1. Überraschungen und ein ganz neues Leben

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Rike und ich kamen aus dem Urlaub wieder. Drei Wochen Ferienlager in Barcelona. Am Strand chillen, heiße Spanier beobachten und die Sonne genießen. Nur die Campbetreuer hatten manchmal geneorvt. Aber - was soll man machen? Ohne dieses Ferienlager hätten wir zuhause bleiben müssen. In Berlin ist zwar immer was los aber das Wetter ist der größte Mist und das Meer meilenweit entfernt. Kurz gesagt, das Camp war unsere einzige Rettung gewesen. Und doch waren wir froh wieder zu Hause zu sein. Hier musste man sich weder das Zimmer nicht mit einer stinkenden und fischliebenden Bremerin teilen, noch ekliges Essen in sich hinein stopfen um nicht am Hungertod zu sterben.
Jetzt stand ich vor meiner Haustür und hoffte die zweite Hälfte meines Sommers zwar ohne Strand und ohne Spanier aber dafür mit vernünftigem Essen zu verbringen. Ich schloss die Tür auf.
»Mooooom ich bin wieder daaaa!
Meine Eltern waren seit 8 Jahren getrennt. Damals war ich 7 gewesen. Ich vermisse meinen Vater nicht. Schon immer war ich ziemlich unabhängig gewesen und außerdem war er ein Arschloch gewesen. Aber genug von meinem Vater.
»Hallo Süße!
Die Stimme meiner Mutter schallt durch die Wohnung. Ich treffe sie in der Küche, wo sie gerade einen lecker aussehenden Salat zubereitet.
»Ich hab dich vermisst Mom
Wir umarmen uns. Meine Mutter sieht erholt aus. Ihre Haut ist etwas gebräunt.
»Warst du auch im Urlaub?
Frage ich meine Mom.
»Ja, auf einer Insel in der Ostsee.
Irgendwie sieht sie schuldbewusst aus aber das ignoriere ich mal. Bestimmt hat sie wieder einen Mann kennengelernt. Obwohl mir das nix ausmacht denkt sie immer ich wäre dann sauer auf sie.
Nachdem ich ihr viel von meinem Urlaub erzählt habe verschwinde ich oben um meinen Koffer auszupacken. Ich hatte auf dem Rückflug 60€ bezahlen müssen da mein Koffer Übergewicht hatte. Rike und ich waren gefühlt jeden Tag shoppen gewesen.
Nach dem auspacken telefonierte ich mit Rike. Ich erzählte ihr von dem Gespräch mit meiner Mom
Ich: »Meine Mom war so schuldbewusst. Wahrscheinlich hat sie wieder jemanden kennengelernt.
Rike: » Na hoffentlich will sie nicht auf diese Insel zu ihrem Typen ziehen. Ohne dich würd ich hier keinen Tag überleben.
Ich: » Ach Quatsch! Das hat sie noch nie gemacht.
Rike: » Wenn du meinst...
Dann quatschten wir noch über alles mögliche bis Mom mich schließlich zum Abendessen rief.
Beim Abendessen war Mom sehr still, bei Fragen über ihren Urlaub wich sie aus und als sie ihren Salat auf hatte stand sie schnell auf mit der Ausrede sie müsse noch telefonieren.
Es war komisch. Ich beschloss mir keine Sorgen zu machen, setzte mich vor den Fernseher und fing an einen Film zu schauen. Ich genoss es endlich mal wieder allein zu sein in diesen Camps sind ja doch immer irgendwelche Freaks um einen herum. Ich sag nur so viel: Fettige Haare, Mundgeruch und Pickel. Solche Menschen sorgten dafür, dass ich den Glauben an die Menschheit verlor.
Der Film war vorbei. Ich blieb noch sitzen und checkte meinen Intagram Account. Ich war ziemlich stolz auf meine 20k Follower. Nach einiger Zeit die ich dann noch auf Snapchat verbrachte. Stand ich auf um ins Bett zu gehen. In der Küche saß meine Mum am Tisch den Kopf auf sie Hände gestützt und sie..... weinte?
Meine Mom weinte nie!
»Was ist los? , fragte ich sie.
Mom schreckte auf und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht, anscheinend hatte sie mich noch gar nicht bemerkt.
»Nichts, nichts, antwortete sie schnell
Ich zog die Augenbrauen hoch und schaute sie streng an.
»Mooom, hör auf mich anzulügen!
»Jaja« gibt sie dann zu. »Da gibt es schon was, was ich dir sagen sollte.« »Und was ??« heute musste man ihr echt alles aus der Nase ziehen!
»Ich habe einen Mann kennengelernt« sagt sie schließlich. »Im Urlaub?« bohre ich nach.
»Nein, Nein« antwortete sie. »Schon vor einem Jahr. Im Urlaub hab ich ihn besucht.« » Und warum weinst du jetzt?« frage ich weiter. Da platzt es aus Mom heraus: »Er hat mich gefragt ob ich zu ihm ziehen möchte und nach langem überlegen hab ich zugestimmt. In einer Woche ziehen wir um« Mir blieb der Mund offen stehen. WAAAAAAAAAAAAAAAAS? »Wo wohnt er denn?« frage ich und meine Stimme wackelt.
Mom schluckt: » Auf Hiddensee einer kleinen Gruppe Insel in der Ostsee.«
»Bitte was?« schreie ich und fange nun doch an zu heulen. » Wie kannst du es wagen? Und dann noch ohne mich zu fragen?« frage ich leicht hysterisch. »Dieses mal ist es der richtige, ich bin mir sicher« antwortet Mom verträumt. » Und an mich hast du nicht gedacht oder was? Du bist ja so egoistisch!« brülle ich sie an, renne auf mein Zimmer und knalle die Tür zu.
Hiddensee? Das ist bestimmt das größte Kaff auf Erden! Ich schmeiße meinen PC an und schnappe mir mein Handy um Rike anzurufen.
Rike kann es auch nicht fassen. Zusammen googeln wir Hiddensee und was wir herausfinden ist noch viel schlimmer als erwartet.
Hiddensee hat 1000 Einwohner,
Es gibt dort keine Autos,
Und nur einen Starbucks 😱
Die Realschule hatte gerade mal 50 Schüler und zum shoppen musste man mit der Fähre nach Stralsund fahren.
Mom ist so gemein! Warum tut sie das?
Rike und ich wollen uns am nächsten Tag mit den andern treffen und eine Kriesensitzung abhalten.
Mom kommt nicht mehr in mein Zimmer und ich schlafe spät ein.

Ich hoffe euch gefällt meine Geschichte möchte jeden Sonntag vielleicht auch öfter ein Kapi hochladen.
C

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⏰ Last updated: Aug 08, 2016 ⏰

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