POV Olivia
Immer wieder starrte ich auf die Diagnose vom Arzt. Ich war schon lange aus dem Behandlungszimmer heraus und stand nun vor dem großen, weißen Gebäude. Tränen liefen mir über die Wange und tropften auf die Bescheinigung vom Arzt, welche ich immer noch in den Händen hielt. Meine Mutter stand hinter mir, eine Hand auf meine Schulter gelegt. "Ich habe es auch!" Murmelte ich leise und unverständlich "Wieso habe ich es auch?" Ich wischte mir die Tränen weg und schaute meiner Mutter in die Augen, in der Hoffnung sie wisse die Antwort. "Olivia..." Flüsterte sie und zog mich an sich. "Du hast es nun mal geerbt! Aber weinen macht es doch jetzt auch nicht besser!" Sie wartete bis ich mich beruhigt hatte und schaute mir dann fest in die Augen. "Du bist ein starkes Mädchen! Du schaffst das!" Ich nickte langsam. "Fährst du mich zu Annika?" Fragte ich, mit Mühe nicht schon wieder los zu weinen. Meine Mutter lächelte leicht. "Na klar!" Sie schob mich Richtung Wagen. Annika war meine beste Freundin. Wir kennen uns seit dem Kindergarten, und sind seit dem einfach unzertrennlich. Sie ist wie die Schwester die ich nie hatte. Ich bin nämlich Einzelkind. Sie wusste einfach alles von mir, und so hatte sie auch das Recht das hier als erstes zu erfahren.
Schweigend saß ich neben meiner Mutter im Auto. Schon wieder rollte mir eine stumme Träne die Wange herunter. Den Zettel des Arztes hielt ich immer noch in den Händen. Als ob er sich einfach inLuft auflösen könnte. Meine Mutter sagte nichts. Ich war auch ziemlich froh darüber! In diesem Moment kann dich kein Wort der Welt trösten und vermutlich musste sie mit der Situation erst einmal selber klar kommen.
Sie bog in die Straße in der Annika wohnte ein. Noch einmal schaute ich auf den Zettel, bevor ich ihn wieder sorgfältig faltete und in den Umschlag steckte. Ich schnallte mich ab und öffnete die Autotür. Den Briefumschlag legte ich nun auf den freien Beifahrersitz. "Ich ruf dich an, wenn du mich holen solst." Meinte ich abwesend und starrte immer noch auf den Briefumschlag. Erst als ich die Tür des Autos zu schlug und meine Mutter davon fahren sah, könnte ich wieder einen klaren Gedanken fassen. Hoffentlich ist Annika überhaupt da! Dachte ich, während ich mit schweren Schritten Richtung Haustür wankte. Ich klingelte. Sofort hörte ich jemanden fröhlich die Treppen runterhüpfen und musste trotz allem grinsen. Sie riss die Tür auf und, obwohl ich es nicht wollte, rollte mir schon wieder eine Träne über die Wange. Sie zog mich an sich. Als ich mich ein bisschen beruhigt hatte ging sie stumm vor in ihr Zimmer und ich folgte ihr. Sie ließ sich auf ihr Bett fallen und ich nam in den Sitzsack Platz. Sie hat ein hübsches Zimmer. Es ist Türkis gestrichen, und über den Bett, welches direkt gegenüber in der Ecke steht, ist in schwarz ein Fußballer gezeichnet worden. Links von der Tür ist ein Schreibtisch und dem gegenüber ein kleines Regal. Ihren Kleiderschrank hat sie im Badezimmer stehen, welches gleich angrenzt. "Erzähl mir was passiert ist!" Sagte sie mit einer ruhigen Stimme. Ich schluckte. Ich wusste nicht wie ich es sagen sollte. "Ich bin krank!" Brachte ich schließlich hervor. "Ich, ich, ha-habe..." Weiter kam ich nicht. Schon wieder liegen mir Tränen über die Wangen. Annika, welche nun schon mit dem schlimmsten rechnete fragte vorsichtig nach. "Du hast was?" Ich schluckte. Meine Hände auf den Schoß und dem Blick zu Boden gerichtet, sagte ich mir zitternder Stimme: "Brustkrebs!"
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Wie es der Zufall will! (Marco Reus)
FanfictionMarco Reus. Süß, charmant, Fußballer! Er führt ein -für einen Fußballer- normales Leben. Dann war mal wieder eine da. Diese ätzenden Verletzungen! Und dann auch noch 2 Wochen Krankenhaus Aufenthalt. Zum Glück: Denn dort lernte er Olivia kennen. Sie...
