Leonardo hörte , durchtrennte mit einem über die Flammen des Kammien heiß gemachten Messers die Nabelschnur.
Ungläubig hielt die junge grünäugige Frau ihr Kind in den Armen und fing an ihre ersten Worte an das Häufchen Elend zu wenden.
,, Na du Schießerle. Wollst wohl endlich den ewigen Winter hier sehen und Mamas Utarus verlassen. Du kleines süßes hässliches verschrumpeltes Ding. Was hast du mir nur da eingebrockt Leonardo?"
Zwar war sie erschöpft von dem 40 Minuten des Gebärens, aber dennoch wortgewannt wie keine Zweite.
Leonardo, jener der grade das Wasserbecken mit Lappen holte um die kleine sauber zu machen, Jener der Vater dieses Würmchens ist, entgegnete nur mit dachtet Stimme von Tränen gerührt: ,, Ach Katharina ... geb ihr Zeit sich zu entfalten. Nicht jeder kommt sofort schön auf die Welt. Wahrscheinlich ist sie wie das Kücken eines Schwans. Anfangs hässlich, später-"
Leider kam er nicht mit den Worten weiter, da Katharina in ins Wort fiel.
,, Hör auf zu schwafeln Esel."
Ist diese Frau nicht herzallerliebst?

Einige Monate verstrichen. Mehr oder weniger kümmerte sich das Paar um ihr Säugling. Doch als ihre Tochter Mia Maria Mara Magdalena van Helsing , ja die Mutter wollte das Kind mit dem Namen Strafen, ein Jahr alt wurde. Gerieten ihre Eltern in einen großen Streit, der zu deren Trennung führte. Der Grund des Streites war ein nicht grade freudiger. Mia's Augen waren zwar grün, aber trübe. Sie konnte richten wie ein Bluthund, höhren wie eine Fledermaus aber war blind wie ein Maulwurf. Genau an ihrem ersten Geburstag verließ ihre Mutter mit allem was sie Tragen konnte dieses von Gott verlassene Fleckchen Erde.
Und so stand ein Vater alleine da mit einem Kind, dass in den Augen der Mutter ein Kind ohne Hoffnung ist, alleine da. Wie sollte er es schaffen ein Blindes Kind zu erziehen?
Dazu auch noch sich alleine um das Haus kümmern.
Vor allem wie soll er sich und seine kleine Prinzessin versorgen?
Diese Fragen konnten nur die Zeit und das Schicksal beantworten.

Als Seine Prinzessin 5 Jahre alt war, begann der Schnee etwas zu taun. Ein Wunder war das hier. Und mit diesem Wunder kamen die Pflanzen und mit den Pflanzen die Experimente.
Leonardo versuchte mit Hilfe der Pflanzen seine Tochter, die er bis dahin im Keller in Sicherheit hielt zu "behandeln". Ich meine Man kann ihn verstehen. Er will nur das beste für sein Kind. Aber anstatt mit seinem bilden Kind zurecht zukommen, versuchte er ihre Erblindung mit allen Mitteln zu heilen. 'Sehend ergeht es ihr besser' , das war sein Motto.

You've reached the end of published parts.

⏰ Last updated: Nov 20, 2017 ⏰

Add this story to your Library to get notified about new parts!

D.gray-man// Wenn Blicke tötenStories to obsess over. Discover now