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"Versprich mir du bleibst bei deinem Bruder! Versprich es mir!" Ich fühle mich komplett benebelt als sei das alles nur ein Alptraum den ich nicht wahrhaben will. Was passiert hier gerade? Eben waren wir doch noch friedlich am Schlafen, und jetzt? Jetzt steht meine Mom komplett aufgelöst vor mir und krallt ihre Finger in meine nun schmerzenden Schultern, an welchen sie heftig zu rütteln beginnt. Trotz meiner inneren Verwirrung bringe ich ein schwaches Nicken zustande, bevor ich in eine stürmische Umarmung von ihr gerissen werde. "Ihr werdet das schaffen, hörst du? Dein Bruder wird gut auf dich acht geben und du ebenso gut auf ihn, ich bin so unglaublich stolz auf euch. Jetzt lauft schnell und versteckt euch irgendwo. Das Essen in dem Beutel sollte für ein paar Tage reichen. Ich liebe euch vergesst das nicht!" Dann werde ich auch schon von Jimin am Arm gepackt und aus der Umarmung gerissen. Meine Beine reagieren etwas verspätet, weshalb ich ihm eher hinterher stolpere als aus eigenem Antrieb zu Laufen. Mit einem letzten Blick zu meiner weinenden Mutter, lassen wir unser altes Leben hinter uns und rennen.

Ich hatte nicht einmal Zeit mich richtig zu verabschieden, da war der Moment schon vorbei. Es kam mir kürzer als eine Sekunde vor, so wurde ich auch schon von Chim mitgerissen. Ich konnte nicht einmal fragen wo Vater war oder was überhaupt passiert ist. Was aber noch viel wichtiger ist: Wieso kommen sie nicht mit? Tausende Sachen dieser Art rasen durch meinen dröhnenden Kopf und ich finde auf keine dieser eine Erklärung, bis auf eine und diese will ich nicht glauben. Wenn es das ist was ich befürchte würden wir unsere Eltern nie wieder sehen und ich weigere mich das als einzige Lösung anzusehen.

Jimins Stimme holt mich aus meinen wirren Gedanken zurück: "Komm schon, Kooks. Wir können nacher über unsere beschissene Lage debattieren jetzt müssen wir erstmal dafür sorgen das du in Sicherheit bist!" Kurz dreht er seinen Kopf zu mir und mustert mich besorgt. Da ich nicht wirklich in der Verfassung bin ihm zu antworten drücke ich nur seine Hand um ihm zum Verständnis zu geben das ich ihm zuhöre. Hinter uns herrscht das reinste Chaos und überall plärren die Leute Anweisungen durch die Gegend. Mein Atem hat sich mittlerweile zu einem angestrengten Keuchen entwickelt und mir fällt es immer schwerer einen Fuß vor den Anderen zu setzen. Es war wohl doch keine gute Idee so lange wach zu bleiben. Aber wer hätte denn wissen können das wir nun auf der Flucht sein werden? Zusammen suchen wir den Schutz eines Waldes auf. Wenn ich vorher schon dachte das ich kaum was gesehen habe lag ich falsch. Das Blätterdach schirmt uns von jeglicher Lichtquelle ab. Es lässt kein bisschen Mondschein hindurch schimmern, sodass ich mir nun vorkomme als sei ich blind. Unwissend wo ich hinrenne, vertraue ich Jimins Hand die mich mitzieht. Das Geschrei und die Schritte hinter uns werden immer leiser, bis sie vollkommen verstummen. Denoch drosselt er das Tempo nicht. Damit bestätigt sich meine Theorie und ich meine erbrechen zu müssen so schlecht wird mir bei dieser Erkenntnis. Mir wird sofort klar wieso er keine Pausen einlegt und wieso er überhaupt so weit rennt. Denn eigentlich können wir solange laufen wie wir wollen, unsere Fährte können sie sowieso wieder aufnehmen. Sie haben bisher jeden gekriegt auf den sie es abgesehen haben, also wieso sollte dies bei uns anders sein?

Die Gewißheit trifft mich wie ein Schlag und am liebsten würde ich zurück sprinten und meine Eltern für ihr leichtsinniges Handeln anschreien. Was haben sie sich dabei gedacht? Augenblicklich treten mir die Tränen vor Wut in die Augen, die ich mit aller Macht zurück halte. Jetzt nicht! Wir müssen erst entkommen.

Wuw!! Eine Fanfiction, welche ich sogar beendet habe!!😂 Ach ja^-^ Ich habe wirklich viel Mühe in dieses Buch gesteckt also viel Spaß beim Lesen ;D

~Bunny🐰

Hunter//BTSWhere stories live. Discover now