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Schon als kleine Kinder mit 3 Jahren spielten wir im Wald. Wir malten uns unsere Welt aus, wie der Wall aus Moos und Erde die Schlossmauer war, wie wir über die Welt herschten als Könige. Wir schufen uns unsere eigene Welt in der wir uns stundenlang im Wald verloren...

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Leise schlich ich durch den Wald, darauf bedacht nicht zu laut zu sein. Mit einem langen satz hüpfte ich hinter den Wall und packte meinen Bruder an den Schultern.
"Grr! Jetzt bist du dem bösen Drachen ausgeliefert, ich werde deine Burg einnehmen!"
"Nein niemals!" Sagte mein Bruder und fuchtelte plötzlich mit einem Stock vor meiner Nase rum welches sein Schwert sein sollte und piekste mir kurz damit in den Bauch.
"Ahh !!! Hilfe !!! Ein Schwert !" Schrie ich erstaunt und hielt mir spielerisch den Bauch und fing an weg zu laufen, mein Bruder mir dicht hinterher.
"Ahh! So hilf mir doch einer, der König will mich bezwingen!!!" Rief ich.
"Haha ! Gleich hab ich dich, du Drache ! Meine Burg wirst du nicht erobern!" Sagte mein Bruder siegessicher, doch plötzlich hörte ich wie mein Bruder hinfiel, schnell ging ich zu ihm und sah das er sich sein Knie an einem Stein aufgeschrammt hatte. Die Tränen liefen ihm die Wangen runter. Ich ging zu ihm und nahm ihn fest in den Arm um ihn zu trösten.
" I've got you, Brother !"
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Dies sagten wir immer zueinander wenn wir den jeweils anderen trösten, beruhigten oder ihn gerade berührten auf einer sehr emotionalen Ebene.
Diese Worte, sie waren für uns ganz besonders, sie drückten jedesmal unsere tiefe Verbundenheit für einander aus.

Im lauf der jahre wurde der Wald unser Platz wohin wir uns nach dem anstrengenden Schultag hin flüchteten. Niemand außer uns wusste von diesem Platz, es war unser Platz, wir Rauchten dort heimlich Zigaretten doch wir bereuten nichts von dem was wir heimlich an diesem Platz taten.

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Ich öffnete glücklich die Geschenke zu meinem 16 Geburstag und blies die Kerzen auf meiner Torte aus. Durch die ausgelassene Stimmung bemerkte ich gar nicht wie schnell die Stunden verstrichen und nach und nach die Gäste gingen bis dann schließlich alle am Abend gegangen waren. Plötzlich kam mein Bruder zu mir, packte sanft meinem Handgelenk und zog dran.
"Ich hab Mom bescheid gesagt das wir noch kurz weg sind" sagte mein Bruder welcher inzwischen 17 ist.
Ich wusste genau wo er mich hin zog; in den Wald.
Als wir dort angekommen waren zog er eine kleine Schachtel aus seiner Hosentasche.
"Hier meine Überraschung, ich hab sie von einem Klassenkameraden bekommen und dachte wir können es ja mal ausprobieren" sagte er und drückte mir eine Zigarette in die Hand und nahm sich auch eine und zündete die Zigaretten an.
Es war ein komisches Gefühl. Bei den ersten paar Zügen husteten wir uns die Seele aus dem Leib.
"Schreckliches zeug!" Hustete ich hervort.
"Einmal und nie wieder!" Ergänzte mein Bruder mich, welches ich nur mit einem nicken quittierte.
Nach einer Weile gingen wir zurück, doch ich hatte das Gefühl das meinen bruder etwas bedrückt. Zuhause angekommen ging ich gleich ins bad und machte mich bettfertig, als ich dann in unser Zimmer kam sah ich meinen Bruder weinend auf dem Bett sitzen. Ich setzte mich neben ihn und nahm ihn in den Arm.
"I've got you, brother" flüsterte ich ihm leise in sein Ohr.
Mit dem nächsten Tag begannen dann auch die Herbsferien, es war dieses Jahr ein sehr warmer Herbst, so dass man draußen im T-shirt rumlaufen konnte. Wir beschlossen den Tag über draußen zu verbringen, wir kletterten auf Pferdekoppeln und schwangen uns auf die rücken der Pferde, galoppierten über die großen Koppeln und rannten gegeneinander rennen, unsere T-shirts flackerten im dem Wind, welcher durch die Galoppierenden Pferde entstand. Am abend lagen wir auf einer Wiese und betrachteten die Sterne.
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So ging die erste Herbstferienwoche schnell rum und wir genossen das schöne Wetter.
Es war der letzte schöne Herbst mit meinem Bruder, immer wieder erinner ich mich an diese schöne Zeit, wie ausgelassen und ohne Sorgen sie war.

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Mein Bruder versuchte gerade von einem Baum hinter einen Wall zu laufen, als ich bemerkte wie jemand auf ihn zielte rannte ich schnell vor meinen Bruder um ihn vor dem Schuss zu bewahren, und so war es auch, die bunte Farbe kam auf mir auf und ich war getroffen. Mein Bruder konnte sich hinter den Wall verstecken und entschied schlussendlich das Spiel für unsere Mannschaft. Vom Paintball ausgepowert gingen wir Nachhause.
"Danke" sagte mein Bruder
"Hm? Wofür?" Fragtes ich ihn, als ich mir gerade mein Shirt auszog und zum Kleiderschrank ging.
"Für die Deckung heute beim Paintball, ohne dich wäre ich raus gewesen" sagte er.
"Oh achso, ist doch klar. " antwortete ich lächelnd.
"Wenn du ertrinken würdest, würde ich dir meine Lunge zum atmen geben." Sagte mein Bruder plötzlich.
Ich schaute erst etwas irritiert über diesen Satz drein. Damit hatte ich nicht gerechnet, doch seine Worte berührten mich sehr.
"Und ich würde alles für dich tuen damit du für immer bei mir bleibst" erwiederte ich.
Am nächsten morgen wurde ich recht früh wach, sogar vor meinem Bruder, welches sehr ungewöhnlich war da ich sonst immer sehr lange schlief. Ich tapste ins Badezimmer und machte mich fertig. Unsere Eltern waren berreits aus dem Haus da beide immer früh zur Arbeit mussten. Inzwischen hatte ich mir ein Tee gemacht und rührte in diesem gedankenverloren herum während ich aus dem Fenster starrte. Wenig später bemerkte ich wie mein Bruder der die Treppe runter kam, seine Haare waren zerzaust und er rieb sich müde durch die Augen. Mit einer Boxer bekleidet kam er auf mich zu und murrte müde etwas von Frühstück. Als der Frühstückstisch gedeckt war und mein Bruder seinen Caffe trank und an seinem Brötchen rum kaute wurde er langsam wacher.
"Kannst du mir bitte eins versprechen?" Fragte er plötzlich.
"Klar, was denn?" antwortete ich ihm recht irritiert.
"Wenn du nicht vor mir stirbst und ich im sterben liege..." begann er und schluckte den rest seines Brötchens runter.
"Dann sei bei mir. Leg dich zu mir, nimm mich in den Arm und halt meine Hand wenn ich sterbe" sagte er etwas leiser als sonst.
"Bitte versprich es mir" bat er mich.
"Ja, versprochen. Ich werde bei dir sein falls du vor mir sterben solltest, ich lasse dich nicht allein" wiederholte ich mein versprechen.
Irendetwas war komisch in letzter Zeit, mein Bruder war in letzter Zeit anders, doch ich wusste nicht woran es lag.

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BrotherWhere stories live. Discover now