"TaeTae, lass den scheiß!", schrie ich meinen besten Freund an.
"Wieso? Zöpfe stehen dir doch."
"Verdammt. Ich bin nicht schwul."
Taehyung schaute mich verwirrt an, als hätte ich was falsches gesagt, dann brachen wir beide in Gelächter aus.
"Es tut mir leid, aber Zöpfe stehen dir wirklich", kicherte er, während er rot anlief.
"Vergiss es. Wir haben morgen unseren ersten Tag auf der HighSchool. Da mag ich nicht mit locken rumlaufen."
"Dann wasch deine Haare morgen früh, da gehen die Locken raus", erklärte er mir wieder in Ruhe.
"Nein. Nein. Nein. Ich dusch nur alle 3 Wochen", äffte ich unseren ehemaligen Mitschüler nach. Als wir im Schullandheim waren und die Lehrerinnen zu ihm meinte, dass er sich duschen soll, hatte er geantwortet, dass er nur alle 3 Wochen dusche. Seither sagen wir dies immer, wenn einer duschen musste. Ist wohl zum RunningGag geworden.
Sofort lachte Taehyung wieder los: "Nagut. Hoffentlich sind die 3 Wochen bald Rum, denn du stinkst wie ne Mülltonne!"
Wir lachten beide bis es spät wurde.
Als es schon stockdunkel war, brachte ich Taehyung zur Haustüre. Seine braunen Haare waren von unserer Rumalberrei schon ganz verzaust. Vielleicht hätte ich ihm noch ein Kamm anbieten sollen oder eine Jacke, weil es kalt wurde. Aber was hätte es geändert? Was hätte es an dem schrecklichen geschehen verändert, das er durchleiden musste.
Ich hätte ihn heimbegleiten müssen, aber dann wäre es wahrscheinlich mir geschehen. War es egoistisch so zu denken?
Ich hätte meinen Eltern sagen sollen, dass sie ihm heimfahren sollten. Das hätte ich tun müssen, um es zu verhindern. Doch ich hatte es nicht getan.
Zu dem Zeitpunkt, als ich TaeTae zur Türe brachte, hatte ich es nicht gewusst.
"Tschüss Jimin und danke für den Tag", lächelte er mich an.
"Danke dir. Und komm gut heim", grinste ich zurück.
"Ja. Wir sehen uns morgen. Ohgott ich bin so aufgeregt!"
Und schon hüpfte er davon. Weg von der Haustüre, raus auf die Straße und aus meinem Sichtfeld verschwunden.
Das wäre die letze Chance gewesen, ich hätte ihn aufhalten sollen. Ich hätte ihn anbieten sollen, dass er bei mir schlafen darf, aber das hatte ich nicht getan.
Und wieso?
Weil ich nie gedacht hätte, dass dies passiert. Aber das hätte keiner gedacht.
Von da an war meine Geschichte geschrieben, ich hätte nichts mehr ändern können. Denn ich ging ins Haus, sagte meinen Eltern gute Nacht und legte mich Seelenruhig schlafen. Ich hatte davon nichts mitbekommen.
Die Autofahrer und andere Fußgänger hätten was ändern können, aber sie wussten nicht, dass dies geschieht. Sie gleiteten blind durch die Gegend wie jeder andere.
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1 Reason Why|| BTS
Fanfiction"Ich liebe dich, Jimin." Das waren die einzigen Worte, die aus dem Mund meines Gegenübers kamen. Doch was sollte ich damit anfangen? Es gab 697 Gründe ihn zu lieben und einen Grund ihn nicht zu lieben.
