Ich hatte keine Ahnung, das mein Abenteuer mit der Sternenflotte noch lange nicht vorbei war.
Ich war gerade in Atlanta angekommen. Atlanta war zwar eine Großstadt und ich mochte Großstädte nicht wirklich, aber langsam wurde mein Geld knapp, denn immerhin hatte ich die letzten 8 Monate nicht gearbeitet. Ich war hier und da gewesen, oben in Canada war es zwar schön gewesen, allerdings fühlte ich mich doch wohler, wenn ich auf dem Grund der USA mit meinem Motorrad fuhr. Außerdem hatte ich in Großstädten eine bessere Chance akzeptiert zu werden. Auf dem Land gab es wenige Außerirdische und ich wurde oft für einen gehalten, dank meines speziellen Aussehens. Zwischenzeitig hatte ich meine Haare versucht dunkel rot und schwarz zu färben, leider war dieses Vorhaben kläglich gescheitert. Die Farbe fand keinen Halt an meinen Haaren, und deshalb waren sie nach einem mal Waschen genauso weiß, wie vorher.
Langsam fuhr ich mit meiner Maschine die Straßen dieses Viertels entlang. Es war ein wenig zwielichtig hier, aber mehr konnte ich mir in dieser Stadt wohl nicht leisten. Ich fand ein Mehrfamilien Haus, am Rand eines etwas besseren Wohngebietes. Vor der Tür stand groß "Wohnung zu vermieten" ich schrieb mir die Nummer auf und beschloss mich später dort zu melden.
Mein weiterer Weg führte mich ins Zentrum. Ich wollte mir erstmal einen Überblick verschaffen, bevor ich mich dazu entschloss hier zu bleiben. Atlanta hatte seit einigen Jahrzenten auch eine Universität, die erst vor kurzem wieder erneuert wurde, was viele junge Leute anzog. Unter anderem konnte man hier diese Galaxie studieren. Viele von den Studenten hofften hier Erfahrung zu sammeln, um dann von der Sternenflottenakademie akzeptiert zu werden. Ich habe erst in den letzten Monaten wirklich realisiert, wie außergewöhnlich es war, dass ich einfach so dort einen Platz bekommen hatte.
Ich hoffte insgeheim, dass ich hier bei der ‚Star Group & Operations' einen Job finden würde. Diese Firma stellte neue Produkte her, testete sie im All und pflegte auch den Kontakt zu den Kolonien auf den anderen Planeten. Ich liebte das All trotz Allem noch immer bedingungslos. Ich vermisste den Ausblick, den ich von meiner Kabine gehabt hatte. Jeden Abend, bevor ich schlafen ging, schaute ich hoch in die Sterne und schwelgte in Gedanken und Erinnerungen. Meine Mutter hatte mir als Kind immer wundervolle Märchen über das All erzählt. Seit der Zeit an der Akademie, dachte ich so oft an meine Mutter, wie nie zuvor seit ihrem Tod. Sie war allerdings nicht die Einzige, die mir im Kopf rumspukte.
Ich parkte mein Bike gegenüber von einem Amt für Immobilien. „Guten Tag, was kann ich für sie tun?" fragte eine gespielt freundliche Stimme, die zu einer blonden, jungen Frau gehörte, die viel zu viel Make-up trug und nun vom Empfang hochblickte. Ich erwiderte ihr gequältes Lächeln nicht. „Ich suche nach einer 1 Zimmer Wohnung." Sagte ich trocken. „Zweiter Stock und dann den Gang entlang und rechts. Der Fahrstuhl befindet sich dort drüben"- sie zeigte auf den nicht zu übersehenden Eingang zu den Fahrstühlen. -„Drücken Sie einfach auf die 2, falls sie Hilfe brauchen kann ich auch einen Assistenten bitten, Ihnen zu helfen." Ich hatte leicht den Eindruck, dass sie nicht ganz erkannte, dass ich keine alte Frau war, denn sie sprach mit mir, als ob ich geistesgestört oder minderbemittelt wäre. Ich wurde wütend. „Haben sie keine Kontaktlinsen drin, oder sind sie einfach nur dumm wie Stroh?!" fragte ich aggressiv. Doch bevor sie antworten konnte, drehte ich mich zu den Treppen und verschwand nach oben.
Ich saß nun schon seit gefühlten Stunden hier draußen, und wartete darauf, dass ich endlich ein Gespräch mit einem der Verwalter bekommen könnte. Plötzlich ging die Tür auf und ich war so glücklich, denn ich wusste, dass ich als nächstes dran war. Der Sachbearbeiter trat heraus und gab einem älteren Herren die Hand und verabschiedete sich freundlich: „Keine Ursache Mr. McCoy! Für Sie immer wieder gern!" Meine Ohren spitzten sich. ‚McCoy'?! Hatte ich das gerade richtig verstanden? Ich versuchte mich selbst zu beruhigen. McCoy gab es mit Sicherheit öfters! Dann könnte es doch auch passieren, dass man mal einem über den Weg lief... Dann war ich an der Reihe und ich folgte dem Sachbearbeiter in sein Büro.
Es dauerte eine Weile dem Herren zu erklären, dass ich keine Identidikationsppapiere besaß, was ich eigentlich tat, aber ich hatte die letzten 8 Monate auch unter falschen Identitäten gelebt. Ich wollte nicht, dass eventuell Pike mich finden könnte und mich doch davon überzeugen könnte, wieder zur Sternenflotte zurück zu kehren. Er bräuchte nicht viel Überzeugungskraft, denn ich vermisste meinen Job. Und Uhura und auch alle anderen und alles andere. Aber es war nicht meine Welt, ich gehörte dort nicht hin. Ich war kein Teamplayer...
Im Endeffekt gab der Sachbearbeiter mir einige Adressen, bei denen ich mich melden könnte und riet mir inständig, mir neue Papiere machen zu lassen. Ich bedankte mich und verließ das Büro und das Gebäude, allerdings nicht ohne die nette Dame vom Empfang noch einmal mit meinem Blick zu töten.
Das Wetter war fantastisch und ich entschied mich dafür, in die Stadt zu gehen und mich bei einen oder zwei Restaurants zu bewerben und mir vielleicht etwas zu essen zu suchen. Im Endeffekt lief ich von Restaurant zu Restaurant und bekam bei fast allen eine sofortige Abfuhr. Als ich wieder auf meinem Motorrad saß überlegte ich: ‚Naja, ich war sowieso nicht so sehr der Mensch für Restaurants. Bars waren mehr meine Welt. Apropos Bar...'
Ich beschloss mir nach diesen Anstrengungen einen Drink zu genehmigen und ein wenig im Internet zu recherchieren. Inzwischen war es auch schon dunkel geworden und ich beschloss mir später ein Motel zu suchen. Ich parkte mein Ein-und-Alles direkt vor der dunkelroten Tür einer angenehmen wirkenden Bar, in Zentrums Nähe. An der Tür hing ein Schild "Barkeeper/-in gesucht". Ich hatte das Gefühl, dass das Glück mich heute verfolgte. Ich ging durch die Tür und setzte mich direkt an die Bar. Ich spürte wieder einmal alle Blicke auf meinem Rücken und ich hörte das Getuschel. Alles so wie immer. Der einzige Ort, an dem mir das nie passiert war, war in San Francisco.
Ein junger, gutaussehender, lächelnder Barkeeper kam zu mir und fragte freundlich: "Was darfs sein, meine Hübsche?" Ich bestellte mein Standart-Getränk -Whisky, neat- und fing ein lockeres Gespräch mit dem Barkeeper an. Da er zwischendurch noch die Tische bedienen musste, verfolgte ich nebenbei meinen Plan, im Internet nach alternativen Jobs und Wohnmöglichkeiten zu suchen. Der Barkeeper, der Jacob hieß fand es nicht so schlecht, dass ich direkt vor im saß und er fing an mit mir zu flirten. Ich nutzte doe Gelegenheit und fragte ihn nach dem Job, der an der Tür aushing. Er lächelte und antwortete: „Ich kann mir gut vorstellen, dass eine hübsche junge Frau, wie du hier perfekt her passen würdest." Er zwinkerte mir zu und das erste Mal an diesem Abend zogen sich meine Mundwinkel nach oben. Jacob wurde zu einem Tisch weiter hinten gewunken und so beschloss er gleich noch eine Runde durch die Tischreihen zu ziehen. Als er jedoch das nächste Mal wieder vor mir stand, reichte er mir plötzlich einen Tee mit Milch und Honig.
Geschockt starrte ich ihn an. "Woher... ?" Doch ich kam gar nicht dazu den Rest der Frage zu stellen, denn Jacob nickte mit dem Kopf in meine Richtung und schaute auf jemanden der hinter mir stand. Langsam drehte ich mich um und schaute in ein altbekanntes Paar Augen...
Ich hoffe dass euch das 2. Buch mindestens genauso gut gefallen wird, wie das erste! ❤
-DrDerBullshitologie
STAI LEGGENDO
STAR TREK FF 2 - Zwischen den Welten
FanfictionDies ist der zweite Teil meiner Star Trek Fan Fiction. Es wird auch weiterhin eine Geschichte mit Humor, Spannung und voll von Emotionen sein. Ich hoffe, dass euch dieses Buch genauso gefallen wird, wie das erste. Ich möchte euch Leser auch weiterh...
