"Bist du dir wirklich sicher, dass du jetzt schon ins Camp willst? Wir könnten für dich ja noch ein Flugticket nach Hawaii besorgen...", fragte mich mein Vater heute schon ungefähr das Hundertste Mal. "Ja, ich bin mir sicher. Ich bin schon so ein paar Tage zu spät dran", erwiderte ich. Es ist jedes Jahr dasselbe, Dad will mich nicht ins Camp lassen, weil er dann denkt, dass ich nicht mehr zurückkomme. Ich habe ihm schon so oft gesagt, dass meine Existenz gefährlich für die Familie ist. Ich würde es mir nie verzeihen können, wenn ihnen etwas passiert, noch wegen mir. So geht es aber nicht nur mir, viele Halbgötter kennen das Gefühl. Das Gefühl, eine Gefahr zu sein. Das Gefühl, nicht dazugehören. Ich kenne es zu gut. Vielleicht nicht zu Hause, aber draußen oder in der Schule. Die meisten Halbgötter, so wie ich, sind nur im Sommer im Camp. Vielleicht sollte ich mich aber mal kurz vorstellen: Ich bin Samantha Collins, bin zurzeit 17 Jahre alt und ich liebe Eishockey! Das liegt aber in der Familie. Dad und ich sind die Eishockeyfans. Meine Stiefmutter, Grace, mag Cricket und meine Halbschwester Tracy mag Basketball. Wir mögen einfach Sport. Als Tracy und ich jünger waren, waren wir oft in der Eishalle. Früher verstanden wir uns auch um einiges besser, bevor es herauskam, dass ich anders bin... Wir hassen uns jetzt und sie versucht ständig, mein Leben so schwer wie möglich zumachen. Als ob es nicht schon schwer genug wäre. Okay, ich hasse sie nicht. Nicht wirklich, sie ist immerhin meine Schwester, wir waren früher so was wie "Freunde". Ich habe aber das starke Gefühl, dass sie mich nicht leiden kann."Pass bitte auf dich auf! Wenn du willst, kannst du Luke über die Winterferien zu uns einladen. Deine Mutter und ich wollen über die Ferien nach Kanada fahren", schlug mein Vater vor. "Ja, danke Vater", rief ich und umarmte ihn. Vielleicht sollte ich an dieser Stelle sagen, dass Luke und ich seit 2 Jahren schon glücklich zusammen sind. Es ist zwar nicht leicht eine Fernbeziehung zuführen, aber ich versuche so oft wie möglich ihn zu uns einzuladen. Dad und Mum haben ihn kennengelernt und mögen ihn sehr. Dank ihm bin ich das glücklichste Mädchen auf Erden. Tjach, wäre da nicht Tracy. Sie macht sich ständig an ihn ran, wenn er zu Besuch ist. Dafür kann ich sie einfach nicht leiden, sie ist so eine hinterhältige Ratte. Als ich gerade in mein Zimmer gehen wollte, kam mir Tracy entgegen, mit einer Schere. "Warum warst du in meinem Zimmer?", fragte ich sie. Ehrlich gesagt, ich konnte es mir schon denken. Ich kenne dieses hinterhältige Biest. "Ach, ich habe deine Sachen ein bisschen geändert. Sie sind etwas luftiger!", lachte sie und lief in ihr Zimmer und sperrte sich ein. Ich ging in mein Zimmer und ich konnte meinen Augen nicht trauen. Auf dem Boden lagen meine CHB Tshirts verstreut und total zerschnitten. "Tracy!", schrie ich und schnappte nach meinem Hockeyschläger der in griffbarer Nähe war. Den Göttern sei Dank! "Komm sofort raus du elende Ratte! Oder ich schwöre dir bei Zeus...!", schrie ich und hämmerte gegen ihre Tür. "Was ist denn hier los? Samantha?... Willst du deine Schwester damit erschlagen?", fragte Dad und zeigte auf meinen Schläger. Mist. Er guckte mich sehr wütend mit seinen blauen Augen an. Was sollte ich sagen? 'Ach Vater, mach dir keine Sorgen. Wir spielen doch nur'. "Nein natürlich nicht... Sie hat begonnen! Sie hat meine ganzen Camp-Tshirts zerschnitten!", sagte ich etwas lauter und hysterischer als geplant. "Samantha, das ist deine jüngere Schwester. Ich dachte, du kannst Probleme auch ohne Taten lösen. manchmal klappt das auch nur mit Wörtern. Deine Mutter schafft das, dann schaffst du das auch", erklärte er mir etwas enttäuschend. Ich ballte meine Hände zu Fäusten. Ich hasse es, wenn man mich mit meiner Mutter vergleicht. Dad hat aber Recht, ich darf mich nicht von meiner Wut leiten lassen, das endet nie gut... Ich weiß aber auch, dass ich auch Recht habe. Tracy ist jünger und mir gegenüber respektlos. Sie geht mit mir um, als ob ich eine Gestörte wäre. "Na, hast du dich endlich beruhigt Psycho?", fragte mich meine elende Schwester. "Tracy komm sofort raus", sagte mein Vater etwas ruhiger. Die Tür öffnete sich und Tracy kam raus. Sie sah für ihre 15 Jahre wie 17 aus. Sie hat weizenblonde Haare, blaue Augen, Sommersprossen und sie war nicht so fürchterlich blass wie ich. Ich wirke auf Personen etwas kühl, liegt sehr wahrscheinlich an meinen grauen Augen, weißblonden Haare und meines blassen Teints. Viele denken, dass Tracy ein kleines Sonnenschein ist und ich eine Mörderin. Es ist aber komplett das Gegenteil. Während ich einfach versuche etwas freundlich zu meinen Mitmenschen zu sein, droht und schikaniert sie jeden, der nicht in ihren Augen 'schön' ist. Ich finde das so erbärmlich von ihr. "Ich habe gehört du hast Samanthas ganzen Tshirts für das Camp zerstört. Ich will, dass du sie wieder ersetzt. Du weißt ganz genau, wie viel das Camp für deine Schwester bedeutet. Du wirst dich bei ihr entschuldigen und keine widerrede", redete mein Vater mit ihr. Tracy hatte während des ganzen Gesprächs Tränen in den Augen und war rot wie eine Tomate. Wie immer eigentlich wenn sie wütend war. Sie entschuldigte sich und ich ging ins Zimmer und packte meine Tasche.
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Until the end
FanfictionDas ist eine Luke Castellan Fanfiction, weil ich ihn einfach liebe. :D Es geht um ein 17-jähriges Mädchen namens Samantha Collins. Sie ist seit 2 Jahren mit ihm zusammen. Der Sommer naht und sie freut sich mal wieder ein Sommer mit ihrem Freund zu v...
