2 Jahre vorher, Sophie...
Der Priester redete seit Ewigkeiten und ich hielt es nicht mehr aus. Ich war so nah an sie und gleichzeitig so fern. Nie im mein Leben habe ich so ein Schmerz empfunden. Lilly... Vor eine Woche hatte sie noch ihr kleinen Sohn Michael getragen. Sie war so glücklich ihn zu haben,sie hatte auch sehr viele Schmerzen. Ob es wegen der Geburt des Kindes war oder wegen sie, weiß ich nicht. Ich wusste, dass Lilly in dem Moment zu schwach war ,um ein Kind auf die Welt zu bringen,aber sie hat weiter gemacht, wie eine Kriegerin.
Michael war auch am leiden. Er hat seit dem wir rein gegangen sind nicht aufgehört zu weinen. Er ist nur eine Woche alt, aber Lilly hatte ihn diese ganze Woche in dem Armen und sagte ihm, dass sie ihm über alles liebe. Jetzt ist sie hier, die Liebe meines Lebens, in einem Sarg und sieht aus wie Schneewittchen, nur dass sie nicht mehr aufwachen kann. Das zu wissen tut so unheimlich Weh, dass ich aufstehen und gehen will. Der Priester sagt seine letzte Paar Wörter und wir können uns von sie verabschieden, bevor der Sarg geschlossen wird und wir sie bis zur ihren Grab tragen müssen. Ich stehe auf und gehe bis zur ihren Sarg. Lilly sieht genau so aus wie vor 2 Tagen, denke ich mir, schwach und müde,aber immer noch wunderschön.
Tränen strömen aus meinen Augen als ich sie sehe. Warum mussen gute Menschen sterben? Wo ist Gott wenn so etwas passiert? Ich weine und weine, so wie Michael es gerade auch tut, ohne ein Laut von mir zu geben. Katarina, Lillys Mutter, kommt zu mir und legt mir die Hand auf der Schulter. Ich drehe mich um und gucke ihr in die Augen; ihr Gesicht ist von Tränen übersät genauso so wie meinem. Sie tippt auf Michael, nimmt ihn mir von den Armen und nickt mir zu. Ich nicke ihr auch zu. Das bedeutet, sie wird versuchen ihn zu beruhigen, damit ich mich von Lilly verabschieden kann. Karina dreht sich um und läuft ein paar Schritte weiter. Ich gucke wieder in ihr Sarg. Sie sieht so friedlich aus. Ich beuge mich ein bisschen vor und stelle eine Haarsträhne von ihr richtig. Eine Träne rutschte aus meinen Augen und fiel auf Lillys Wange. Ich wischte sie schnell weg. Oh gott, ich kann das einfach nicht, dachte ich. Ich kann mich einfach nicht von Lilly verabschieden. Ich kann es nicht ertragen zu wissen, dass es das letzte Mal sein wird, wo ich sie je in meinem Leben sehe. Ich wische ein paar Tränen aus meinen Augenwinkel und beuge mich nochmal vor. -Ich liebe dich so sehr Lilly...-flüstere ich ganz leise, nur damit sie es hört. Ich küsste sie einmal auf die Stirn, einmal auf den Kinn, ein mal auf die linke Wange, die rechte Wange, die Nase und zuletzt ihre Lippen für ein ganz kurzen Moment. Ich drehte mich um, und lief zu meinen Platz. Katarina kam zu mir und gab mir Michael zurück, der jetzt einigermaßen beruhigt war. Sie ging zu Lillys Sarg und weinte leise. Ich guckte weg und konzentrierte mich auf Michael. Er weinte nicht mehr so laut wie vorher aber er schnaufte traurig. Ich stand nochmal auf, mit Michael in meinem Armen und ging zu Lilly. Er musste sich auch verabschieden... Er drehte sich um und guckte zu ihr runter. Plötzlich hörte sein Schnaufen auf und er war ruhig. Deswegen hat er die ganze Zeit geweint; er wollte nur zu seiner Mutter. Ich guckte nicht wieder zu ihr und drehte mich schnell um. Ich wusste, dass wenn ich sie nochmal angesehen hätte, wäre ich zusammengebrochen. Drehe dich nicht um, drehe dich nicht um, drehe dich nicht um! dachte ich mir mehrmals. Man hörte wie Holz gegen Holz ganz leise schlug. Ihr Sarg wurde geschlossen.
Jackson...
Amy packte ihre Sachen ganz langsam ein. Sie wischte ein paar Tränen weg und guckte mich an. -Jackson... ich will nicht gehen. Ich will Mom einfach nicht alleine lassen. -Ich gab ihr ein Taschentuch damit sie ihre verstopfte Nase putzen kann.-Erstens, glaubst du dass ich Bock habe nach Deutschland zu ziehen? Zweitens, Mom wird nicht alleine sein, sie wird mit Tante Nancy leben. Und drittens, wir werden Hailee endlich wiedersehen, nach 5 Jahren. Freust du dich nicht darauf unsere kleine Schwester zu sehen?-fragte ich und packte auch meine Tasche ein. Ipod, Notebook, Bilder, Klammotte. Alles was ich brauchte war drin, aber es fühlte sich an, als würde etwas fehlen...
Ich suchte durch unseren Zimmer, nach etwas dass mir fehlen könnte. Und dann fiel es mir ein; Hailees Kette. Bevor Hailee umzog, vergaß sie ihre Kette hier. Eine kleine Goldene Kette, mit einen Anhänger, dass wenn man es aufmacht, Fotos von unsere kleine Familie enthält. Von Mom, Amy, sich selbst, mich. Ich machte sie auf und erkannte unsere Gesichter. Nur ihr Gesicht war wirklich glücklich, unsere waren gefälscht, mit Traurigkeit in den Augen. Jetzt ist Hailee 13, Amy und ich werden bald 16.
Ich packte die Kette in eine versteckte Tasche in meinem Koffer und guckte weiter, was ich noch einpacken sollte.
Amy saß auf der Fensterbank und guckte traurig aus dem Fenster. Ihr Koffer lag halb voll auf dem Boden, mit nur ein paar T-Shirts drin und ihre Lieblings Converse Schuhe. -Glaubst du Hailee geht's gut in Deutschland?-fragte Amy ohne mich anzugucken.-Na klar, sie schickt uns ja jeden Monat Briefe.-antwortete ich . -Warum kann Mom einfach nicht mitkommen? Das ist sowas von scheiße...-Amy zickte weiter und guckte aus dem Fenster.-Amy, du fragst zu viel. Sei einfach leise und ziehe es durch, wie ich es gerade machen. Das ist alles zu unserem Besten.-sagte ich. Amy guckte mich zum ersten mal an, nickte, und packte weiter. Ich sah wie eine Träne aus ihren Augen runterfiel und da könnte ich nicht mehr. Ich umarmte sie fest und ließ sie in meinen Armen weinen.-Ich werde Los Angeles vermissen Jackson. Obwohl wir so viele scheiße hier erlebt haben, werde ich immer LA vermissen...-flüsterte sie leise während sie weinte. -Ich auch Amy, ich auch, aber wir haben hier keine Zukunft. Keine Sorge wir werden bestimmt mit Hailee hier Mom besuchen.-ich streichelte ihren Kopf um sie zu beruhigen. Sie nickte in meine Schulter, löste sich von der Umarmung und wischte ihre Tränen. -Du hast Recht Jackson, ich muss das durchziehen. Für Mom, Hailee und uns selbst.-sagte sie selbstsicher. Sie verwuschelte meine Haare und lächelte. Ich lachte herzlich und half ihr ihre Sachen zu packen. Ich war nämlich schon fertig. Alles war schon eingepackt, auch Hailees Kette...
So, dass ist jetzt der Prolog zur Fucked Up, ich hoffe es gefällt euch >.<. Würde mich sehr freuen wenn ihre eure Meinung dazu in die Kommentare schreibt und votet, wenn es euch gefällt! :D Wenn ihr Rechtschreibfehler findet, bitte kommentieren damit ich sie korrigieren kann. Bis bald! ;)
Kisses xoxo-Lucía ❤︎
ŞİMDİ OKUDUĞUN
Fucked Up
Genç KurguDas hier, ist nicht die typische Teenie-Liebesgeschichte, wo sich der populärste Typ der Schule, der auch Quarterback in der Football Mannschaft ist, sich in das kleine hässliche Mädchen verliebt. Es ist immer so. Sie verlieben sich,sie trennen si...
