"Meeeeeeelisaaaa" Vor lauter Freude sprang ich wortwörtlich auf meine beste Freundin. Über die Sommerferien war sie leider weg und ich sehe sie jetzt, am ersten Schultag, erst wieder. Ich habe sie so vermisst.
"Heeeehhhey" Sie grinste mich überglücklich an und umarmte mich gleich nochmal.
"Hab dich echt vermisst Mary" nuschelte sie während der Umarmung in mein braunes Haar. "Und ich dich erst" und drückte sie noch fester. "Hallo?? wir sind auch noch da?" Ich löste mich von meiner besten Freundin und schaute zu unseren 3 weiteren Freunden. Alisa, Cate und Sofia. Wir fünf machten einfach alles zusammen, wir waren unzertrennlich. Jedoch kann ich sagen, dass Melisa meine beste Freundin ist. Die anderen 3 sind aber genauso meine engsten Freunde. Schnell umarmten wir uns alle gegenseitig und redeten etwas. "8. Klasse hm. Gehören wir jetzt zu den großen?" Kam es von Alisa. Wir alle lachten. "Ich glaub schon" antworte Melisa darauf.
Ich meine, wir waren alle schon 13 Jahre alt, bis auf Sofia, sie ist 14, und dass muss ja was heißen.
Gerade als Cate was sagen wollte, hielt sie inne und ihre Augen breiteten sich auf einmal aus. Sie starrte die ganze Zeit auf eine Stelle. Wir guckten uns alle gegenseitig fragend an, woraufhin Sofie vor ihrem Gesicht herum wedelte "hallooooo Cate, was ist los?"
Daraufhin nickte sie nur auf eine Stelle, woraufhin wir uns alle umdrehten, um auch dorthin zu gucken. Dort waren 2 Jungs. Der eine ging in unsere Klasse, Lucas. Doch den anderen kannte ich nicht. Man sah nichtmal sein Gesicht da man ihn nur von der Seite sah, aber eins muss man ihm lassen, Style hatte er. Beide lachten wegen irgendwas und der Unbekannte ließ seinen Blick über die Menge schweifen bis er an uns angelangt war. Seine Augen trafen meine, und es war es war ein Gefühl als würde ein Blitz durch mich durchgehen. Ich sah von hier seine blauen Augen, welche sehr zur Erscheinung durch seine dunklen Haare kamen. Er ließ seinen Blick nicht los von mir, genauso wenig wie ich. Jedoch verlor ich ihn als mich plötzlich jemand an den Armen gepackt und umgedrehte. "Was war das denn für ein Blickwechsel" "Habt ihr das gesehen" "Oh mein Gott wie süß Ist das denn" alle redeten durcheinander. "Leute?" versuchte ich sie zu Beruhigen. Dann waren sie auf einmal still. Ohne das einer was sagen konnte, kam schon unsere Klassenlehrerin. Ich ging sofort in den Klassenraum, wir 5 setzten uns alle nebeneinander, ich sah wie der Jungr sich gegenüber von mir hinsetzte. Als alle sich endlich nach der Aufforderung der Lehrerin beruhigt haben, begrüßte sie uns zu erst alle herzlich "Die Sommerferien sind nun vorbei, ich hoffe ihr habt sie alle genossen. Wie ihr sehen könnt haben wir einen neuen Schüler" - sie guckte lächelnd zu dem Unbekannten "stell dich doch mal vor"
Er lächelte und antwortete: "Ehm ja, mein Name ist Jason, ich bin 14 Jahre alt, bin vor kurzem hierhergezogen und ja, hab 'nen großen Bruder."
"Sehr schön, willkommen in der Klasse Jason. Ich denke wir sollten uns alle nochmal vorstellen für ihn, okay Leute?"
Daraufhin stellten sich alle vor und guckten ihn dabei auch an. Bis ich dann dran war. "M-mein Name ist Marylin i-"
"schöner Name" schnitt er mir das Wort ab
"Danke" antwortete ich heiser weshalb er kurz lachte. "Ich bin 13 Jahre alt, und eh ich habe einen Zwillingsbruder."
"Wow, ist ja cool 'nen Zwilling zu haben"
"nicht immer" antwortete ich und wir beide lachten. Erst als Sofia mich anstupste, fiel mir ein das wir im Klassenzimmer sind und uns alle anschauten. Als die anderen sich vorstellen schaute Jason nur mich die ganze Zeit an. Ich musste sagen, es ist ein unschönes Gefühl. Doch ich fühlte mich nicht unwohl, seine warmen blauen Augen taten irgendwie gut.
Als es zur Pause klingelte gingen meine Freundinnen und ich raus, und ich merkte schon, dass gleich alle zu dem was vorhin passiert ist ein Kommentar ablassen werden. Doch bevor das passieren konnte, hielt mich jemand am Arm fest weshalb ich mich sofort umdrehte. Mich trafen wieder diese warmen, dunklen blauen Augen. Er musterte mich kurz, bis er dann fragte ob ich ihm die Schule zeigen wolle.
Es wunderte mich wie offen er war, es gefiel mir aber, da ich ihn irgendwie kennenlernen wollte. Ich nickte woraufhin er kurz ausatmete, als sei er beruhigt über meine Antwort.
Während wir durch die Schule gingen merkte ich, dass einige Blicke auf ihn hafteten, aber viel Aufmerksamkeit regten wir glücklicherweise nicht auf. Ich zeigte ihm die Jungstoiletten, die Cafeteria und alles, was relevant sein könnte. Nachdem wir still nebeneinander her gingen fragte er mich ob ich ihm etwas über mich erzählen will woraufhin ich antwortete: "Naja, ich habe, wie du bereits weißt, einen Zwillingsbruder, welcher aber auf eine andere Schule geht. Ich spiele sehr gerne Klavier, seit ich 7 bin und ab und zu naja.. singe ich, aber behalt das für dich!!!" Jason lachte:"Keine Angst, dein Geheimnis ist bei mir sicher. Außerdem spiele ich selbst auch Klavier, seit ich 6 bin" grinste er. "Und ich spiele auch gerne Fußball, mein Bruder Edward auch. Meine Eltern sind die meiste Zeit unterwegs, und da mein Vater hier sein Unternehmen erweitern wollte, mussten wir hier her ziehen, aber so schlimm find ich das jetzt gar nicht mehr." Grinste er mich an woraufhin ich nur beschämt auf den Boden guckte, aber auch lächeln musste. "Womit beschäftigt sich dein Vater denn?" fragte ich neugierig, er hingegen zuckte nur mit den Schultern "Irgendwas mit Management"
Und das war es, unser Anfang. Jason und ich waren nicht irgendwelche jungen Kinder, die Interesse einander fanden und sich danach in zwei Tagen trennten. Uns verband schon immer etwas anderes. Wir kamen in kürzester Zeit zusammen. Ich war überglücklich. Wir waren überglücklich. Jeder zweiefelte an unserer Liebe, für jeden war es Kindergarten. Aber irgendwie haben wir uns nie losgelassen. Jason war personifiziertes Glück. Er machte mich jeden Tag auf's neue Glücklich. Seine blauen Augen schienen so, als leuchten sie nur für mich. Es war mehr als nur Liebe, viel mehr.
Die Jahre vergingen, bis wir kurz vor unserem Abschluss standen um auf ein Collage zu gehen. Jason und ich waren somit 5 Jahre zusammen gewesen. 5 Jahre. Keine Kinderbeziehung mehr, keine dummen Blicke mehr. Wir wurden erwachsen, wir entwickelten uns, aber eins änderte sich nie. Unsere Liebe zueinander. Er hielt wie am ersten Tag meine Hand so fest er konnte und ich hielt seine. Wir hatten Hoch- und Tiefpunkte. Wir beide waren sehr eifersüchtig, manchmal zu eifersüchtig. Wir stritten oft, die Versöhnung danach war aber umso schöner. Jason war nicht nur mein Freund, er war auch mein bester Freund zugleich. 5 Jahre, 5 Jahre indem ich den schönsten Jungen meines Lebens an meiner Seite haben durfte, in der mich jede Auseinandersetzung aus der Fassung brachte. In der mich jeder Eifersuchtsanfall erneut daran erinnern ließ, wie stolz ich sein konnte, ihn zu haben. In der er mit mir seinen Urlaub verbrachte. In der sich unsere Eltern kennenlerten, mein Zwillingsbruder Adam und er sowas wie Brüder wurden. In der sein großer Bruder Edward wie mein großer Bruder wurde. In der mein Leben perfekt schien. Meine 4 Freunde, meine Familie und am wichtigsten Er.
Jason und ich planten auf das selbe College, auf die Stanfdord Universität zu gehen, da unsere Eltern wohlhabend waren und wir beide sehentlich dorthin wollten. Das wichtigste für uns aber war, es zusammen zu machen. Als wir beide dort angenommen wurden, war es, als wäre alles im Leben perfekt. Alles.
Und dann, dann war da dieser Tag, unser Abschlussball. Der Abend, der alles veränderte.
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Ein Leben lang
Novela JuvenilKennt ihr diese "Kinderbeziehungen"? Welche keiner ernst nimmt, welche meist ein oder zwei Wochen halten. Wir alle kennen Sie doch oder? Vielleicht haben es einige sogar erlebt, wer weiß. Aber was ist wenn man in einem so jungen Alter schon wirklic...
