Der Tag, an dem sich alles ändert

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"Simon, Brian !! Mama und Papa müssen gleich kommen, seid ihr fertiig?", schrie ich durchs ganze Haus. Ich war so aufgeregt, da meine Mama und mein Papa diesmal eine ganze Woche weg waren. Und ich habe sie schließlich vermisst. Brian kommt grad die Treppen runter und nimmt mich in den Arm und küsst meine Wange. Ich hab ihn sooo lieb und dann kam auch Simon und umarmte mich ebenfalls.

Wir warteten auf der Couch und waren sehr ungeduldig. Als es dann klingelte sprangen wir alle mit Freude auf und rannten zur Tür.
Ich öffnete sie und sagte :"Hallo Mama un...." Weiter kam ich nicht, denn da war nicht meine Eltern.

Da waren so fremde Männer und eine Frau in Uniformen. Mein Lächeln verschwand und ich schaute fragend zu meinen älteren Brüdern. Sie zogen mich zur Seite und schienen besorgt. Was ist da wohl los? Brian redete mit einem der Männer. Die Frau schaute mich mitleidig an und lächekte mich an. Als sie fertig waren, schauten sie uns besorgt an und gingen dann auch.

Brians Augen waren voller Tränen und zitterte leicht. Er schaute abwechselnd zu mir und Simon. Er schien etwas sagen zu wollen, aber brachte keine Ton raus. Wir sahen ihn nur skeptisch an und ich fragte einfach schnell :"Wo sind Mami und Papi?" Er sagte nichts und nahm mich in den Arm. Ich verstand gar nichts.

"Sie..sind..To-t Ali..", sagte er schließlich mit zittriger Stimme.
In einer Sekunde änderten sich meine ganzen Gefühle. Ich verstand nicht, warum? Warum jetzt? Wer soll mich jetzt noch in den Arm nehmen, wenn ich traurig bin, wer erzählt mir jetzt meine Gutenachtgeschichte und gibt mir dann einen Kuss auf meine Stirn?

Warum sind sie weegg? Mein Gesicht war voller Tränen und ich konnte schon gar nicht mehr richtig Atmen, denn ich rang nach der Luft. Ich löste mich schnell von der Umarmung meines Bruder. Ich sah ihn verzweifelt an und rannte weg. Kurz schaute ich noch zurück und sah meine Brüder wie sie mich traurig ansahen.

Es wurde mir zu viel, es tat weh. Als ob mir jemand mein Herz rausgerissen hätte. Es regnete auch noch, danke Leben! Die Straßen waren voller pfütsen und ich rutschte plötzlich aus und fiehl direkt in eine rein. Jetzt war ich so nass, dass man meine Tränen wenigstens nicht mehr sehen konnte.

Ich stand auf und rannte weiter und weinte weiter. Ich wollte nicht mehr leben und das schon mit nur 8 Jahren. Was soll ich denn noch hier? Ich habe ja keine Eltern mehr!! Wieso sollte ich noch Leben?

Ich bekam plötzlich Kopfschmerzen und ich schwankte. Die ganze Welt drehte sich und ich schaute mich noch um. Meine ganze Sicht war verschwommen und ich sah noch meine Brüder zu mir her rennen. Dann wurde alles schwarz und ich fiehl um.

-

Als ich wach wurde, sah ich als erstes mein Zimmer. Ich fing wieder an zu weinen, da mir wieder bewusst wurde, dass ich meine Eltern verloren hatte. Ich suchte Brian und fand ihn in seinem Zimmer. Er lag auf seinem Bett und ich legte mich zu ihm.

Er hat wohl geschlafen, denn er reagierte mit einen Zucken und sah dann zu mir und nahm mich schließlich in den arm. Das beruhigte mich und ich schlief auch ein.

Am morgen war kein Brian mehr da und ich ging in die Küche. Dort waren die beiden und die Männer von gestern. Ich wurde freundlich von allen begrüßt, während ich mich auf einen Stuhl setzte und zuhörte.Sie schlugen meinen Brüdern vor, in ein Kinderheim gebracht zu werden, aber sie lehnten ab.

Die Männer sagten noch was von, nicht volljährig und so, aber Simon argumentierte damit, dass wir ja genug Geld zum leben haben und er ja in 3 Jahren sowieso 18 wird.
Und es bis dahin klar geht. Sie gaben ihm alle möglichen unterlagen und erklärten ihm noch viele Sachen.

Den ganzen Tag über kamen Verwandte und Nachbarn und brachten Geschenke. Naja besser gesagt, die ganze Woche. Morgen ist schon die Beerdigung und ich suchte mir schonmal einpaar Sachen raus.

Ich nahm einfach mein schwarzes T-shirt und eine schwarze Jeans. Und eine graue Strickjacke, weil ich keine schwarze habe. Schon rollte mir eine Träne runter, weil ich daran dacht, dass Mami diese Jacke mir zum 7. Geburtstag geschenkt hatte.

Ich sah mich um und entdeckte immer mehr Sachen, mit wertvollen Erinnerungen. Mehr Tränen flossen. Ich will sie zurück! Ich sah mir mein Spiegelbild an, ich sah meiner Mami sehr ähnlich. Und das machte mich noch trauriger, also nahm ich den Kamm, den ich in der Hand hatte und warf ihn so stark ich konnte dagegen.

Der Spiegel zersprang in tausend Stücke und ich stand weinend davor. Simon kam plötzlich rein, doch ich drehte mich nicht um. Er kam zu mir und sagte, dass ich nicht weinen brauche. "Wir werden dich beschützen und dir wird nichts passieren. Wir werden immer für dich da sein, auch wenn es jetzt schwierig ist. Aber du wirst sehen, es wird halb so schlimm sein.", sagte er um mich zu beruhigen. Doch ich sah ihn ungläubig an und schüttelte den Kopf.

Am Tag der Beerdigung. Wir sagten die ganze Zeit nichts. Nicht bein Frühstück, nicht während der Fahrt und auch nicht als wir da waren. Oma und Opa waren auch da und viele andere Leute, die ich nicht kenne.
Sie nahmen uns in den Arm und gingen zu dem Grab mit uns.

Die Leichen wurden gerade runter gelassen. Ich fing wie eine verrücjte vergeblich nach ihnen zu schreien während ich hinrannte. Ich weinte stärker als sonst und rufte immer wieder ihre namen.

In der Hoffnung, dass sie zurück kommen, schrie ich so laut ich konnte :"KOMMT ZURÜCK! ICH BRAUCHE EUCH!!" Doch RS brachte einfach nichts! Sie kamen nicht und werden es auch nicht! Sie wurden mir weggenommen und ich will und kann es nicht einsehen!! Immer mehr Tränen flossen meine druchnässten Wangen runter und ich schrie immer wieder:"Mama, Papa", bis ich immer leiser wurde und mich auf die Knie fallen ließ, da ich keine Kraft mehr hatte um weiter zu stehen.

Die meisten waren danach auch schon weg, nur meine Brüder und ich waren noch hier. Aber schließlich wollten sie auch gehen und nahmen mich in den Arm. Da ich nicht weg wollte, mussten sie mich gezwungenermaßen auf den Arm nehmen. Ich sagte immernoch ihre Namen.

Zuhause angekommen rannte ich rein und fand etwas erschreckendes vor. Ich war geschockter, als ich es sowieso schon war....

Speed -/Flucht Vor Den EmotionenStories to obsess over. Discover now