1. Herklopfen

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Nun stehe ich hier, alleine in meiner ersten eigenen Wohnung. Mein Geburtstag steht vor der Türe und ich wollte auch nicht für immer bei meiner Mutter leben. Mit 24 sollte ich endlich mal anfangen alleine für mich sorgen zu können. Um ehrlich zu sein, habe ich sehr große Angst davor. Haushalt ist nicht meine größte Stärke. Was wenn ich es verbocke? Es bringt nichts, zum kneifen ist es jetzt auch zu spät. Nun stehe ich hier, mit meinen ganzen Umzugskartons, in meiner ersten Wohnung. "Eigentlich hab ich echt keine Lust jetzt alles auszuräumen" murmele ich vor mich hin. Als erstes könnte ich mich bei meinem neuen Nachbarn vorzustellen. Eigentlich will ich mich ja nur vor dem Auspacken drücken. Irgendwann muss ich ja damit anfangen, doch zuerst stelle ich mich mal besser vor. Es ist besser seinen Nachbar zu kennen, bei einem Notfall wäre es gut wenn ich wenigstens einen kenne. Was zum Essen anbieten kann ich nicht, da mein Kühlschrank momentan aus Wasser und einigen Bananen besteht. Warum mir Mutter nur Bananen zu essen gegeben hat, verstehe ich auch nicht. Mit meinem Hausschlüssel gepackt gehe ich aus meiner Wohnung und stehe nun vor der Türe meines Nachbarn. Das hat nicht einmal eine Minute gedauert, da es direkt neben mir ist. Meine Wohnung liegt im 2 Stock. Rechts von mir ist direkt das Treppenhaus, links von mir mein Nachbar. Soll ich jetzt nun klopfen oder nicht? Wieso habe ich denn so eine Angst? Eben wollte ich es noch und jetzt bin ich mir nicht mehr sicher. Es könnte sich hinter der Türe ein Serienkiller verbergen und keiner merkt das! Es ist alles möglich in Hamburg! Komm schon Manuel! So schlimm kann es ganz sicher nicht sein! Ich nehme all mein Mut zusammen und Klingel. Eigentlich bin ich immer recht offen und sage das was mir durch den Kopf geht aber ich merke selber das ich gerade etwas Angst habe. Ich höre Schritte, anfangs leise, doch desto näher sie kommen umso lauter werden sie. Plötzlich höre ich nichts mehr, die Person ist sicher stehen geblieben, nun sehe ich wie sich die Türe langsam öffnet. Gespannt warte ich drauf wer sich hinter dieser Türe verbirgt. Als die Türe offen ist, sehe ich einen großen, braunhaarigen und leicht muskulösen Mann dort stehen. "Was kann ich für Sie tun?" Fragt der Fremde mit seiner sanften Stimme. Mein Kopf hebe ich hoch um in seine braunen Augen sehen zu können, ich will ja nicht unhöflich sein. Er lächelt mich an und wartet sicher auf eine Antwort von mir. "Ich bin ihr neuer Nachbar Manuel.." ich halte ihm meine Hand hin "..ich wollte mich vorstellen und auf eine guten Nachbarschaft wünschen" antworte ich ihm mit einem Lächeln. Recht schnell greift er nach meiner Hand. "Auf eine gute Nachbarschaft Manuel" sagt er während er meine Hand schüttelt. Er hat wirklich große und kräftige Hände. Mein Blick wandert von seinen Augen zu unseren Händen. Wie lange will ich seine Hand noch schütteln? Ich löse mich schnell und blicke wieder in seine Augen. "Dürfte ich freundlicherweise auch wissen wie du heißt?" Frag ich ihm. Er grinst nur und antwortet "Mein Name ist Patrick, Merk ihn dir gut, du wirst ihn den ganzen Abend schreien" beim letzten Satz zwinkert er mir mit einem frechen grinsen zu. Langsam merke ich eine starke Wärme in meinem Gesicht. Er fängt lautlos an zu lachen. "Du musst doch nicht sofort rot anlaufen, das war nur Spaß!" Bekommt er beim Lachen noch raus. Erst jetzt bemerke ich auch mal, dass ich hier knallrot wie eine Tomate rumstehe. "Entschuldigung ich muss weiter auspacken!" Sage ich ihm bevor ich ruckartig in meine Wohnung gehe. Noch an der Tür angelehnt, höre ich mein Herz klopfen. Meine Hand lege ich auf meine Brust, direkt an meinem Herzen. "Was soll der Mist?" Murmle ich.

Unter der Maske küsst es sich besserStories to obsess over. Discover now