Keine Zeit für Emotionen.
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Leise drückte ich die Türklinke hinunter, um die Tür darauf hin langsam zu öffnen. Eine unangenehme Dunkelheit kam mir entgegen.
Vorsichtig bahnte ich mir den Weg von der Zimmertür zum Bett meiner großen Schwester.
Ich hörte ihr leises und regelmäßiges Atmen. Sie lang mit dem Rücken zu mir, weswegen ich ihr Gesicht nicht sehen konnte - wobei ich das bei der Dunkelheit auch so sicherlich nicht wirklich erkennen würde.
"Was ist los, Kilian?", ich zuckte zusammen, als ihre zarte Stimme ertönte. Warum ist sie noch wach?
Sie drehte sich um, bevor sie sich aufsetzte und meine Hände - mit welchen ich gerade noch herum gespielt hatte, in ihre nahm.
"Was ist los?", fragte sie wieder, da ich ihr noch keine Antwort gegeben hatte. Ich hörte auf mir auf der Unterlippe herum zu kauen und sah vom Boden auf in ihr Gesicht.
"Albtraum.", verließ es hauchend meinen Mund, meine Stimme hörte sich vom weinen kratzig an.
Sie nickte, stand auf und lief langsam mit mir durch ihr Apartment zur Küche - welche sich so gesehen im Wohnzimmer befindet.
Sie schaltete das Licht an und lief zum Kühlschrank, währenddessen setzte ich mich an den Tisch.
Stumm beobachtete ich sie wie sie uns beiden einen Kakao machte.
Ihre langen braunen Haare hatte sie zu einem lockeren Dutt gebunden, welcher bereits dabei war aus einander zu fallen.
Mein Blick huschte zur silbernen Uhr, welche Mulan an der Wand hängen hatte.
03:28 Uhr.
In ca. 7 Stunden würde sie mich zurück nach Hause fahren, ich will nicht nach Hause. Ich will hier bleiben.
Mein Blick richtete sich wieder auf Mulan. Und wieder fragte ich mich, wieso dieses Mädchen Single ist.
"Also, über was hast du geträumt?", ertönte ihre Stimme während sie mir den warmen Kakao mit Mini Marshmellows zu schob.
Stimmt, über was hätte ich noch einmal geträumt? Ich strenge meinen Kopf an, jedoch fiel es mir nicht mehr ein.
"Du hast es vergessen?", ich nickte stumm auf ihre Frage hin. Auf ihren Lippen machte sich ein kleines schmunzeln breit.
"Wie läuft die Schule zur Zeit Kilian?", ich trank einen Schluck aus meiner Tasse und genoss das Gefühl der Wärme die meine Speiseröhre hinunter floss.
"Ganz gut eigentlich, ich bin frühmorgens nicht mehr müde und gehe nach der Schule nicht mehr direkt schlafen. Ich kann mich auch viel besser konzentrieren als vorher und komme im Unterricht gut mit. Dankeschön Mulan.", erzählte ich glücklich.
Sie schien überrascht.
"Für was bedankst du dich?", sie zog verwirrt eine Augenbraue in die Höhe.
Ich wartete deinen Moment bevor ich antwortete, da ich kurz alles zusammen sammeln musste.
"Naja dafür, das du mir immer hilfst und zuhörst, egal wie spät es ist. Und ich weiss es geht dir selbst nicht so gut, trotzdem kümmerst du dich um mich.", murmelte ich leise und sah auf meine Tasse, welche ich in den Händen hielt.
Mein gegenüber schüttelte lächelnd den Kopf.
"Dafür musst du dich nicht bedanken Kilian, du weißt dass das Selbstverständlich für mich ist und ich will das es dir gut geht.", wir hielten für einen Augenblick Blickkontakt, ehe ich nickte.
Wir redeten noch einige Stunden bevor wir uns dazu beschlossen, uns noch mal hin zu legen und wenigstens ein paar Stunden Schlaf haben.
Danke, Mulan.
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catch me
Teen Fiction"Es heißt doch, alles im Leben passiert aus einem bestimmten Grund. Manchmal würde ich gerne wissen, was der Grund war"
