Holy Horan

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Mein Herz stach in meiner Brust als ich ihn aus der Wohnung drückte. Er hatte kein Recht mehr in meinem Leben zu sein. Es war, als ob der Krebs auch ihn mitgenommen hatte. Ich konnte ihm nicht in die Augen sehen, zu groß die Angst, dass ich wieder schwach werden würde und ihm doch verzieh. Wie konnte ich ihn je wieder küssen ohne mir vorzustellen, dass diese Lippen schon eine andere berührt hatte? Niall stemmte seine Hände gegen den Türrahmen und ließ sich nicht vom Fleck bewegen, egal wie sehr ich mich gegen ihn stemmte. „Niall! Geh! Ich will dich nie wiedersehen!“ Mit meiner letzten Kraft versuchte ich noch einmal, ihn raus zu schieben,  aber stattdessen sank ich nur erschöpft in mich zusammen. Die letzten Tage waren einfach zu viel für mich. Mein schlechtes Gewissen nagte an mir, schließlich hatte ich auch Niall betrogen.  Zwar erst nachdem ich ihn gesehen hatte, aber trotzdem. Ansonsten hätte ich mich nie so gehen lassen. Ansonsten wäre es nie zu einem Kuss gekommen. Und ich meine, es war EIN Kuss! Wie viele hatten wohl Nialler und die Blondine ausgetauscht?! Trotzdem schmolz meine Abneigung gegen ihn immer schneller und ich verspürte das Bedürfnis in seinen Armen zu liegen. Niall setzte sich zu mir und lehnte sich mit geschlossenen Augen an die kühle Wand. Es war vollkommen still. Keiner von uns sagte etwas, bis ich schließlich nicht mehr anders konnte, als mich aus der Starre zu lösen. Ich schlüpfte unter Nialls verschränkten Armen hindurch und kuschelte mich an seine Brust. Ich brauchte Niall! Ich konnte einfach nicht ohne ihn. Und er hoffentlich nicht ohne mich. Keine Ahnung, wieso ich ihm so schnell verzeihen konnte. Vielleicht, weil ich einen ähnlichen Fehler begangen hatte. Vielleicht, weil ich so egoistisch war und ihn an meiner Seite haben wollte, egal was er anstellte. Vielleicht, weil ich begonnen hatte, ihn wahrhaftig zu lieben. Ich hatte es noch nie gefühlt, aber ich war mir sicher: das war Liebe. Er schloss seine Arme um mich und ich wischte mir die Tränen von der Backe. „Es tut mir Leid. Ich wollte das nicht“, sagte er. „Ich liebe dich.“ Es war nur ein Flüstern, aber ich war mir sicher, dass er mich verstanden hatte. Es war das erste Mal, dass ich das zu einer Person gesagt hatte. Still wartete ich seine Antwort ab, aber es kam kein ‚Ich liebe dich‘ zurück. Vielleicht hatte ich ihn überrumpelt und er brauchte einfach noch seine Zeit. Die sollte er haben. Ich drückte meinen Kopf in seine Halsbeuge und atmete seinen Geruch ein. Er riss mich aus meinen Gedanken, als er versuchte aufzustehen und mich sitzen bleiben ließ. Ich starrte vom kalten Fußboden aus zu ihm hoch. Was war das den jetzt? Er klopfte seine Hose ab und strich sein T-Shirt glatt. Bevor er sprach, schluckte er schwer: „Weißt du, was Madison zu mir gesagt hat?“ „Wer ist Madison?“, stellte ich die Gegenfrage. Eine andere seiner vielen Anhängerinnen? „Das Mädchen von gestern.“ Sofort versteinerte sich mein Gesicht und ich stand auf. Was war mit ihr? Verletzt und wütend sah ich ihn an. „Was hat sie gesagt?“, brachte ich durch zusammengebissene Zähne hervor. Unsicher sah er weg, unfähig meinem Blick stand zu halten. „Sie meinte, wenn du mir schnell verzeihen könntest..so wie jetzt dann,..“ „Dann was, Horan?!“, giftete ich ihn an. „Dann liebst du mich nicht wirklich. Dann magst du mich nur, weil ich berühmt bin. Dass du nur Niall von One Direction willst, nicht wirklich mich.“ Ungläubig starrte ich ihn an. „Und du glaubst ihr?!“ Er rückte seine Cap zurecht, bevor er mir mit einem Nicken antwortete. „Was soll der Scheiß? Was ist los mit dir? Warum? Wenn du mich nicht mehr willst, dann geh doch zu deiner Hübschen!“ Ich riss die Kette, die er mir vor einer der OPs geschenkt hatte, von meinem Hals und warf sie vor seine Füße. Klirrend landete sie auf dem Fußboden. Es war ein Silberkettchen mit einem silbernen Kleeblatt daran. Bisher war es immer mein Glücksbringer gewesen. Bisher. „Was schlägst du vor, was wir jetzt machen?“, fragte ich ihn mit zusammengekniffenen Augen. Ich war noch nie so verletzt worden. „Ich denke…wir sollten es beenden.“ Wie er es sagte, schürte mir die Lunge zu. Und das Herz war soeben mit raus gerissen worden. „Weißt du was? Ich wünschte ich hätte dich nie kennen gelernt! Keinen von euch von One Direction, ihr seid doch alle echt total eingebildet und selbstverliebt, dass ihr gar nicht mehr den Wert und Sinn von Liebe erkennt! Du hast mir mein Herz gebrochen, aber wenn das ist ,was du willst, dann hau ab! HAU AB!“, schrie ich ihn an. Ich war kurz davor in Tränen auszubrechen, aber vor ihm wollte ich nicht mehr weinen. Das war vorbei. Wie schnell Liebe in Hass umschlagen konnte. Mit Schwung öffnete ich die Tür und bedeutete ihm mit einer Handbewegen raus zu gehen. „Schönes Leben noch! Meines hast du mir nämlich versaut!“ Mit hängenden Schultern schlurfte er nach draußen. Am Treppengeländer blieb er noch einmal stehen und hob die Kette auf. Er hatte nur darauf gewartet, dass ich sie abnahm, damit er sie seiner Madison, der Schlampe, schenken konnte! Wie hatte ich so jemanden je lieben können? Immer noch lieben? Er fokussierte mich noch einmal, dann verschwand er aus meinem Leben. Hinterlassen hatte er nur einen rießen Riss in meinem Herzen. Eine Träne schlich sich aus meinem Augenwinkel und mit einer wütenden Geste strich ich sie von meiner Wange.

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Meine Lieben, vielen Dank fürs Lesen :* Ihr würdet mir einen wahnsinnig großen Gefallen tun, wenn ihr bei meiner anderen Story "Teach me how to be loved - Harry Styles Lovestory" mal vorbeischaut! :) xx Ich hoffe es hat euch gefallen, wenn ja dann zeigt mir das bitte mit einem Kommentar und/oder Vote. Bei 5 Votes und 5 Kommentaren kommt das nächste Chapter :) xx Ahhh, am Freitag sehe ich meine Jungs, dass heißt....ÜBERMORGEN! Oh my gosh..ily! xx :) <3

Falling apart - Niall Horan Lovestory (ON HOLD)Where stories live. Discover now