Geeint in unserem Verlangen wurden wir zu Sklaven unserer Vorstellung, Leibeigene eines Traums, einer Vision, was sich mit diesem Körper anstellen ließe. Simones Auftreten war stupide, selbstbewusst und ungemein herablassend. Spielerisch verarschte sie die Jungs, demütigte die Mädchen und führte die Welt um ihre Kurven herum, bis uns schwindlig wurde und sich alle übergaben vor lauter Herrlichkeit. Dabei spielte Simone ihre Spielchen geschickt.
Diese kleinen und großen Gemeinheiten, die wir sonst nur aus schlechten amerikanischen Collegefilmen kannten. Simone beherrschte ihr Fach, die billigen Intrigen, genauso wie großes Drama. Instinktiv beherrschte sie ihre Umgebung, steuerte die Marionetten und somit auch mich. Ohne etwas zu beschönigen, Simone hätte mit mir machen können, was sie wollte. Es gab rein gar nichts, was ich ihr entgegensetzen konnte. Absolut nichts! Ihr Körper war zu mächtig.
Ein Juwel, eine Mamou, die vorzüglich in einen dieser französischen Sechziger-Jahre Filme gepasst hätte. Ein Vollweib geschaffen für Film, Cannes und Schickeria. Die goldenen Laufstege von Paris. Vor dieser Frau versanken wir in einem stürmischen Meer aus Minderwertigkeitskomplexen, ohne Hoffnung, ohne jede Chance.
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Lucia - Mein liebster Wahnsinn
General FictionKabine drei Ich war nicht müde, aber ziemlich verschwitzt und wollte duschen. Also schlappte ich hoch in den Gemeinschaftsraum, schnappte mir ein Handtuch, den Kulturbeutel, was man so braucht und rein in den Duschraum. Drei schlichte Kabinen, sowie...
