Es gab immer Gründe für irgendwelche Dinge, egal wie belanglos sie auch waren, welche man erklären müsste und ich wollte nichts erklären. Vielleicht lag es dran, dass ich hoffte, Ed wieder zu treffen oder einfach Abstand zu meiner Traumwelt brauchte oder aber auch endlich raus wollte. Vielleicht auch alles zusammen, aber den genauen Grund wusste ich nicht. Es war viel mehr eine Intuition, die ich nicht begründen wollte und genau das sagte ich ihr auch. "Ich wollte einfach. Es gab keinen richtigen Grund" "Wenn es keinen richtigen Grund gab, gab es aber trotzdem einen, oder?" Ich stöhnte auf. "Keine Ahnung. Ich weiß es nicht.", verteidigte ich mich und blickte genervt aus dem Fenster. Ich fand es immer witzig, dass Fenster wie kleine Spiegel fungierten konnten, da ich somit heimlich die Leute auf den gegenüberliegenden Plätzen beobachten konnten, ohne dass sie es merkten. Manchmal sahen sie zu mir hin, egal ob belanglos oder nicht, ich sah es und ich fragte mich, was sie dachten, wenn sie mich sahen. Dachten sie über mich nach, so wie ich es über sie manchmal tat? Eileen gab nach meiner Ansage einfach nach und wechselte das Thema. "Hast du schon eine Idee, was du kaufen willst? Du möchtest ja mit mir feiern gehen, wenn ich das richtig verstanden habe. Gehen wir dann in eine Disko oder Bar?" Ich mochte weder Diskos noch Bars, weil man viel zu sehr beobachtet wurde. Ich war eher für private Hauspartys, wo man sich abfüllen konnte, ohne, dass jemand was dagegen sagte. Alle Menschen waren auf Hauspartys gelassener, oder es kam mir einfach nur so vor, weil ich es selbst war. Manchmal sah und fühlte man nur das, was man wollte ohne die Realität zu sehen. Ich wette, Eileen redete sich immer ein, dass ihre Familiensituation Standard wäre. Weil ich Eileen immer noch nicht geantwortet hatte, redete sie einfach weiter. Es waren nur ein paar Sekunden vergangen und das Mädchen war einfach viel zu ungeduldig. "Was hältst du von einer coolen Diskothek? Ich habe Lust mir die Füße wund zu tanzen.", schlug sie begeistert vor. "Klar. Wir können ja meinetwegen heute in eine Cocktailbar gehen um den Abend nach dem Shoppen und Essen ausklingen zu lassen.", fügte ich unseren Stadtplanungen hinzu. Eileens Augen wurden vor Freude Tellergroß. "Perfekt." "Ja, finde ich auch. ich glaube, wir können gleich auch schon wieder aussteigen." Eileen blickte auf den Monitor am Buseingang und erspähte die nächsten Haltestellen. "Ja. Noch zwei, dann sind wir da. Ich habe schon so einen Hunger. ", stöhnte sie und nach wenigen Minuten erreichten wir auch schon das Stadtzentrum: Die Straßen waren voll mit Menschen und das Problem war, dass die alle so perfekt schienen. Fast jeder, abgesehen von einigen wenigen inklusive mir, waren wunderschön und lächelten vor Freude übers ganze Gesicht. Sie schienen keine Sorgen zu haben, doch schnell entschied ich mich dagegen überhaupt einer von ihnen zu sein. Was war so besonders an dieser Kleidung, welche man auch ohne Loge für ein Viertel, wenn nicht noch weniger, erwerben konnte? Klare und kurze Antwort: Menschen waren wie Rudeltiere und das schlimmste an der ganzen Sache war, dass sie dadurch alle so gleich waren. Als ich mit Eileen an den Einkaufläden vorbei ging um unser Restaurant zu erreichen, kam es mir so vor, als würde ich immer wieder in dieselben Gesichter sehen. Niemand schien etwas Besonderes zu sein, weil alle mit ihren fetten Logos auf ihren Markenkleidungen so auf wichtig taten und um das Ganze noch zu toppen, trugen sie alle dieselben Frisuren, damit sie dazugehörten. Ich wollte kein Mitläufer sein. Lieber war ich alleine, anstatt einer von denen zu werden. „Ich freu mich schon, mit dir durch die Läden zu gehen! Hast du diese schönen Klamotten gesehen?", fragte sie, nachdem wir endlich einen Platz im Restaurant fanden. „Wenn du die Läden meinst, in denen die ganzen Hipster herumlaufen, welche glauben, dass sie Trendgespür und Individualität besitzen?" Eileen schaute mich verwirrt an. „Was ist dir den über die Leber gefahren? Sei nicht immer so miesepetrig." „Ich bin nicht miesepetrig." „Und wie du das bist. Die Tage davor warst du viel entspannter und konzentrierter." Ihre Augen wurden kleiner, als sie anfing mich zu durchschauen. „Und plötzlich bist du nur noch mit deinen Gedanken woanders und tust Dinge, die du sonst nicht tust. Nimmst du deine Medikamente noch?", zischte sie. Sie schien, so wie ich es ahnte, alles andere als begeistert davon zu sein. Mist. Sie sollte mich nicht entlarven. „Warte was? Natürlich nehme ich noch meine Pillen. Wieso sollte ich die nicht mehr nehmen?", log ich und setzte mein Pokerface auf. „Aus demselben Grund, wie immer. Gib es doch wenigstens zu." Ich wollte ihr die Wahrheit nicht sagen. Alles, nur das nicht. Lieber sterbe ich. Okay, das war ein mieser Ausweg. Ich würde das Sterben immer bevorzugen, auch wenn ich nur zum Kühlschrank und zurück zum Bett laufen müsste. Der Weg wurde auf Dauer ziemlich anstrengend. Ich hatte keine Ahnung, wie meine Beine hier durchhalten würden. Vorausgesetzt wir würden noch irgendwo hingehen, weil Eileen ziemlich sauer auf mich war. Sie hatte keinen Grund mich so anzumeckern. War sie meine Mutter, oder was?! Ich zog meine Lippen in meinem Mund, bevor ich ihr antwortete. „Mach dir keine Sorgen. Ich nehme meine Tabletten noch. Es ist ja nur nicht so, dass diese Dinger mir automatisch ein Lächeln auf die Lippen zaubern und ich alles super rosa sehe." Plötzlich wandelte sich ihre Wut in Besorgnis. „Du bist also traurig, obwohl du deine Medikamente nimmst?" Sie schien über die Tatsache total am Boden zu sein und ich war froh, dass sie mir meine Lüge endlich abkaufte. Aber warte mal. Dachte sie ernsthaft, dass sich durch die Tabletten meine ganze Lebenseinstellung ändern würde. Es war ja nicht so, dass mein Gehirn immer noch dasselbe war. Sie war so naiv. Ich mochte Eileen wirklich, aber warum stellte sie sich ausgerechnet heute so dämlich an. Als wäre das eben in ihrem Haus nie passiert. Sie konnte gut ihre eigenen Probleme verdrängen, dass musste ich schon sagen. Ich nickte einfach auf ihre Frage und machte mich auf die kommende Predigt bereit. Ernsthaft. Ich hatte mich eindeutig zu früh gefreut. „Aber wieso denn? Hast du vor deine Medikamente abzusetzen?" Sie suchte sich schon mal den richten Weg um am besten über meine Probleme reden zu können. Wirklich super gemacht, Acacia. Hätte ich doch bloß meine Klappe gehalten, ein falsches Lachen aufgesetzt und so getan, als sei die Welt perfekt. Doch unsere Welt war voll von kleinen Mitläufern und deren Vorurteilen und es wurde von mir verlangt, nicht so zu sein, wie ich war. Der größte Fehler der Menschheit ist, dass alle nicht Verstanden, was Toleranz und Akzeptanz bedeutet und vielleicht war es auch einfach nicht möglich. Weder für die Business Frauen, noch den Hipster oder meinesgleichen, wenn es die gab. Wir alle redeten nur davon, akzeptiert zu werden. ‚ Klamottenauswahl, Herkunft und Religion entschied nicht über den Menschen' Das sagten sie alle, aber im Endeffekt definierte man sich doch unter solche Dingen und wenn man von Toleranz sprach, müsste auch die Nicht-Akzeptanz toleriert werden. Also im Grunde war es ganz egal, was man sagte, es gab immer etwas zu meckern. Kein Mensch konnte so sein, wie er wollte, ohne andere Menschen zu verletzen, aber es schien als würde unsere Welt egoistischer werden und die Worte wie ‚Ellbogengesellschaft'. Schlussendlich zerstörte sich der Virus, in dem Fall die Menschheit, welchen sich den Wirt ‚Welt' zunutze gemacht hatte, selbst. Also soll mich die Welt ruhig als depressives Mädchen mit Wahrnehmungsstörungen abstempeln. Mir war es egal. „Ich hab nicht vor, meine Medikamente abzusetzen. Es tut mir leid, es gibt keinen Grund. Es kotzt mich nur alles irgendwie an. Ich kotze mich an und ich wünsche mir eine Beziehung." Wenigstens die halbe Wahrheit. Eileen nickte viel wissend. Ich fand es lustig, wie sie so tat, als würde sie mein Therapeut sein. „Hab nicht so hohe Erwartungen an dich selbst, wenn du nichts dafür kannst." Ich hob die Augenbraue. „Wow. Guter Tipp." Der Satz triefte vor Ironie. Eileen hob abwehrend ihre Hand. „Ich war noch nicht fertig. Es geht darum, dass du die kleinen Geschenke der Welt genießen solltest, bevor..". weiter kam sie nicht, denn die Kellnerin unterbrach sie mit ihrem Erscheinen. Sie hatte ihre mittelblonden Haare zu einem Pferdeschwanz gebunden und strahlte übers ganze Gesicht, als sie unsere Karten überreichte. Normalerweise wäre hier jetzt die Scene, wo mein Date mich die ganze Zeit verliebt anstarren würde, während die Kellnerin versuchen würde, dem Typen schöne Augen zu machen. Das wäre so romantisch, doch Eileen saß vor mir und nein, sie war nicht mein Date und die Kellnerin schien auch nicht sehr viel Interesse an ihr zu haben. „Kann ich euch beiden schon was zu trinken bringen?", fragte sie zuckersüß und wackelte voller Enthusiasmus mit dem Kopf, woraufhin ihr Zopf hin und her wippte. Ich meldete mich zu erst zu Wort. „Ich nehme eine Cola und du?" „Ich auch." Die Kellnerin nickte zufrieden, schrieb sich alles in einen digitalen Notizblock, wenn man diesen noch so nennen konnte, und lief zurück zur Theke. „Wo waren wir stehen geblieben?" „Du hast irgendwas von ‚genieß dein Leben' gebrabbelt.", half ich ihr auf die Sprünge, woraufhin sie sich wissend aufrichtete und sich mit den Ellenbogen auf den Tür stütze um mir näher zu kommen. Leicht überfordert wich ich zurück. „Genau. Also ich rate dir an deiner Stelle die kleinen Dinge des Lebens zu genießen, anstatt immer so viel zu erwarten. Freu dich doch darüber mit mir in die Stadt zu gehen und ein süßes Outfit zu bekommen. Freu dich über diesen Moment mit mir, ohne mich anzumeckern und alles schlecht zu reden. Freu dich über die Dinge, die du hast und genieße alles, was dich glücklich macht. Wir werden immer älter und irgendwann schaust du auf dein Leben zurück und bist traurig über die Dinge, die du verpasst und du wirst den Richtigen finden." Ich wollte ihr sagen, dass ich ihren Rat nicht hören wollte und dass es doch dumm sei, seine Erwartungen auf ein Minimum zu reduzieren. Ich würde mich nie mit so etwas abfinden können, oder zumindest nicht in diesem Moment. Sie sprach von einer Zukunft, doch ich sprach von heute und es gab keinen Unterschied. Ich konnte jetzt schon auf mein Leben zurückblicken ohne Stolz zu seinen. Reichte das nicht? Ich wollte auch nicht warten bis der richtige kam, weil ich nur ihn wollte. Ich war einfach zum kotzen und sie verstand es nicht. Ich war viel zu kaputt für eine Beziehung, zu langweilig für spaßige Nächte deutlich zu hässlich für ein schönes Outfit. Meine Stimmung sackte auf den Tiefpunkt und ich wusste selbst nicht, wieso ich plötzlich hier weg wollte. Es war eine dumme und unüberlegte Idee gewesen. Ich hätte zuhause bleiben sollen und mit ihm kuscheln sollen, nachdem Eileen weg gewesen wäre. Seitdem wir das Haus verlassen hatten, war unsere Freude komplett weg. Ich war eine grauenhafte Freundin, die nicht einmal lange und angenehme Gespräche führen konnte. Ich wollte den Tag nicht versauen. Ich musste mich zusammen reißen. Ich sollte den Tag mit Eileen einfach genießen und vergessen, dass ich niemals das Leben führen werde, was ich wollte. Die Kellnerin kam und brachte uns unsere Cola. „Kann ich schon eure Bestellungen aufnehmen?", bat sie uns höflich. „Ähm. Ich nehme die Pasta mit Brokkoli.", entschied Eileen eilig und deutete mit ihrem Zeigefinger auf eins der Bilder auf der Menükarte. Die Frau nickte freundlich und wand sich zu mir. Ich bestellte eine vegetarische Pizza, woraufhin sie sich alles notierte und wieder verschwand. Lange Zeit war Stille zwischen uns eingekehrt und Eileen spielte mit ihrem Handy. Sie hatte wohl damit gerechnet, dass ich erst mal Zeit brauchte, ihre nicht sehr hilfreichen Tipps anzunehmen. Um ihr einen Gefallen zu tun und den Tag einiger Maßen zu genießen, puschte ich ihr Selbstwertgefühl. „Du hast recht. Ich wollte nicht so sein. Es tut mir leid." Eileen blickte von ihrem Handy hoch und strahlte mich an. Sie war vollkommen geschmeichelt von meinen Worten und sprachlos, worüber ich sehr dankbar war. Als die Kellnerin mit unseren Bestellungen wieder kam, schien sie ihre Stimme leider wiedergefunden zu haben. Wieso ging sie mir heute nur so auf die Nerven? Ernsthaft. Ich mochte Eileen eigentlich wirklich. Ich hoffte, dass sich das jetzt legen würde. „Du brauchst mir nicht zu danken. Ich helfe gerne. Es gibt tausendmal schlimmere Dinge im Leben. Manche Menschen haben mit schlimmen Krankheiten zu tun oder schwierige Schicksalsschläge erlebt.", erwiderte Eileen und schenkte schlussendlich dem Essen ihre ganze Beachtung. Ich weiß, Eileen meinte es nicht so, aber am liebsten würde ich ihr für diese Worte mein Messer in ihren Schädel rammen. Ich hatte es so satt, dass mein seelisches Befinden zu einem Konkurrenzkampf mutierte. Egal wie schlecht es dir auch gehen mag, es gab immer jemanden, der es anscheinend schlechter erwischt hatte. Irgendeiner würde dich wirklich immer toppen. Wenn man jemanden sagen würde, dass man den ganzen Tag nicht gegessen hatte, würde er irgendwen als Beispiel nennen, welcher schon mehrere Wochen allein mit Tee überlebt hatte. Wenn jemand um Hilfe schrie, weil er sich seinen eigenen Beine vor Wut grün und blau schlug, sagten andre, dass es Menschen gab, die sich die Arme und Beine bis auf den Knochen aufschlitzten. Wenn einer im Krankenhaus lag, weil er schon 8-mal versucht hatte, sich umzubringen, würden andere ihm in Gesicht schrien, dass es Menschen gab, die es schafften, zu sterben. Ach.. und wenn die Person dann wirklich tot war, schienen alle keine Ahnung zu haben. Alle waren so überrascht von dem Tod des ach so glücklichen Kindes. Jeder schien die Ernsthaftigkeit der Hilferufe nicht zu verstehen. Sie sahen lieber weg, anstatt hin. Nein, falsch. Sie gafften, aber sagten nichts. Mein Gott. Ich kotze, wenn die Menschen auf meine Arme starrten und sich dann ganz unbemerkt fühlten. Am besten waren ja noch die, die diese liebevollen Fragen stellten ‚Geht es dir gut? '. Natürlich ging es mir bestens. Bin aus Versehen in der Dusche ausgerutscht und in meinen Einwegrasierer gelandet. So um die dreihundert Mal, aber natürlich ganz ausversehen. Ich wette, sie würden einfach nur nicken und sagen, was für hässliche, kleine Naben sie wegen den Einwegrasierern hatten, weil die so scharf waren. Das lustige war, dass ich mich das erste Mal wirklich unbeabsichtigt mit solchen Dingern geschnitten hatte. Ernsthaft, die Dinger waren die Hölle. Eine Hölle, die nur ich verstehen konnte. Ich war ziemlich erschüttert über die Tatsache, dass Eileen es genauso sah. Ich würde nie krank genug sein bis zu meinem Selbstmord. Ich würde immer bloß der besorgniserregende Fall bleiben. Ich hatte wirklich keinen Appetit mehr. Ich wollte bloß noch weg von ihr, bis sie wieder verstand, was sie da sagte. Ich hielt es für vollkommen inakzeptabel, wie sie mit mir sprach. Ich dachte, sie war meine Verbündete, doch irgendwie stimmte unsere Chemie im Moment nicht. Vielleicht lag es daran, dass ich anfing durchzudrehen, seit ich das Haus verließ. Ich blickte durchs Fenster und sah ihn auf der anderen Straßenseite. Er war zwischen den Menschenmassen und sah sich gelangweilt um. Ich wusste genau, was ich jetzt tun würde. „Weißt du was? Irgendwie passt mir das ganze doch nicht. Lass uns ein nächstes Mal treffen. Ich bin heute irgendwie nicht in der Lage. Es tut mir leid. Lass uns reden, wenn wir uns beide wieder beruhigt haben.", sprach ich und legte das Geld für meine Pizza auf den Tisch. Perplex sah mich Eileen an, wollte etwas sagen, doch ich ließ sie nicht zu Wort kommen. Ich lief einfach davon. Ich braucht die Zuflucht bei meinem Engel. Sollte er mich erneut schützen vor Realität, die ich nicht ertragen konnte. Unsere Blicke trafen sich, doch als ich ihm grade ein Lächeln schenken wollte, drehte er sich erschrocken von mir weg und hastete eilig durch die Straßen. „Willst du mich veraschen? Bleib stehen", rief ich ihm hinter her. Doch zu meiner Verwunderung, gehorchte er nicht. Ich hatte jetzt keine Lust auf die Spielchen. Ich brauchte ihn. „Bitte." Meine Schritte wurden immer schneller, als ich merkte, dass er immer weiter davon lief. Wieso tat er das? Er sollte sich freuen, mich zu sehen. Verzweiflung machte sich breit. Die Leute starrten mich neugierig an, als sie meine Rufe hörten, doch ich versuchte die gaffenden Blicke einfach zu ignorieren. Ich wurde immer nervöser über dieses schreckhafte Benehmen. Er rannte immer weiter und überquerte eine Kreuzung. Frustriert schrie ich ihm hinter her: "Bitte. Bleib stehen:" Ich folgte ihm über die Straße, hörte plötzlich das laute Hupen eines Autos, gefolgt von quietschenden Reifen über dem Asphalt. Mein Kopf schnellte zum Auto, welches auf mich zukam. Ohne mich zu Bewegen, starrte ich in meinen Tod. Ich hatte nie darüber nachgedacht, wann ich sterben würde. Wer wusste das auch schon? Jeden Tag lebte man sein Leben, ohne darüber nachzudenken, wie lange wir noch hatten. Es gab keine Uhr oder so was in der Art. Wir konnten bloß Vermutungen aufstellen und hoffen, dass man in keinen Unfall gerät oder an tödlichen Krankheiten stirbt. Es kam dieser Moment im Leben, der das Ende bedeutete. Einfach so. Das Auto näherte sich immer mehr meinem Körper. Obwohl es schon die Hälfte seiner Geschwindigkeit gedrosselt hatte, packte es mich dennoch mit einem erschlagenden Tempo. Ich hörte, wie die Knochen in meinem linken Oberarm knackten, als ich gegen das Auto gestoßen wurde. Für einen kurzen Moment verging die Zeit viel zu schnell und im nächsten Moment lag ich auf dem Boden vor der Karre, die mich nicht getötet hatte. Ich hörte Schreie der aufgeregten Menschen. Der Autofahrer stürmte aus seinem Wagen und rannte direkt auf mich zu. „Wir müssen einen Krankenwagen holen!", schrie er. „Nein. Keinen Krankenwagen.", murmelte ich leise, doch er schien mich nicht zu hören und weiter nach Hilfe zu rufen, weshalb ich versuchte vorsichtig aufzustehen um seine Aufmerksamkeit zu erregen. „Ich will keinen Krankenwagen!", schrie ich und spürte im nächsten Moment nur noch Schwindel und Übelkeit. Das Adrenalin pumpte durch meinen Körper. „Ich ruf jetzt einen Krankenwagen, okay?" Hört der Typ mir denn gar nicht zu? „Sie hat gesagt, dass sie keinen Krankenwagen braucht. Ich bringe sie!", knurrte plötzlich eine bekannte Stimme hinter mir. Er ist wieder da, aber das würde nichts bringen. Der Autofahrer konnte ihn nicht sehen, aber ich war trotzdem berührt über seinen zum Scheitern verurteilten Versuch. „Du bringst sie ins Krankenhaus?", fragte plötzlich der Autofahrer meinen Jungen. Erschrocken beobachtete ich die Szene zwischen den beiden. „Warte mal. Du kannst ihn sehen?" Meine Stimme war so schrill, sodass beide erschrocken zusammen zuckten. „Wen? Ihn?", fragte der Typ, der mich eben angefahren hatte und deutete auf meinen Engel. Beide starrten mich verwirrt an. „Sie scheint wirklich nicht in bester Ordnung zu sein. Wir sollten wirklich..", aber mein Retter schnitt meinen Fast-Mörder das Wort ab. „Ich bringe sie jetzt ins Krankenhaus. Hier ist meine Karte, falls irgendetwas nicht mit dem Auto stimmt." Er überreichte dem verwirrten Autofahrer seine Karte und schritt auf mich zu. „Dafür, dass du eben weggelaufen bist, bist du jetzt ziemlich großzügig." Ich konnte nicht glauben, dass er wirklich vor mir stand. Das war alles zu viel für mich. „Dafür, dass du grade angefahren wurdest, scheinst du schon ziemlich labil zu sein.", konterte er. Ich hielt meinen Arm vorsichtig fest. Er fühlte sich so locker an. wie Wackelpudding. Ich konnte mir gut vorstellen, dass nur meine Muskeln, Haut und Sehnen meinen Arm zusammen hielten. Er war so locker in meiner Hand und ich hatte Angst, ihn je loszulassen. Vielleicht würde er dann einfach abreißen oder so. „Komm. Ich helfe dir.", gab der gutaussende Junge von sich und kam auf die gesunde Seite meines Körpers. Vorsichtig machten wir uns zusammen auf den Weg. Mir war noch immer kotz übel. So hatte ich mir meine erste Begegnung nicht vorstellt. Allgemein ihn zu sehen, war total Psycho. Meine Schritte waren schwankend und immer wieder tauchten kleine schwarze Punkte in mein Sichtfeld, was die ganze Sache nicht grade erleichterte. Ich war froh, dass er an meiner Seite war. Wenn ich nicht diesen lockeren Arm, der sich so anfühlte, als sei er kein Teil mehr von mir in der Hand halten würde, würde ich wahrscheinlich Freudensprünge machen. Wir nährten uns einem Parkplatz und blieben schlussendlich vor einem dunkelblauen Van stehen. Er öffnete mir die Beifahrertür und half mir dabei, in den Wagen zu steigen um anschließend meinen Sicherheitsgurt zu schließen. Sein Kopf war so nah an mir, dass ich seinen sanften Atem auf meiner Haut spüren konnte, woraufhin die Schmetterlinge in meinem Magen wild umher flogen. Ich konnte mir ein Lächeln verkneifen, doch als er wieder sich aufrecht hinstellte, war sein Gesicht angespannt und überhaupt nicht glücklich. Natürlich war er nicht glücklich mich zu sehen. Er kannte mich nicht und auch wenn. Ich war ein verrücktes Mädchen, was ihm nachlief und nur Probleme bereitete. Er schloss die Tür, lief um den Wagen und stieg auf der anderen Seite ein. „Wieso bist du eigentlich vor mir weg gelaufen?", fragte ich ihn, nachdem er den Wagen startete. Seine Körper spannten sich auf meine Frage an und es sah so aus, als wollte er meine Frage nicht beantworten. Er schien zu überlegen, was er sagen sollte. „Keine Ahnung. Ich bin es nicht gewohnt, dass Mädchen hinter mir her rennen. Du hast mir ein wenig Angst gemacht." ‚Lüge', flüsterten Stimmen in meinem Kopf. Doch ich ging nicht weiter darauf ein, weil ich ihn nicht weiter nerven wollte. Die Stimmung im Wagen war anspannt. Irgendwann unterbrach er die Stille. „Wieso bist du mir überhaupt hinterher gerannt? Kennst du mich?", schien er von mir wissen zu wollen. Dabei schien sein Unbehagen noch größer zu werden. „Indirekt ja. Ich hab mal von dir geträumt und hab vielleicht ein kleines Händchen von Dramatik." Er musste ja nicht wisse, dass er meine Wahrvorstellung war. Ein einfacher Traum schien sich normaler an zu hören und irgendwie hatte ich das Gefühl, ihm die Wahrheit sagen zu müssen, anstatt zu behaupten, dass ich ihn mit jemand anderem verwechselt hätte. Er seufzte erleichtert und seine Hände, welche eben noch beinahe das Lenkrad zerbrechen wollten und dessen Knöchel schon ganz weiß waren, wurden lockerer und nahmen wieder einen menschlicheren Haut Ton an. „Ach. Deshalb die komische Frage von vorhin, ob der Typ mich sehen konnte. Darauf wollte ich auch noch hinaus." Er lachte auf, was mir einen Schmerz in der Brust verpasste. Er lachte über mich. So was tat er sonst nie. Okay. Normalerweise lebte er auch nicht. Er sah zu mir rüber, aber als er meinen Gesichtsausdruck sah, verstummte er. „Hey. Das war nicht so gemeint. Ich.. Keine Ahnung. Sei einfach nicht sauer, okay?", sprach er unbeholfen und schaltete das Radio an um die Situation zu lockern. Im Radio erkannte ich das Lied ‚Years & Years' von King und auf eine komische Art und Weise passte es zu der jetzigen Situation, weshalb ich es ausschalten wollte. Doch in meiner Situation würde das schlecht gehen. „Kannst du das Radio bitte ausstellen?", forderte ich ihn auf. Verwirrt zog er die Augenbrauen zusammen und starrte weiter auf die Straße. „Warum? Magst du keine Musik?" „Doch, aber im Moment bin ich nicht in der Stimmung", log ich und war froh darüber, dass er den Zusammenhang nicht verstand. „Okay. Ich mag auch nicht so gerne Musik aus dem Radio. Das Ganze ist viel zu kommerziell.", stimmte er mir zu und schaltete das Radio aus. „Findest du? Was hörst du denn gerne?" Und führte unsere Konversation weiter. Ich wollte nicht, dass diese schon wieder viel zu schnell enden würde. Weiß Gott, wie lange ich noch Zeit hatte bis wir uns nie wieder sehen würden. Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass er mich nicht sonderlich mochte. „Nichts besonders. Vieles, aber meist ist es Musik, die keiner kennt. Ich bin offen für vieles." Seine Stimme hörte sich so belanglos an, was mir das Gefühl noch mehr bestätigte, dass er mich nicht mochte. Nun stellte er eine Frage. „Wie heißt du überhaupt?" „Ähm.. Ich heiße Acacia Sutton Miller und du?" „Hast du dir das grade ausgedacht?" Nun war ich verwirrt. „Wieso?" Er sah mich kurz an, bevor er weiter sprach und sich auf die Straße konzentrierte. „Weil du zum einen ‚Ähm' gesagt hast und zum anderen ist der Name so abgehackt. Er passt irgendwie nicht." Super. Dankeschön, dass er auch meinen Namen scheiße fand. Heute war echt nicht mein Tag. Wieso war er nicht so süß, wie in meinen Träumen. Beleidigt verzog ich den Mund. „Sorry, aber so heiße ich wirklich. Willst du meinen Ausweis sehen?", zickte ich. Er zuckte nur mit den Schultern. „Brauche ich nicht." Wow. Er war wirklich so süß. „Arschloch.", murmelte ich. „Was hast du gesagt?" „Nichts." Plötzlich hielt er den Wagen am Straßenrand an und drehte sich zu mir um. Ups. „Jetzt hör mir mal zu. Du hast kein Recht mich zu beleidigen. Du kannst froh sein, dass ich dir überhaupt helfe. Erst rennst du mir hinterher, dann heulst du rum, weil du keinen Krankenwagen willst und jetzt bist du beleidig, weil ich deinen Namen komisch finde? Das brauche ich mir echt nicht bieten zu lassen. Steig aus." Warte was? Erneut zog sich mein Herz krampfhaft zusammen und ich musste wirklich damit kämpfen, nicht sofort loszuheulen. So schnell es mir möglich war, legte ich meinen zerstörten Arm auf meinen Schoß ab, öffnete den Sicherheitsgurt und anschließend die Tür. Dann hielt ich meinen Arm so gut es ging fest, stieg aus dem Wagen und schloss die Tür mit meinem Rücken. Kurz darauf fuhr er auch schon davon. So eine Scheiße aber auch! Die Tränen liefen mir übers Gesicht und ich wusste nicht, was ich tun sollte. Total unter Schock stand ich hilflos dort, wo er mich sitzen ließ. Was sollte ich nur tun? Erneut tauchten kleine Punkte vor meinen Augen auf, gefolgt von Schwindel und Übelkeit. Das ganze wurde mir einfach zu viel. Unbeholfen setze ich mich auf den Boden und versuchte normal zu atmen. Ich schloss meine Augen und konzentrierte mich auf meinen Atem um nicht sofort los zu kotzen. Ich fühlte mich so elend und wollte einfach nur noch ins Krankenhaus. Mit mir stimmte ganz und gar irgendwas nicht. Mein Arm war immer noch reinster Wackelpudding und ich fühlte mich so hilflos. So alleine gelassen. Doch nach wenigen Minuten tauchte der bekannte blaue Van vor meinen Augen auf. „Was willst du?", wimmerte ich, als er aus dem Wagen stieg und sich vor mich hin kniete. „Komm. Ich bring dich jetzt ins Krankenhaus." „Ich dachte, du hättest die Schnauze voll von mir!" Er stöhnte genervt auf und warf seinen Kopf in den Nacken. „Es tut mir leid, Okay? Ich hab das nicht so gemeint. Glaubst du ernsthaft, ich würde dich einfach hier stehen lassen? Ich bin auch nur ein Mensch. Stell dich nicht so an und komm. Du siehst schon ganz blass aus." Erneut half er mir in den Wagen und wir fuhren weiter. „Danke.", murmelte ich leise. Er nickt kurz auf meine Entschuldigung. „Und übrigens mag ich deinen Namen. In einzelnen Teilen ist er wunderschön. Ehrlich." Erstaunt blickte ich ihn an. „Findest du?" Ein breites Lächeln legte sich auf meine Lippen. „Ja, Prinzessin." Auf meinen Kosenamen schwoll mein Herz vor Freude an. „Prinzessin? Wie kommst du darauf?" Er verdrehte die Augen und schaute wieder kurz zu mir hin, als würde die Antwort doch auf der Hand liegen. „Weil du dich wie eine Prinzessin benimmst. Deswegen." Ich schmollte. „Gar nicht wahr." „Wollen wir wieder streiten? Wenn du willst, dann nenne ich dich nie wieder so, Acacia Sutton Miller.", grummelte er sichtlich genervt. Ich schüttelte den Kopf. „Nein, Nein. Ich mag den Namen. Wie heißt du überhaupt?", fragte ich ihn. „Es wäre besser, wenn du ihn nicht weißt." Wie bitte, was? „Wieso darf ich deinen Namen nicht wissen?", fragte ich ihn. „Sagen wir es so.. Ich würde früher oder später Probleme bekommen, wenn ich dir den Namen sagen würde. Es ist besser, wenn du ihn einfach nicht weißt, okay" „Nicht okay.", erwiderte ich. „Ouh. Bitte, Prinzessin. Mach es mir nicht so schwer. Können wir das nicht einfach dabei belassen, bitte! Es ist wirklich wichtig für mich, wenn das geheim bleibt." Sein Blick war stur auf die Straße gerichtet und schien keine Wiederreden hören zu wollen. „Und was sagt du dann bitte, wenn wir ins Krankenhaus gehen?" „Wer hat gesagt, dass ich mitkommen werde?", konterte er. „Du. Du hast gesagt, dass du mich ins Krankenhaus bringst." Er leckte sich über seine perfekten Lippen und raufte sich die Haare. „Okay. Dann hab ich mich falsch ausgedrückt. Ich bringe dich vors Krankenhaus, okay" „Wieder einmal nicht okay. Ich bin gar nicht in der Lage, alleine zu laufen. Außerdem was soll ich den Leuten sagen? Das ich nach einem Autounfall zu Fuß zum Krankenhaus gelaufen bin?" Er schüttelte auf meine Frage mit dem Kopf und ich glaubte, endlich gewonnen zu haben, aber er schien anderer Meinung zu sein. „Du sagst, dass du Angst vor dem Krankenwagen hattest, was auch stimmt, und bist mit dem Taxi gefahren, was indirekt stimmt, weil ich dich gefahren hab. Stell dir einfach vor, ich sei ein Taxifahrer: Oder mach was du willst. Ich komme nicht mit ins Krankenhaus." Enttäuscht gab ich nach. „Na gut. Werde ich dich wieder sehen?", fragte ich ihn und begutachte sein Gesicht um seine Emotionen zu lesen. Er fuhr sich erneut nervös durchs Haar und schien wieder reichlich zu überlegen. So auf spontane Antworten schien er nicht zu stehen. Schade aber auch. Durch das Nachdenken machte er keine Fehler, so wie ich. Ich war viel zu spontan und dachte viel zu selten über Konsequenzen nach. „Wenn es dich beruhigt, dann ja. Ich komme dich im Krankenhaus besuchen, wenn du da noch bist." Also kann ich bloß hoffen, dass ich im Krankenhaus bleibe, damit du mich irgendwann besuchen wirst?" Er nickte. „Sieht so aus." Ich ließ zischend die Luft zwischen meinen Zähnen entweichen. „Wie unwahrscheinlich ist das denn?" Er grinste. „Weiß nicht. Ziemlich unwahrscheinlich, aber du glaubst gar nicht, was alles so unwahrscheinliches passieren kann." Zum Beispiel hab ich dich endlich gefunden, fügte ich in Gedanken hinzu. Ihn vielleicht nie wieder zu sehen, schien für mich als das Schlimmste in meinem Leben zu sein. Ich meine, jetzt hatte ich ihn an meiner Seite, aber er forderte erneut das Schicksal heraus. Ich wollte ihn nicht auf eine Karte setzen, aber er ließ nichts anders zu. Echt deprimierend. Leider erreichten wir viel zu schnell ein Gebäude, was ganz nach einem Krankenhaus aussah. Ich ließ mich tiefer in den Sitz des Autos sinken und wollte auf keinen Fall aussteigen, doch mein Engel schien andere Pläne zu haben. Schnell stieg er aus dem Auto und trat an meine Seite um mir beim austeigen zu helfen. „Hör zu. Ich werde solange im Auto sitzen bis du im Krankenhaus verschwunden bist, okay?" Erneut sammelten sich Tränen in meinen Augen. Ich wollte ihn nicht verlassen. „Bitte. Komm mit.", flüsterte ich, doch er schüttelte entschlossen seinen Kopf. „Du schaffst das, ja? Ich mag dich, Prinzessin, und wir werden uns wieder sehen." Ich hoffte so sehr, dass er mich nicht anlog. Aber Hey. Auch wenn er jetzt für immer gehen würde, hätte ich ja noch meine Wahnvorstellung von ihm. Ist doch fast dasselbe. Nicht. Verdammt nochmal. Er durfte mich nicht verlassen. „Bitte." Ich schluchzte weiter vor mich ihn. „Ich verstehe nicht, was du an mir hast, Prinzessin. Du weißt gar nicht, was für ein schlechter Mensch ich bin und ich will dich nicht auf die böse Art verjagen, also sei jetzt tapfer und geh. Ich werde wieder kommen. Ich verspreche es dir." Seine Stimme war so ernst und seine Augen schienen meine zu durchbohren. Plötzlich bückte er sich vor mich und gab mir einen sanften Kuss auf die Wange. Danach guckte er mir noch einmal ernst in die Augen und lies mich los. Er ging direkt zum Auto, stieg ein ohne noch ein einziges Mal zurück zu sehen. Wenn ich könnte, dann würde ich ihm jetzt hinterher rennen, aber ich wusste, dass ich das nicht sollte.
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Lost in Dreamworld
Teen FictionAcacia ist stark depressiv. Als sie in eine neue Stadt zieht um ihr Leben zu ändern, taucht plötzlich ein wunderschöner Junge auf, der sie auf Schritt und Tritt begleitet. Doch dieser ist bloß Einbildung ihrer Fantasie. Ein Traum. Voller Angst vor d...
