Auto fahren. Die Stadtlichter betrachten, wie sie auf und ab hüpfen. Musik hören. Nachdenken. Den Augenblick genießen. Glücklich sein.
Ankommen. Aussteigen. Durch die Haustür. Und schon ist es wieder da, dieses scheiß Gefühl...
Sein betrunkener Stiefvater, der wieder einmal alle schikaniert. Seine heulende Mutter. Die Wut, die in einem hochkocht, die man aber doch für sich behält. Man macht es ja eh nur schlimmer... Man ist ja nur ein dummer Teenager in seinen Augen, der leider in seinem Haus wohnt, und ja immer sein Maul aufreißt obwohl er ja doch nichts weiß, weil er ja noch nicht Erwachsen ist und deshalb ja keine Ahnung vom Leben hat. Schwachsinn. Hab mehr Ahnung als er. Ist auch nicht viel dabei.
Sich in sein Zimmer verkriechen. Die Türe schließen. Versuchen Abstand zu schaffen zwischen sich selbst und der Welt. Traurige Lieder hören und allein sein. Von unten die Streitereien hören. Alles ganz normal...
Alles ganz normal für mich, denn das ist mein Leben. Das Leben des nutzlosen Wesens namens Nalan. Ja, ich weiß, Opfername. Kommt aus dem Ägyptischen und bedeutet "die Traurige". Was ein Zufall, passt ja perfekt zu mir. Opfername für Opfermädchen. Perfekt. Meine Eltern haben sich ja echt Gedanken gemacht. Wahrscheinlich bei "Gute Frage" nachgegoogelt was es alles für Namen für ein Opferkind gibt. Gesucht, gefunden. Tolle Leistung würde ich sagen. Naja, was besseres hab ich ja auch nicht verdient.
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Left
Novela JuvenilFür was noch leben, wenn doch sowieso kein Sinn dahinter steckte? Left - Wenn dein Leben kein Ende nimmt »Diese innere Stimme, die einem einredete von allen gehasst zu werden, die einem weis machte, dass man Abfall war, Abfall der Gesellschaft und A...
