Kapitel 1

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Ro Ah POV

Ich schlenderte gedankenverloren die Straße entlang. Nach einem weiteren anstrengenden Tag in der Bar, konnte ich endlich nach Hause gehen. Es war inzwischen fast zwei Uhr nachts. Eigentlich mochte ich meinen Job überhaupt nicht. Ich wollte immer etwas kreatives machen. Mit Farben oder kreativem Schreiben. Es gab so viele Möglichkeiten, doch meine Eltern sagten immer, dass man damit kein Geld verdient und dass das doch das wichtigste ist um nicht auf der Strecke zu bleiben. Also arbeitete ich jetzt schon fast drei Wochen in der Beach Bar. Verdienen tue ich nicht wirklich gut aber meine Eltern, vor allem meine Mutter war damit zufrieden. Wie auch immer. Ich wusste, dass mein Leben nicht für immer so aussehen würde. Ich ging also weiter die Straße entlang, in die Richtung von unserem Stadtpark der nachts besonders schön war. Ich mochte die Ruhe und die abendliche Atmosphäre, die auch von den Straßenlaternen unterstützt wurde. Licht macht so viel aus. Es zog ein frischer Wind durch die Blätter und ich fröstelte. Es wurde langsam Herbst und die Blätter färbten sich rot. Doch plötzlich wurde ich aus meinen Gedanken gerissen als ich weiter hinten auf meinem Weg eine Person liegen sah. Mich fröstelte jetzt nicht nur der Wind. War diese Person tot? Sollte ich nachsehen gehen? Sollte ich die Polizei rufen? Ich ging mit rasendem Herzen näher. Mir war die Lage nicht geheuer. Ich sah mich um, doch ich sah weit und breit keine Person bei der ich um Hilfe bitten konnte. Ich stand nun vor der Person. Sie lag genau unter einer Laterne, vermutlich hatte sie sich an ihr angelehnt und ist dann zur Seite gekippt. Die Person hatte eine Kapuze übergezogen. Ich beugte mich tiefer um zu sehen, ob sie nur schläft oder ob sie bewusstlos oder ähnliches war. Ich erkannte dass es ein junger Mann war. Er musste in meinem Alter sein und ich erkannte auch, dass er schwer atmete. Seine Hand ruhte auf seinem Bauch, so als täte ihm etwas weh. Ich wusste nicht was ich tun sollte. Das vernünftigste wäre gewesen die Polizei und einen Krankenwagen zu rufen, doch ich wusste nicht ob es dann nicht schon zu spät wäre. Mein Herz klopfte mir bis zum Hals als ich versuchte ihn zu berühren. Ich berührte ihn vorsichtig an seiner Schulter. Er reagierte nicht sofort also tippte ich ihn ein weiteres mal an. Er grummelte, aber es klang als hätte er Schmerzen.
"Hey. Ist alles in Ordnung? Brauchst du Hilfe? Soll ich einen Krankenwagen rufen?" fragte ich ihn, in der Hoffnung, dass er meine Hilfe annehmen würde. Er reagierte tatsächlich, doch nicht so wie ich erhofft hatte. Schlagartig öffnete er seine Augen und sah mich mit dunklen Augen an. Er wirkte ängstlich und total verloren.
"Kein...kein Krankenwagen und keine Polizei....bitte!"
Das hörte sich so flehend an, dass ich es nicht tat, obwohl ich mein Handy schon in der Hand hatte und nur noch die Nummer wählen musste.
"Aber du kannst hier doch so nicht liegen bleiben. Was ist dir passiert?" fragte ich dann stattdessen.
"Ich weiß es nicht...." kam es erschöpft von ihm.
"Kannst du mir helfen?" fragte er dann noch mit seiner tiefen aber irgendwie sanften Stimme. Er hörte sich so hilflos an, dass ich nicht anders konnte als ihm helfen zu wollen. Ich wählte dann doch eine Nummer, jedoch nicht die der Polizei oder dergleichen, sondern die meines Bruders. Es dauerte eine Weile bis er abhob, da er sehr wahrscheinlich geschlafen hatte.
"Mensch Ro Ah, weißt du wie spät es ist?" nörgelte er. "Du weißt doch wie früh ich..." doch ich unterbrach ihn.
"Jin! Es ist wichtig! Ich brauche deine Hilfe!"
"Ro Ah? Ist etwas passiert?" fragte er dann und klang dann plötzlich besorgt.
"Kann man so sagen. Kannst du mit dem Auto eben vorbeikommen? Ich bin beim Stadtwald und brauche dich mit dem Auto."
"Ja ich komme vorbei. Was ist denn passiert?"
"Das sage ich dir wenn du hier bist." sagte ich. Ich wollte nicht dass er sich noch mehr Sorgen macht, wenn er weiß, dass ich hier mit einem Fremden bin, der verletzt auf dem Boden liegt. Ob er wirklich verletzt war, wusste ich zwar nicht, aber ich ging mal stark davon aus.
"Okay. Ich bin gleich bei dir!"
"Ich danke dir Jin!!" und dann legte er auf. Ich sah wieder hinunter zu dem Jungen der die Augen wieder geschlossen hatte.
"Hey! Nicht einschlafen!! Ich habe Hilfe gerufen. Und keine Sorge es ist weder die Polizei noch ein Krankenwagen! Aber jetzt sag mal. Bist du verletzt?"
Er öffnete daraufhin wieder die Augen und sah mich an. Er nickte nur und deutete mit seinem Blick zu seinem Bauch. Also doch. Doch ich konnte ihm jetzt noch nicht helfen. Ich brauchte den Verbandskasten aus dem Auto. Ich wusste zwar nicht wie groß seine Wunde wohl sein mochte, doch so wie er hier lag, dürfte es keine Kleine sein. Ich hatte fast ein schlechtes Gewissen, dass ich nicht den Krankenwagen gerufen hatte.
Ich sah wie er wieder die Augen schließen wollte, doch ich wusste, dass das nicht gut war. Ich überlegte mir wie ich ihn wach halten könnte.
"Wie heißt du?" fragte ich dann einfach und hoffte auf eine Antwort.
"Taehyung..." kam es leise von ihm.
Taehyung also. Aber ich musste ihn weiter fragen.
"Und du weißt wirklich nicht was dir passiert ist?" fragte ich dann noch mal.
"Nein." kam kurz und knapp von ihm.
"Hast du etwas zu dir genommen? Alkohol vielleicht?" Daraufhin grinste er wehmütig aber mehrwissend. Er hatte die Augen jedoch weiterhin geschlossen.
"Schön wärs." kam daraufhin von ihm. Er wusste also doch etwas. Und ich begann neugierig zu werden. Ich wollte wissen was mit dem Jungen passiert ist. Und ich wollte wissen warum er keine Polizei oder ähnliches bei sich haben wollte. Ich beschloss der Sache auf den Grund zu gehen, obwohl ich nur den Namen von Taehyung kannte. Ich überlegte, was ich machen sollte sobald mein Bruder hier ankommt. Er würde mich für verrückt erklären wenn ich ihm sagen würde, dass er ihn zu mir nach Hause fahren sollte. Ein Glück hatte ich in der Schule gelernt wie ich mit verletzten Menschen umgehen muss. Allerdings brauche ich dafür den erste Hilfe Koffer. Taehyung hatte die Augen wieder geschlossen. Ich beschloss jetzt doch nach seiner Wunde zu sehen. Vielleicht konnte ich doch auch jetzt schon etwas tun. Außerdem dürfte Jin auch nicht mehr lange brauchen bis er ankommt. Ich nahm vorsichtig seine Hand von seiner Wunde und ich musste mit Schrecken feststellen, dass sein T-Shirt und seine Hand voller Blut waren. Jetzt war mir doch mulmig zumute. Taehyung verzog schmerzverzerrt sein Gesicht.
"Es tut mit Leid. Mein Bruder kommt jetzt gleich. Dann kann ich dir helfen und ich bringe dich..."
"...nicht ins Krankenhaus!" unterbrach er mich. Er sagte das, obwohl er gerade große Schmerzen haben musste.
"Nein. Ich bring dich in Sicherheit!"

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Das ist meine erste BTS FF ich hoffe sie wird euch gefallen. Ich habe so viele Ideen für Geschichten. Und die Jungs von BTS passen einfach immer so gut da rein. Ich werde versuchen regelmäßig (jede Woche) zu aktualisieren. Aber mein Hauptwerk kommt erst noch. Da arbeite ich extra vor. ;)

Who are you? (V/Taehyung FF)Stories to obsess over. Discover now