Widmung:
meine Wüstenblume.
Prolog
Als ich 17 war habe ich Emily Jones kennen gelernt. Sie war rein hübsches Mädchen und ist es wahrscheinlich immer noch. Sie hat mich, rückblickend, einiges gekostet: Meine Unschuld, mein gutes Herz und meine Gefühle, aber ich will nicht vorgreifen,...
1 - Anfang vom Ende
Als Emily das Klassenzimmer betrat, war sie ein Engel für mich. Als sie durch die Tür schritt wurden Ihre blonden Haare von einem Lufthauch durch gewirbelt und von den Leuchtstoffröhren im Gang angestrahlt. Sie sah aus als ob sie geradewegs aus dem Himmel kommen würde und einen Heiligenschein auf hätte.
Das war Emily's erster Auftritt und er war wirklich preis trächtig. Ich musste sie anstarren als sie durch die reihen auf ihren neuen Platz zu ging.
Ich war schon immer ein aufmerksames Kind. Und so entging mir nicht das sie tiefe Augenringe hatte. Auf den zweiten Blick sah sie nicht mehr ganz so schön aus wie auf den ersten. Ihre Haare, die vorhin zu einem Heiligen Schein wurden, sah ich nun, waren stumpf und zerzaust. Ihre Arme waren so dünn das ich glaubte unter der haut den Knochen zu sehen und ich dachte einen Moment ich würde unter Ihrem Ärmel einen blauen Fleck herausstechen sehen.
Ich war auch schon immer ein merkwürdiges Kind. Obwohl sie so aussah, wie sie aussah, mit all ihren unübersehbaren Problemen die unter ihrer Oberfläche brodelten, konnte ich meinen Blick nicht von Ihr abwenden und war ihr, so sagt man glaube ich, verfallen.
Sie saß einen Tisch neben mir und den ganzen restlichen Tag machte ich nichts anderes als sie unauffällig anzusehen. Fast anzustarren. Im nach hinein bin ich mir sicher, das sie ständig gewusst hatte, das ich sie ansah. Ich glaube Frauen spüren das immer, wenn man sie ansieht.
Der Tag ging vorbei und Emily war das einzige woran ich dachte als ich nach Hause ging. Zu Hause, das waren ein Fernseher, eine Mutter die davor saß und ein warmes Essen das sie auf den Tisch gestellt hatte, das ich schweigend aß. Mein Vater kam immer erst spät Abends nach Hause.
Schweigend ging ich auf mein Zimmer und legte mich auf mein Bett und als es bald dunkel wurde, machte ich das Licht aus und stellte mir Emily's Gesicht vor das in der Dunkelheit über mir schwebte.
Am nächsten Tag ging ich mit pochendem Herzen zur Schule. Ich konnte es kaum erwarten, sie wieder zu sehen. Gewöhnlicherweise ging ich immer früher zur Schule als ich da sein musste. Zu Hause bei mir war es in der Früh meist sehr ungemütlich, denn es war die einzige Zeit in der mein Vater auf meine Mutter traf.
Beide waren sie sehr unglücklich, aber sie waren einfach nicht unglücklich genug sich dies ein zu gestehen. Trennung, ich glaube dieses Wort dachten sie nicht einmal.
Es war am Ende des Sommers und der Herbst hatte schon Einzug gehalten. Die Bäume hatten Ihre Blätter verloren und der Wind wurde von Tag zu Tag schneidender und manchmal dachte ich, der Wind würde mir unter die Haut schneiden.
Die Häuser an denen ich vorbei kam waren nicht neu, aber sie waren auch noch nicht wirklich alt, sie sahen nur ungepflegt aus. Die Fenster milchig, die Ziegelwände überzogen von einem schmierigen Grau. An den Wänden hingen Plakate, aber die meisten waren nur noch Fetzen, schon weg gewaschen vom Regen. Der kalte Wind trieb einige abgerissene Plakate vor sich her und ich genoss das Rascheln des trockenen Papieres zusammen mit dem des Laubes das bunt überall auf dem Boden lag und jetzt weg geweht wurde.
Es war noch früh und der Tag hatte noch nicht richtig angefangen. Die Sonne war kurz vor dem aufgehen und mir gefallen diese Momente. Dieses schummrige Licht, dieses Gemisch aus schwachen Sonnenstrahlen und dem letzten Rest der sparsamen Straßenleuchten. Ich war erst 13 aber ich hatte schon angefangen zu rauchen. Ich mochte es den bitteren Rauch ein zu atmen, ihn zu schmecken und dann genüsslich wieder hinaus zu pusten. Ich war 13 und ich rauchte weil es mir schmeckte und weil es mich beruhigte. Ich war wirklich ein merkwürdiges, ja gestörtes Kind.
YOU ARE READING
Ark - Der Sturm
FantasyJack ist ein junger Mann. Die erste Liebe soll fur ihn mehr als nur ein leidenschaftliches Abenteuer werden, denn daraus entwickelt sich ein noch viel größeres Abenteuer. Er wird in die Stürme einer Welt geschleudert die kurz vor dem Zusammenbruch s...
