Never click suspicious links
Reminder: Wattpad will never ask for passwords, payment information, or other sensitive account security details.

Tankstelle

17 2 0
                                        

Ja wie bereits erwähnt sind wir Julia und Lisa.

Ich bin Lisa. Wir sind beste Freunde seid der High School. Da haben wir uns halt kennengelernt.

Wir sind echt verdammt dumm im Kopf. Wenn wir zusammen sind benehmen wir uns nicht mal in der Öffentlichkeit, aber da dürften wir ja nicht alleine sein.

In der Schule und danach galten wir als die 'Bad Girls'. Was weiß ich warum. Wahrscheinlich weil wir geraucht und beide Piercings haben. Wir haben zwar auch Tattoos, aber die sind man nicht, zumindest nicht bei mir, bei Julia schon.

Wir hatten beide nichts sonderlich mit Familie am Hut, deswegen zogen wir, als ich 18 wurde in eine WG.

Ich arbeitete als Chemikerin in einem großen Unternehmen, auch wenn man es mir nicht ansah.
Julia arbeitete mal hier mal da. Sie wusste nicht was sie werden sollte. Aber meisten kam sie als Visagistin nach Hause. Schminke konnte sie aber auch verdammt gut.

Naja, jedenfalls rede ich jetzt nicht mehr darüber. Ihr wollt bestimmt wissen wie es uns geht. In so einer scheiß Zombieapokalypse.

Julia kam eines beschissenen Tages nach Hause und hat mir halt erzählt, dass die Leute auf der Straße anfangen die Menschen zu fressen. Nicht ganz üblich. Seid dem wandern wir halt durch die Gegend. Das Essen hielt halt nicht lange bei uns Zuhause.

Auf jedenfall laufen wir gerade durch die leeren, Blut getränkten Straßen von keine Ahnung wo. War mir auch egal.

"An was denkst du denn schon wieder Liz?", fragte mich Julia.
"Wie diese Scheiße angefangen hat.", erwiderte ich. Julia grinste und wir spazierten weiter die Straßen entlang.

"Weißt du was an dieser Scheiße am schlimmsten ist?", fragte mich Julia.
"Sag schon."
"Es ist so ultra langweilig." Ich lachte kurz und streckte mich einmal.
"Wir sollten uns mal einen Unterschlupf suchen. Es wird Winter."
"Ja, hast Recht. Denkst du wir schaffen es dann bis Alaska?" "Ich hab keine Ahnung, aber ich denk schon."
"Das sind um die 4000 Meilen also um die 3 Tage wenn man keinen Verkehr hätte, keine Zwischenfälle und sonst war." "Ich denke, dass wir keinen Verkehr haben werden.", sagte ich sarkastisch.
"Sag bloß. Aber die Idioten werden auf den Straßen rumlaufen. Ich meine wenn wir da sind ist es einfach."
"Ist ja nicht so als bist du da geboren."
"Schon komisch was aus einer Indianerin werden kann, hm?" Ich nickte und wir liefen.

Ja Julia kommt aus Alaska, noch genauer vom Berg Denali. Dort lebte ein Indianervolk und Julias Mutter musste mit ihr fliehen. Sie wurden von dort vertrieben. Sie kann sich aber noch an all die Wege und Sackgassen erinnern.

"Wir brauchen ein verdammtes Auto.", fluchte ich nach mehreren Stunden. Meine Füße fallen ab.
"Hast du gerade was von Auto gesagt?", fragte Julia und deutete auf ein Gebäude. Marios Autowerkstatt.

"Mädchen, ich liebe dich!", sagte ich und zusammen joggten wir zu der riesigen Halle. Es war schon sehr heruntergekommen und die Natur hatte sich auch einiges zurück geholt.

Pflanzen versuchten durch minimale Öffnungen hindurchzusprießen, aber drinnen sah es nicht viel besser aus.

Dort standen viele Autos, aber eins viel uns direkt ins Auge. Ein riesiger schwarzer Truck. Ich meine ich kenne mich einen scheiß mit Autos aus aber das Ding ist riesig. Allein die Reifen sind halb so groß wie ich.

 Allein die Reifen sind halb so groß wie ich

Oops! This image does not follow our content guidelines. To continue publishing, please remove it or upload a different image.


"Der da?", fragte Julia.
"Der da.", betonte ich.
"Schau dir den mal an ich such die Schlüssel.", sagte Julia und ich nickte.

Innen war der extrem groß. Der Kofferraum reicht locker für ein Doppelbett. Ok ein kleines Doppelbett. Die Rückbänke waren so breit, dass ich mich da ganz einfach hinlegen könnte. Und es war so sauber und aus Leder!

Automatische Gangschaltung, gut für uns denn wir können nicht Auto fahren, ok wir haben es schon ein paar Mal gemacht aber keiner von uns hat 'nen Führerschein.

Ich testete mal kurz, ob ich die Fahrertür öffnen konnte und tada. Sie ging auf.
"Hey Julia! Das Ding ist offen und der Schlüssel steckt!", rief ich.
"Deswegen hab ich den nicht gefunden!", rief Julia und lachte.

Ich kicherte doch plötzlich erlangte etwas anderes meine Aufmerksamkeit. Lautes Geschlurfe und Gestöhne drang von draußen und ich sah auch schon wie der erste durch die Tür spazierte. Scheiße wir haben die Tür offen gelassen! Gott sei dank sind wir weiter hinten, aber die haben uns eh schon gehört.

"Julia, schwing deinen Allerwertesten ins Auto! Die Idioten sind da!", schrie ich. "Scheiße!", kam es von ihr. Sie sprintete auf das Auto zu und ich setzte mich schon in den Fahrersitz und schmiss meinen Rucksack auf die Rückbank.

Kurz darauf sprang Julia auf den Beifahrerplatz und schloss die Tür. Sie warf ihren Rucksack ebenfalls auf die Rückbank, während ich das Auto abschloss und startete.
Die Dinger klopften gegen die Fenster, aber die hielten bombenfest. Nur das Blut störte mich richtig.

Ich fuhr etwas ungeschickt durch die ganzen Autos und draußen angelangt raste ich durch die Straßen, bis die Stadt langsam in der Ferne verschwand.

"Hier in der Nähe ist 'ne Tankstelle. Wir müssten Benzin mitnehmen.", bemerkte Julia. "Hast Recht, aber funktionieren die Dinger überhaupt noch.", fragte ich sie.

"Denkst du ich kann das riechen?", rechtfertigte sich Julia.
"Sorry.", sagte ich belustigt. "Bieg links ab und dann noch etwa 10 km."
"In Ordnung."

Wir hatten bis jetzt immer an Tankstellen Karten mitgenommen, aber nie Benzin, da wir eh kein Auto hatten.

Ich parkte neben einer der Tanksäulen und wir stiegen aus. Wir testen die Säulen und sie funktionierten wirklich noch.

"Tank du ich such nach den Behältern um so viel wie geht abzuzapfen. Und eventuell nach Nahrung.", informierte ich sie und lief in den Laden.

Einer der Dinger stand einfach nur da rum und kassierte direkt ein Messer ins Hirn. Die Teile sind zwar verdammt ekelhaft, aber man muss einfach über seinen Ekel und seine Angst hinaus wachsen.

Ich schnappte mir 5 Behälter und brachte sie Julia. Es gab ungefähr 20 Stück, deswegen musste ich ein paar Mal laufen.

Danach schnappte ich mir so einen Korb der darum stand und packte da alles rein. Dosen, Wasser, Batterien, Bier, Zigaretten, Feuerzeuge und Trockenfleisch.

Die Tankstelle war etwas abgelegener, deswegen war hier noch alles voll. Nach mehrmaligem laufen hatten wir alles verstaut.

Ich fand auch Decken und Kissen im Hinterzimmer. Wir platzierten unseren Vorrat auf den Rückbänken und richteten uns im Kofferraum einen Schlafplatz ein.

Es dämmerte schon, deswegen fuhr ich hinter die Tanke, damit uns keiner sieht. Mit Stofffetzen bedeckten wir alle Fenster damit nichts und niemand sehen konnte. Deshalb werden uns die Idioten auch in Ruhe lassen und ja wir nennen sie die Idioten.

Wir kletterten mit etwas Trockenfleisch und Wasser von der Rückbank in den Kofferraum und aßen.

"Die Dinger schmecken wir Schuhsohlen.", meckerte Julia. "Hast Recht, aber besser als nichts.", erwiderte ich. Julia murmelte zustimmend und wir aßen weiter.

Danach kuschelten wir uns in die Decken und Kissen und versuchten zu schlafen, aber das Stöhnen und Schlurfen verfolgt uns jede Nacht, bis in die Träume.

Vote?
Kommentar?

DeadlineStories to obsess over. Discover now