prolog

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Macht.
Was ist Macht?
Laut den Büchern war Macht, die Fähigkeit, Einfluss auf Menschen, Ereignisse oder Umstände auszuüben und sie nach eigenem Willen zu gestalten.
Ähnlich verhielt es sich mit der Macht, für welche die Midi-Chlorianer verantwortlich waren. Ein mystisches Energiefeld das das Universum durchdringt und alles miteinander verbindet. Ein Werkzeug, welches durch Mut, Weisheit und Entschlossenheit gemeistert oder in Tyrannei und Verderben verwandelt werden kann.
Ich habe mich immer für machtlos gehalten. Nie hatte ich Einfluss auf irgendwas gehabt, weder auf Menschen, Ereignisse oder Umstände.

Damals konnte ich mir ein Leben ohne Armut nie vorstellen, meine Mutter erzählte davon wie gut es ihr früher ging. Sie erzählte mir Geschichten von einem mutigen Mandalorianer, der mein Vater war. Als ich sieben Jahre alt war, wurde meine Mutter sehr krank. Ich war auf der Straße betteln um vielleicht irgendwann einen Arzt bezahlen zu können. Aber so wie die Tage verstrichen, ging es ihr immer schlechter und das Glas füllte sich nur langsam. Denn von den Einnahmen musste ich auch etwas zu Essen kaufen. Meine Mama hatte immer gesagt, dass stehlen nicht anständig ist.

Wir lebten auf Coruscant in den untersten Ebenen, in einem kleinen Apartment. Es hatte einen Raum, wo wir schliefen, aßen und Essen zubereiteten. In einem kleineren Raum war ein Bad mit Toilette, Waschbecken und Dusche. Wobei die Dusche kaputt war.

Irgendwann reichte das Geld nicht mehr für das Essen und das Apartment. Also fing ich an zu stehlen, Essen und Wertsachen. Ich erzählte es meiner Mama nicht, ich wollte nicht, dass sie sich sorgte. Aber all dies half nichts, trotz meiner Bemühungen starb meine Mutter kurz vor meinen achten Geburtstag. Sie starb an dem Quannot-Syndrom, eine unheilbare Krankheit die den frühzeitigen Zerfall des Körpers einleitete. Ich hatte es so in den Büchern gelesen. Ich war machtlos.

Ein paar Monate lebte ich auf der Straße, ohne Zuhause. Bis mein Vater kam, er war genauso wie ich ihn mir ausgemalt hatte in meinen Träumen und er war mein Held. Er nahm mich mit zu sich nach Hause. Er hatte einen Sohn der ein Jahr jünger war als ich. Zum ersten Mal in meinen Leben sah ich einen vollen Tisch mit Essen, das auch warm war und schmeckte. Ein warmes Bett, eine Badewanne und warmes Wasser. Es war ein sonderbare Stadt in der ich lebte. Hier gab es nichts als nur Wasser und es regnete, gefühlt, immer. Ich war immer noch machtlos.

Auch die Nachbarn waren seltsam, sie sahen alle gleich aus und hatten statt Namen, Zahlen. Irgendwann erfanden Boba und ich irgendwelche Namen für diese Klone, wie Vater sie immer nannte. Hieran gab es nichts auszusetzen, bis auf die Tatsache, dass ich mich auch hier nie wirklich zugehörig fühlte.
Aber es war das Ende meiner Machtlosigkeit.

Beroya - Die JagdWhere stories live. Discover now