Snowqueen

21 4 0
                                        

       

Ihre Füße flogen über den Schnee.

Jeder einzelne Schritt, jede einzelne Bewegung sprach für etwas. Für ihn.

Ihre Augen geschlossen, doch sie sah soviel. Sein Gesicht. Seine Haare. Sein Lächeln. Sein Lachen. ihrer Brust war die schmerzliche Erinnerung an ihre Momente.

Momente. So viele Momente. Sie in seinen Armen. Sie zusammen lachen. Sie, küssend. Diese Küsse.

Es rann eine einzelne Träne ihre Wange runter. So viele Gefühle und viel zu wenig Platz sie auszufüllen. Kalt gefror sie an ihre Wange.

Wieso? Wieso konnte er nicht bei ihr sein? Wieso konnte sie nicht einfach vergessen? Doch alles klammerte sich weiter an sie. Es war an ihr festgefroren, genau wie diese Träne. Sie ließ sich nicht abschütteln. Genau wie er. Wie die Gefühle. Die Erinnerungen. Momente.

Das Tanzen erlaubte ihr das loszulassen. Diesem Ganzen den Raum zu geben, den es benötigte.

Knirschender Schnee unter ihren Füßen.Verstehende Musik in ihren Ohren. Ihr Leben im Körper.

Alles eine perfekte Melodie mit ihrem weinenden Herzen.

Schritt. Sprung. Drehung.

Sie tanzte und tanzte. Sie schrie alles raus in ihrer Sprache.

Am Ende lag sie am Boden. Im Schnee. Zitternd, doch von der Kälte keine Spur. Nur ein Meer aus Funkeln auf ihren Wangen. Etliche Tränen. Kristalle.

Doch dann war da diese Hand. Warm. Rettend. Geborgen.

Alles was sie jetzt brauchte. Ihr helfendes Seil in dem Tornado der Kristalle. Der Momente.

Arme hoben sie hoch. Fest war sie umschlossen.

Es musste er sein. Er musste es sein. Es war er.

Und nun wechselte der Takt. In zwei Teile. Beide eine perfekte Einheit. Das neue Lied hieß anders.

Liebe.

Capturing MomentsDonde viven las historias. Descúbrelo ahora