08:00 Uhr aufstehen. 08:30 frühstücken. 09:00 morgendliche Untersuchung. 10:00-12:00 Freizeit.
12:10 Mittagessen. 13:00 Selbsthilfegruppe.
Nachmittag frei. 18:30 abendliche Untersuchung. 19:00 Abendessen.
22:00 Bettruhe.
Mein Tagesablauf sah schon seit neun Wochen genau gleich aus. Mit der einzigen Änderung, dass ich seit zwei Wochen die Selbsthilfegruppe besuchen muss, was echt richtig unnötig war. Helfen würde es mir nicht, das Leid der anderen zu hören. Und ihnen sicher auch nicht. Aber das war nun mal Tagesordnung und bei Verstoß wurde einem die Besuchszeit gekürzt. Diese Regel war für mich jedoch nicht von großer Bedeutung, da ich nicht sonderlich scharf drauf war, Besuch zu bekommen.
Meine Mum würde nur wieder ihr gespieltes Lächeln aufsetzen und so tun als interessiere sie sich für mein Leben hier drinnen, was eigentlich nicht der Fall war. Dann würde sie sich mit der Ausrede, einen geschäftlich wichtigen Termin zu haben, verabschieden und so schnell es geht verschwinden. Mein Dad würde sich gar nicht erst die Mühe machen, seine gestörte Tochter zu besuchen. Außerdem wusste seine neue Frau gar nichts von mir und das sollte seiner Meinung nach auch so bleiben. Einen Bundesstaat weiter und er denkt, ich gehöre nicht mehr zu seinem Leben. Aber das soll mir recht sein.
Und mein Bruder? Jeremy kommt mich ab und an besuchen. Ich war ihm nicht peinlich und er war gerne bei mir.
Einer der wenigen freiwilligen Besucher, die ich hatte.
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Beyond imagin
Teen FictionAbseits der Außenwelt ist es oft einfacher, allein zurecht zu kommen. Wenn du hier drin bist, schaut dich keiner mehr komisch an. Für die bist du normal. Ob du nun in der Ecke sitzt und vor dich hin wippst, oder im Aufenthaltsraum mit Gläsern um...
