Felix sah seine Mitbewohner und Freunde Jakob und David etwas zweifelnd und müde an, von den Strapazen der letzten Tage gezeichnet.
Das Licht des Macbooks brannte bereits unangenehm in seinen Augen.
Postproduktion.
Schnitt.
Bilder von Kathrin sichten.
Für heute jedoch war er fürs Erste durch damit und wollte demnächst so langsam zu Bett gehen, was seine zwei Mitbewohner wohl nicht so sahen, denn sie standen im ganzen Saft vor ihm kumpelhaft nebeneinander und feixten gegenseitig um die Wette.
Anscheinend wollten sie zumindest versuchen, Felix noch für ihr nächtliches Vorhaben, was auch immer es jetzt genau sein mochte,
zu begeistern. Gähnend wiegelte er ab, kam aber nicht umhin, kurz danach gespielt klagend aufzustöhnen, als David breit grinsend aus seiner Bauchtasche ein kleines Tütchen mit grünem Inhalt hinauszauberte.
"Ihr wollt das wirklich wieder rauchen, Jungs?", meinte Felix lachend und schüttelte schließlich mit dem Kopf, noch immer lächelnd.
"Ne, bin heute zu zerstört. Oder auch die nächsten Tage. Aber beklagt euch nicht, wenn ihr wieder so müde seid.", fügte er hinzu und seufzte, während er seinen Nacken in dem Drehstuhl etwas nach hinten sacken ließ und die Beine ächzend streckte.
"Kommt mir aber ja wieder gut nach Hause. Solange ihr euch nicht in Narnia oder so verlauft, Jungs", meinte er noch, winkte beiden zum Abschied und wartete, bis die Tür zu seinem Zimmer zugezogen war.
Das kichernde, gut gelaunte Duo zog angeregt unterhaltend und scherzend die Schuhe und Jacken an und schloss die Haustür plappernd hinter sich, ehe der Ältere ein weiteres Mal aufgähnend den Laptop endlich hinunterfuhr, sich anschließend im Bad bettfertig machte, hoch auf sein Bett kletterte und dort keine zehn Minuten später tief und fest eingeschlafen war.
Ein paar Straßen weiter hatten David und Jako sich auf einer Parkbank niedergelassen, ein paar Bier im Gepäck, bestaunten den Mond und teilten sich, so wie eine Freundschaft es eben auch wollte, eine oder zwei Tütchen, und redeten über Gott und die Welt, nur dass es wohl etwas fantasievoller ausgeschmückt wurde und die beiden guter, wenn nicht sogar ziemlich guter Dinge waren.
"Brudi...", kicherte Jakob dann irgendwann, die Beine weit ausgestreckt, der Sternenhimmel über ihnen, sofern man das in einem Park in einer Großstadt bei Nacht sehen konnte.
Verzweifelt versuchte der Langhaarige gerade, die Kapuze vom Pulli abzusetzen, die er im Laufe des Abends aufgesetzt hatte, und David musste zuerst brummend lachen, ehe er seinem Kumpel endlich half und die Kapuze vom Kopf zog, der Größere mit geschlossenen Augen seine kräftige, blonde Mähne ausschüttelte, den Kopf in den Nacken legte und aus dem urplötzlichen Lachen anfangs gar nicht mehr herauskommen zu schien. Dabei wusste er ja selbst nicht einmal genau, weswegen er so sehr aus vollem Halse lachen musste. Das Geräusch bahnte und bahnte und bahnte sich einfach so aus seiner Kehle, und schließlich holte er atemlos nach Luft.
"Alder, nice. Was war n' das?"
David grinste nur und zuckte mit den Schultern. Er hatte lächelnd seinem Freund beim losgelöstem Lachen zugeschaut und sah dieses wunderbare, leichte Lächeln und die leuchtenden Augen selbst hier noch sehr gut in dem Licht der Laterne.
"Kein Schimmer, Brudi."
"Nice."
Es dauerte wieder einige Zeit, bis beide wieder sprachen.
In dieser Zeit bewunderten sie einfach nur die Silhouetten der Blumen und Bäume und den leuchtenden Mond hoch am Himmel, Jako wünschte sich, er könnte den Mann im Mond einmal sehen, und ihn fragen, wie es von dort oben wohl sein mochte. Und David...
"Es ist echt...schön hier. Hat was...", David wünschte sich, noch ein Bier für den Mut getrunken zu haben. In dem Augenblick hätte er sich viel zu gerne selbst geohrfeigt, weil er schon wieder den Moment so ungeschickt angefangen hatte, und wieder war das eine dieser Möglichkeiten, die er doch nicht schon wieder verstreichen lassen wollte.
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Strunk / Stoned - Drunk
FanfictionUm aktiv den After-Tour-Blues zu bekämpfen, streifen Jako und David durch die Nacht und teilen sich brüderlich, was die Natur so hergibt. Und das Leben. "Unverbesserlich, Jakob. Du bist unverbesserlich. Und so verdammt stoned, Brudi."
