Kapitel 1

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Okay.. Wo fange ich am besten an? Gehen wir einmal ganz weit in der Zeit zurück - In die Zeit, wo alles begann - zurück in die 7. Klasse.


Ich bin Schülerin auf einem Gymnasium, habe ganz gute Noten und eine gute Freundin. Das Problem ist nur - Sie geht auf eine andere Schule. Ich kenne Adriana seit der 1. Klasse und wir wollten auch nach der Grundschule weiter auf eine Schule gehen, zusammen aufwachsen, Geschichte schreiben. Für sie geht es allerdings auf eine Eliteschule, auf die ich einfach nicht hingehöre. Es ist eine Schule bei der man sich die Annahme erkaufen muss. Nur wer Geld hat wird die Möglichkeit gewährt auf diese Schule zu gehen. Abgesehen davon, dass meine Eltern nur durchschnittlich viel verdienen und mein großer Bruder und ich auf eine Schule gehen sollen, hätte ich gar nicht auf diese Schule gewollt. Die ganzen versnoppten Kinder, die sich für etwas besseres halten - Nein. Das wär nichts für mich. Da könnte ich absolut nicht mithalten. Ich bin... anders.. Zumindest sehen das meine Klassenkameraden so. 

Wir haben Montag morgen und ich sollte mich so langsam für die Schule fertig machen. Genüsslich esse ich noch eben mein Nutella Brot auf und gehe ins Bad Zähneputzen. Was soll ich denn heute anziehen, würden sich normale Mädchen in meinem alter fragen und gefühlt eine Stunde vor dem Kleiderschrank stehen. Ich hingegen, nehme mir einfach irgendwas aus dem Schrank. Heute ist es eine schwarze Hose und ein pinker, relativ breit geschnittener, Pulli. Mit meinem großen Blümchen Schulranzen bestückt, gehe ich in den Flur und ziehe mir meine nagelneuen Sneaker an. <<Hoffentlich werden sie den anderen gefallen. Ich will nicht, dass sie wieder lästern und alles an mir schlecht machen..>> Das war alles, was ich dachte. Und tatsächlich! Ich bekam ein Kompliment hintereinander für meine neuen Schuhe, doch es half auch nicht wirklich. Eine Stunde, nachdem jeder sie gesehen hatte, war ich wieder alleine und sah nur die Blicke der anderen, wie sie verächtlich auf mich herabschauten und ständig etwas zu der Person neben sich flüsterten.. Es war also alles, wie immer.

Ich weiß genau, würde ich mich dazustellen und versuchen mitzureden, würden sie entweder woandershin gehen oder mich einfach ignorieren

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Ich weiß genau, würde ich mich dazustellen und versuchen mitzureden, würden sie entweder woandershin gehen oder mich einfach ignorieren. Ich habe keine Ahnung wieso, aber ich weiß, wer das alles anleitet. Ihr Name ist Julia und sie hat am selben Tag, wie ich Geburtstag. Ich liebe meinen Geburtstag - wirklich, aber manchmal wünschte ich, ich hätte einfach an einem anderen Tag Geburtstag. Es ist schrecklich zur Schule zu gehen und von niemanden beachtet zu werden. Alle tanzen um Julia herum und bringen ihr die wunderschönsten Geschenke mit. Ich will auch gar keine Geschenke oder so. Ich will nur ein kleines bisschen Aufmerksamkeit an meinem Geburtstag. Ich will doch nur, dass wenigstens ein paar Leute an mich denken und mir wenigstens "Herzlichen Glückwunsch" sagen.

 Die Unterrichtsstunden zogen sich wieder so lange, wie immer in die Länge. Heute hatte ich Mathe, Kunst, Religion und Englisch. Auf dem Weg nach Hause traf ich meinen kleineren Bruder, Basti. "Na, Tina!", ruft er. "Hey, Basti. Wie war denn dein Schultag? Hast du viele Hausaufgaben auf bekommen?", frage ich ihn. Eigentlich interessiert mich die Antwort überhaupt nicht, weil ich mal wieder an nichts anderes als an Julia denken kann. "Tina? Hallo?", höre ich Basti sagen und wurde aus meinen Gedanken gerissen. "Ähm, ja? Sorry.. War gerade in Gedanken. Was hast du nochmal gesagt?" "Ist egal.", sagt er nur noch und geht zu seinen Klassenkameraden, die auch in die gleiche Richtung, wie wir müssen. Und schon wieder bin ich alleine.. 

Zuhause angekommen, gehe ich direkt in mein Zimmer, schließe die Tür ab, um nicht gestört zu werden und fange an meine Hausaufgaben zu machen. Ich bin eine vorbildliche Schülerin - Also, was Hausaufgaben, Tests und Klassenarbeiten angeht. Meine mündliche Mitarbeit lässt allerdings zu wünschen übrig. Ich traue mich einfach nicht, den Arm zu heben.. Ich kann nicht mal genau sagen, ob das an Julia und meiner Klasse liegt oder nicht. 

Gerade mit den Hausaufgaben fertig, höre ich auch schon meine Mama mich und meine Familie zu essen rufen. Schnell stehe ich auf und laufe in die Küche. <<Ach, wie das duftet! Röstkartoffeln mit Fisch und Gemüse>>. Meine ganze Familie sitzt schon am Tisch und auch ich setzte mich schnell dazu, wünsche allen einen guten Appetit und fange mit dem Essen an. Im allgemeinen esse ich sehr gerne. Das ist auch der Grund, warum ich ein paar Kilo mehr auf den Rippen habe. Meine Mama sagt immer, dass wenn ich ein bisschen abnehmen würde, Julia auch ganz anders mit mir umgehen würde. Außerdem sollte ich mehr aus mir herauskommen, statt schüchtern, alleine auf der Treppe zu sitzen und ein Buch zu lesen. Eigentlich findet Mama es sehr gut, dass ich gerne viel lese, aber dadurch und durch schlechtes Licht, habe ich es geschafft, meine Seefähigkeit einzuschränken, sodass ich in so jungen Jahren schon eine Brille brauche. 

Zudem schminke ich mich auch nicht, weil ich finde, dass ist was für etwas ältere Mädchen und wir, mit unseren 12 Jahren, sind da noch zu jung für

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Zudem schminke ich mich auch nicht, weil ich finde, dass ist was für etwas ältere Mädchen und wir, mit unseren 12 Jahren, sind da noch zu jung für. Julia und die anderen Mädchen finden das aber cool und hübsch, sodass sie jeden Tag so aussehen, als würden sie eine Maske auf dem Gesicht tragen, um ihr eigenes zu verstecken.

Keine Ahnung, wie lange ich das mit diesen hochnäsigen Zicken, die sich für was besseres halten, noch aushalte. Und da kam mir eine Idee "Mama? Wie kann man eigentlich die Schule wechseln?", frage ich meine Mama. "Ach, Schätzchen.. So leicht ist das nicht und man kann auch nie wissen, ob es auf der neuen Schule besser werden wird.", antwortet sie mir mit betrübter Miene. "Viel schlimmer kann es gar nicht mehr werden.", antwortete ich, ohne nachzudenken. "Okay. Bist du dir auch ganz sicher, dass du das willst?", fragt sie besorgt. "Ja, Mama. Ganz sicher." Da musste ich nicht mal lange nachdenken und mein Beschluss stand fest. Ich will und werde die Schule wechseln und meine zweite, neue Chance effektiv nutzen. 


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Das erste Kapitel ist fertig. 

Wie findet ihr es? Habt ihr Verbesserungsvorschläge? ❤

Alles Liebe,
eure Black Angel 😙

Growing up - Das Leben kann hart sein, aber dennoch wunderschönStories to obsess over. Discover now