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Wie es begann

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Die Nacht wich dem Tag und es dauerte nur noch ein paar Stunden bis er seinen Morgendlichen Rundgang machen würde.

Gerne hätte sie noch weiter geschlafen und sich in der Welt ihrer Träume in Sicherheit gewogen, doch zu schwarz waren die Gedanken die sie umkreisten.

Warum musste es gerade sie sein? Warum war gerade sie dazu verdammt diese Gräueltaten über sich ergehen zu lassen?

Es waren Fragen ohne Antworten.

Nach einer gefühlten Ewigkeit trat er durch ihre Tür, er hatte die Schlüssel jeder Räume.

„Guten Morgen FEM wie geht es dir heute?"

Sagte er mit geheucheltem Interesse.

Sein Haar war blond und seine Augen so dunkel, dass sie fast schwarz wirkten, außerdem war er sehr groß und schlank.

FEM... Sie hasste diesen Namen, den man ihr gab.
Sie erinnerte sich nur noch sehr schwach an die Welt außerhalb .

Sie erinnerte sich, dass sie einen Verlobten hatte, den sie heiraten wollte, an wunderbare Schwestern und Brüder und fantastische Eltern , doch wurde ihr kleines Dorf, dass fernab von allem lag zerstört und niedergebrannt.
Die Leute die dort lebten flohen, doch fast über die Hälfte fand den Tot.

Tränen kullerten ihr bei dem Gedanke über ihre Wangen und sie wünschte sich in die Vergangenheit zurück.
Die Menschen waren grausam, sie würde nie wieder einem von ihnen vertrauen das wusste sie, doch wusste es auch ihr Herz?

Sie konnte sich ihre Fehler nicht eingestehen, auch wenn sie in Wirklichkeit wusste, dass sie die Schuld dieses verhängnisvollen Tages trug, so verbarg sie sie hinter einem Schleier aus Lügen.

Nun jedoch, war sie an diesem Ort und sie fror, nicht etwa weil ihr kalt war, nein, sondern weil ihr es hier wo sie war einfach nicht gut ging.
Zu allem übel sollte auch noch bald ihr Baby geboren werden...Hier, in dieser dunklen kalten winzig kleinen Welt.
Sie verspürte zwar einige Glücksmomente, doch der Gedanke daran ließ sie erschaudern.

Keine Mutter der Welt würde dies seinem eigenen Kind wünschen, vor allem nicht mit dem Wissen, dass man es als Versuchskaninchen benutzen würde.

Erneut rannen Tränen ihre Wangen hinab, gefolgt von einem unwillkürlich leisen Schluchzen.

„Sooo FEM, ich bin nun fertig mit den Routine Untersuchungen, alles ist okay".

Sagte er, machte auf dem Absatz kehrt und und lies die arme Frau weinend dort sitzen wo sie war.

Sie war so in Gedanken versunken gewesen, dass sie gar nicht merkte, dass er mit den Untersuchungen fertig war.

FEM wischte sich ihre Tränen aus dem Gesicht erhob sich aus dem Stuhl und stellte sich auf ihr Bett.

Es war sehr weich und ehrlich gesagt auch gemütlich.
Ihre Ellenbogen abgestützt auf der Fensterbank sah sie durch das viel zu kleine Fenster.
Der Himmel weinte und die die flauschig aussehenden weißen Schäfchen, die dort oben schwebten, waren in den Farben der Trauer getunkt.

Nun sah sie die Welt wie sie alle sahen Grau, in schwarz - weiß.

Sie hasste Regen Tage.

The death of colorsHistórias para pegar e não largar. Descubra agora