Erwachen

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Dialga erwachte aus einem tiefen und langen Schlaf. Er sah sich um. Was er entdeckte, ließ ihn kurz stocken. Er befand sich in einer riesigen, steinernen Ruine und er erinnerte sich, dass diese Ruine, die einst ein stattliches Schloss war, schon seit Urzeiten seiner Familie gehörte. Sie befand sich auf dem höchsten Berg, den das Pokémon mit seinen zarten 100 Jahren jemals gesehen hatte.

Plötzlich schwebte vor seiner Nase ein seltsames, blaues Schlangenwesen herein. Er glaubte, sich daran zu erinnern, dass es ein Dragonir war. Diese weißen Schwingen am Kopf, diese schönen Perlen an der Schwanzspitze, einfach ein wunderschönes Pokémon.

"Hey, morgen" rief es ihm fröhlich und aufgeweckt entgegen.
"Hmm, ebenfalls" brummte Dialga zurück und gähnte einmal herzhaft. "Was willst du?"
"Ach, ich kam gerade durch Zufall hier vorbei und dachte, dass diese Ruine doch wirklich majestätisch aussieht. Da wollte ich sie mir mal von innen anschauen. Und siehe da: ein voll verpenntes Pokémon. Also dachte ich mir, sage ich doch einfach mal 'Hallo'. Aber ich weiß nicht. Du wirkst auf mich, als hätte ich dich schon einmal irgendwo gesehen..." erwiderte das Dragonir nachdenklich. Das Pokémon ließ sich neben Dialga auf einem Felsen nieder.
"Okay, du scheinst gerne zu reden" sagte Dialga genervt und streckte sich einmal komplett. Seine Knochen knackten und er grinste das Dragonir an.
"Ja, ich mag es. Hast recht. Und dich... dich mag ich auch, denke ich..." Das Dragonir wirkte ein wenig abwesend, während es so vor sich hin schwadronierte. "Warte mal! Bist du nicht Dialga? Das Legendäre Dialga? Oh man, ich glaube, ich kenne deine Brüder!" rief das Dragonir aus. "So weit ich weiß, herrscht dein Bruder Giratina gerade über die drei Dimensionen und hält Palkia in seiner Dimension gefangen" erzählte das Dragonir weiter, doch Dialga hörte schon garnicht mehr zu. Das, was das Dragonir gerade erzählt hatte, löste eine jähe Erinnerung in ihm aus, die ihn überrannte, wie ein Tsunami eine Stadt überflutete.

Er sah sich auf die Erde fallen. Sein Bruder Giratina hatte rot glühende Augen und lachte boshaft, während Dialga Richtung Erde fiel.

Das Dragonir riss ihn aus seiner Erinnerung: "Hä? Aber bist du nicht eigentlich tot?" Es starrte Dialga entsetzt an, so als hätte es soeben einen Geist gesehen.
"Was? Hä?" fragte Dialga verwundert und dachte an die Erinnerung, die es gerade hatte. Ein merkwürdiges Gefühl kroch in ihm hoch, welches er nicht imstande war, zu beschreiben.


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Quelle: http://orig00.deviantart.net/dd80/f/2011/158/e/0/bored_dialga_is_bored_by_legend13-d3ibilj.png

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