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Kapitel 1

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„Also, du weißt ja, dass ich nicht viel von deiner Mutter halte. Aber wenn du schon extra zu ihr fliegst, könnte sie dich wenigstens vom Flughafen abholen."

„Ich kann ja auch mit dem Bus oder so fahren."

„Ach, Aliana. Du bist einfach ein viel zu guter Mensch."

„Ich liebe sie. Sie ist schließlich immer noch meine Mutter."

„Jaja. Pass auf dich auf und meld dich, sobald du bei ihr angekommen bist."

„Mach ich, Cara. Bye."

„Bye. Bye."

Ich legte auf und wollte mein Handy gerade in meine Tasche stecken, als ich noch einmal auf die Uhr sah.

18:47 Uhr.

Na toll.

Der nächste Bus würde erst in einer Stunde kommen.

Seufzend blickte ich mich im Flughafengebäude um. Da ich sowieso nichts Besseres zu tun hatte, beschloss ich, mich in das kleine Café zu setzen und dort die Zeit totzuschlagen.

Es war überraschend gemütlich. Klein, aber hell und einladend. Naja – zumindest so einladend, wie ein Flughafencafé eben sein konnte.

Ich bestellte mir einen Kaffee und setzte mich mit meinem Handy in eine Ecke. Während ich durch irgendwelche belanglosen Videos scrollte, vergingen die Minuten, ohne dass ich es wirklich bemerkte. Menschen kamen und gingen, Koffer rollten über den Boden, Durchsagen ertönten im Hintergrund.

Bis plötzlich ein Mann vor der Theke meine Aufmerksamkeit auf sich zog.

Ich hob den Blick.

Dunkle Haare. Braune Augen. Groß. Durchtrainiert.

Und verdammt attraktiv.

Wobei „attraktiv" vielleicht nicht das richtige Wort war.

Er war heiß.

Im wahrsten Sinne des Wortes.

Denn genau in diesem Moment hatte die Barista ihm einen kompletten Kaffee über sein Shirt geschüttet.

Ich musste lachen.

Er sah an sich hinunter und dann zu mir.

„Ja, haha. Sehr witzig."

Er fuchtelte mit den Händen vor seinem Shirt herum, während die Barista sich mehrfach entschuldigte.

Ich biss mir auf die Lippe, um nicht noch lauter zu lachen.

„Bist es wohl nicht gewohnt, abgewiesen zu werden, was?"

Keine Ahnung, warum ich das gesagt hatte.

Vielleicht lag es an seinem Auftreten.

An diesem selbstsicheren Blick.

Oder einfach daran, dass er genau wie einer dieser Typen aussah, die es gewohnt waren, von Frauen angehimmelt zu werden.

Er hob den Kopf und sah direkt zu mir.

Dann kam er langsam auf meinen Tisch zu.

„Ich werde normalerweise auch nicht abgewiesen."

Dieser Blick.

Typisch.

Ich-bin-der-coolste-Typ-am-College.

Ich verdrehte die Augen.

„Tja. Sie hatte schon recht. Hättest du mich angemacht, hätte ich genauso reagiert."

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⏰ Last updated: 3 days ago ⏰

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