Kapitel 1 | In den Straßen Londons

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Mariellas POV

"Jetzt zufrieden?", wollte meine beste Freundin Emma von mir wissen. Wir gingen gerade aus Nandos und ich hielt mein frisch erworbenes, heißgeliebtes Essen glücklich in meinen Händen.

"Ja!", strahlte ich Emma entgegen.
Da machten wir endlich mal zusammen Urlaub in London und da sollte ich nichts von Nandos testen?
-Ganz sicher nicht !

Kopfschüttelnd steuerte Emma auf eine Kreuzung zu und warf einen Blick in eine Schaufensterscheibe eines Ladens.
Sie war einfach die Beste, akzeptierte mich so wie ich war und ich sie ebenfalls. Sie war zwar etwas eitel, aber trotzdem ein super toller Mensch! Kein Spiegel, oder etwas, in dem sie sich selbst sehen könnte, hatten ihre Augen auf ihrem Weg noch nicht abgecheckt. So wie auch die Schaufensterscheibe...

Die Leute belächelten uns zwar manchmal, da Emma unglaublich kurz geraten war und ich eben... naja... ziemlich lang!

"Kommst du?", rief mir Emma von der anderen Straßenseite her zu.

Doch als ich einen Fuß auf die Straße setzen wollte, schaltete sich die Ampel natürlich auf rot!
-Na, toll!

Ich überlegte kurz und schaut mich dann schnell um, bevor ich mich auf die Straße wagte. Ich war so beschäftigt mit meinem geliebten Essen gewesen, dass ich gar nicht bemerkte, wie ich mit jemandem zusammenstieß.

Mein leckeres Essen landete erst auf dem weißen Hemd meines Gegenübers und dann auf der Straße.

Mein armes Essen!

Traurig schaute ich meinen Essenzerstörer an. Was war denn bei dem los?
Eine große schwarze Sonnenbrille versteckte seine Augen und auf seinem Kopf saß eine viel zu große Baseball Cap.

Der junge Mann, ich schätzte ihn mal so ein, schaute mich kurz an und bückte sich dann. Ich schaute auf den Boden und entdeckte dort neben meinem Essen einen durcheinander geratenen Stapel Papier.

Der musste wohl dem Irren heruntergefallen sein. Ich bückte mich ebenfalls, aus Höflichkeit, und als der junge Mann zu mir aufsah rutschte ihm seine viel zu große Cap vom Kopf und hellblonde Haare kamen zum Vorschein. Er setzte die Cap aber sofort wieder auf.

Verwundert wollte ich ebenfalls einen Stapel aufheben. Ich warf einen kurzen Blick auf den obersten Zettel, auf dem stand:

Auftritt in der O2- Arena

Dann wurde mir der Zettel auch schon vor der Nase weggerissen und ich schaute erschrocken zu dem Blonden hinauf. Dieser hielt jetzt den ganzen Stapel des heruntergefallenen Papiers in der Hand.

Ich richtete mich auf und schaute ihn weiter an, er war ungefähr so groß wie ich, nur ein kleines Bisschen größer. Also für meinen Mann ziemlich klein...

Wir scannten uns gegenseitig bis plötzlich viele Leute anfingen an uns vorbeizulaufen. Die Ampel musste wohl auf grün geschaltet haben.

Ich drehte mich kurz zu dieser um und als ich wieder zum Blonden schauen wollte, war dieser in der Menschenmenge verschwunden.

________

"Was war das denn, Ella?", fragte mich Emma. Ella, war mein Spitzname, jedenfalls mein offizieller.
Ja, ich hatte noch so einige andere Spitznamen...

"Keine Ahnung. Der war ja mal mega komisch!", erwiderte ich.

"Naja, egal! Los, wir müssen weiter! Ich will noch in den Tower!", zog mich Emma weiter. Wir waren gerade mal seid gestern hier und sie wollte natürlich wieder direkt alles besichtigen...

Während der kompletten Besichtigung war ich mit meinen Gedanken die ganze Zeit bei dem blonden Jungen. Ich wusste auch nicht wieso, aber die Begegnung beschäftigte mich einfach irgendwie.

Als wir im Kerker angekommen waren, warf ich kurz einen Blick auf die alten Foltergeräte und verzog angewidert meinen Mund. Das Mittelalter war eine schreckliche Zeit!

"Hat es dir etwa nicht gefallen?", fragte Emma etwas traurig, nachdem wir das Grundstück des Towers verließen.

"Doch, Em! Ich fand nur, dass die Foltergeräte etwas krass waren!" Das war auch nicht gelogen, das fand ich wirklich krass, aber ich wirkte eher so abwesend, weil ich über die Begegnung von eben nachdachte.

Em war Emmas Spitzname. Aber sie hatte wie ich noch Andere...

Ich verspürte ein Grummeln in meiner Magengegend. Das konnte also nur bedeuten:

"Ich habe Hunger!", nörgelte ich.

"Du hast doch vor einer Stunde erst etwas gegessen!", erwiderte Em leich genervt.

"Ja, eben! Und außerdem habe das nicht ich, sondern der Boden gegessen!", schmollte ich.

Ich schob meine Unterlippe vor und klimperte mit meinen Wimpern. -Der typische Hundeblick eben.
Emma schaute mich ein paar Sekunden angestrengt an und versuchte hart zu bleiben doch dann schaute sie weg und meinte:

"Na, schön! Aber erst fahren wir zum Hotel!"

"Danke!", strahlte ich, doch als ich bemerkte, dass sie gesagt hatte: Erst fahren wir zum Hotel wurde ich wieder traurig. Das war mindestens 100000 km von hier entfernt!

"Aber-", setzte ich an, wurde aber von Emma unterbrochen:

"Nichts aber !" Und damit gab ich mich beleidigt geschlagen und wir liefen in Richtung des typischen Undeground Zeichens in England. Als wir unter dem roten Kreis mit dem blauen durchgezogenen Strich ankamen, warfen wir einen kurzen Blick auf den U-Bahn Plan und liefen dann die Treppen herunter in die passende Richtung.

Ich musste schon sagen, die U-Bahn war wirklich verdammt gut ausgeschildert! Man musste nur wissen in welche Himmelsrichtung man wollte und seine Station. -Fertig!

________

Als wir unser Hotel bereits erkennen konnten, bogen wir in eine schmale Seitenstraße ein. Auf der Ecke lag ein kleiner Pub. Unscheinbar und wenig Leute anwesend! -Perfekt!

Ich zog Emma ungeduldig in diese Richtung. "red Roses" hieß dieser Pub. Komischer Name, aber solange das Essen passt, ist alles gut!

Als wir den Laden betraten waren nur ganz wenige Tische besetzt und ich zog Emma weiter auf einen Tisch in der Ecke zu. Weil ich keine Lust hatte zu warten, bis ein Kellner kam und unsere Bestellung aufnahm hastete ich sofort zur Bar.

Der Mann hinter der Bar sah mich belustigt an.

Ich öffnete meinen Mund und fing an fast die komplette Speisekarte zu diktieren. Der Mann sah mich verblüfft an und nahm sich dann einen Stift und einen Block Papier zur Hand um mitzuschreiben.
Zum Schluss nannte ich noch unsere Tischnummer und schaute zufrieden auf seinen vollbeschriebenen Block.

Plötzlich fing neben mir an eine männliche Stimme ebenfalls zu diktieren. Ich grinste, als ich den Kellner sah, wie er eifrig mitschrieb. Er bestellte fast genau das gleiche wie ich und als er fertig war drehte ich verwundert meinen Kopf in seine Richtung.

Er tat es mir gleich und als ich erkannte, wer dort neben mir saß, klappte mir meine Kinnlade herunter und der junge Mann öffnete seinen Mund ebenfalls.

Das konnte doch nicht sein!

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Aaah, Leute! Ich habe geupdatet, und zwar das erste Kapitel! Wie ihr seht, geht es direkt zur Sache. Na, was glaubt ihr, wer sitzt dort neben Mariella?

Ich werde übrigens natürlich alle Gespräche auf deutsch schreiben! denn sonst wäre es ziemlich viel Arbeit für euch sie zu lesen und für mich sie zu schreiben! ♥

Natürlich interessiert es mich sehr, wie ihr das erste Kapitel fandet? Bitte lasst mir doch ein Kommentar mit eurer Meinung da! ♥

Über einen Vote würde ich mich natürlich auch sehr freuen!

All the Love, Cat! ♥





The Meaning of red Roses || 1DStories to obsess over. Discover now