Ich öffne die Augen und sofort spüre ich eine Leere in mir, wie ich sie noch nie zuvor gespürt habe. Es ist als hätte mir jemand jegliche Emotionen und Gefühle entzogen und nur diese unerträgliche Leere hinterlassen.
Mein Herz wird schwer und ich verspüre den Drang zu weinen. Es war heute vor zwei Jahren als mein Freund die Diagnose bekam. Lungenkrebs. Die Diagnose traf ihn völlig unvorbereitet. Sie traf uns alle völlig unvorbereitet. Die Ärzte haben alles versucht, doch der Krebs war schon zu weit fortgeschritten. Es gab keine Hoffnung für ihn mehr. Doch Jungkook war ein Kämpfer. Das war er schon immer. Leider hat er es nicht geschafft und ist letztes Jahr gestorben. In seinen letzten Momenten wollte ich nicht bei ihm sein. Besser gesagt ich konnte nicht bei ihm sein. Diesen Anblick hätte ich nicht ertragen. Das bereue ich am meisten. Er hat mich gebraucht und ich habe ihn im Stich gelassen. Nur weil ich so egoistisch war. Ich hätte ihm sagen sollen, dass ich ihn liebe und, dass ich mir eine Welt ohne ihn nicht vorstellen kann. Doch ich war zu feige. Und jetzt ist er tot. Meine große Liebe ist tot. Die Monate nach seinem Tod waren qualvoll. Die Zeit schien noch langsamer zu vergehen als sonst. Jede Minute, jede Sekunde war erfüllt von Schmerz. Ich verkroch mich wochenlang in meinem Zimmer, war nur noch ein Haufen Elend. Noch nie zuvor hatte ich solche Schmerzen empfunden. Und noch nie zuvor hatte ich solch eine tiefe Liebe zu jemandem empfunden. Selbst heute noch habe ich mich nicht an den Gedanken gewöhnt, dass er fort ist. Mir fehlen seine sanften Küsse, die jedesmal nach Glück zu schmecken schienen, seine Umarmungen bei der sich eine wohlige Wärme in meinem Körper ausbreitete und seine Augen, bei denen man befürchtete man würde sich voll und ganz in ihnen verlieren und kein Weg würde jemals wieder aus ihnen hinausführen. Doch am meisten fehlt mir seine Stimme. Seine wunderschöne Stimme. Jedesmal wenn er für mich gesungen hat, lag mein Kopf auf seinem Schoß, er spielte mit meinen Haarsträhnen und blickte mir dabei tief in die Augen. Nun würde ich sie nie wieder hören können. Ich gehe zum Fenster und lege meine Hand auf die Fensterscheibe. "Ich liebe dich" flüstere ich und richte meinen Blick gen Himmel. Obwohl er es nicht hören kann bin ich mir sicher er fühlt genauso.
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Your Voice
FanfictionIch öffne die Augen und sofort spüre ich eine Leere in mir, wie ich sie noch nie zuvor gespürt habe. Es ist als hätte mir jemand jegliche Emotionen und Gefühle entzogen und nur diese unerträgliche Leere hinterlassen. Mein Herz wird schwer und ich ve...
