Kapitel 1

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Es ist furchtbar warm, 5:30 Uhr an einem Ferientag -__- und ich sitze mit meinen Eltern im Auto auf dem Weg zum Bus. Heute ist der 1. Tag des Sommer Camps bei dem mich meine Eltern angemeldet haben, 3 Wochen in Kanada, ohne jemanden Bekannten mit einer sozialen Angststörung. Meine Eltern dachten das sei eine gute Konfrontationstherapie, da ich nach den Sommerferien auf eine neue Schule gehe und somit meine sozialen Kompetenzen verbessern kann. Nun ja mir fällt es immer etwas schwer Anschluss zu finden, denn ich bin etwas "speziell" oder "komisch" wie es die meisten es formulieren. Ich hab viele besondere Interessen die die meisten in meinem Alter nicht teilen, zB bin ich ein absoluter Nerd in Serien wie Gravity Falls und Adventure Time, ich lese viele klassische und fantasy Bücher, skate und bin sehr Mode affine. Meine (wenigen) Freunde bezeichnen mich oft als "Fashion Diva", denn ich liebe alternative Kleidung und mach dementsprechend sehr viel meiner Accessoires selber, gehe thriften und entwerfe meine eigenen Kostüme, Cosplay ist meine größte Leidenschaft. In einen meiner lieblings Charaktere zu schlüpfen und mich mit anderen "Nerds" zu treffen ist unglaublich toll.

Mom: "Finnley! Wach aus deiner Traumblase auf, wir sind da!"

Aus meinen Gedanken gerissen schau ich mich um, ein Parkplatz mit einigen Autos, aus denen andere im Alter von 15 bis ca 19 Jahre aussteigen, sich von ihren Eltern verabschieden und den gelben Bus mit ihren Taschen beladen. Ich steig aus dem Auto aus, mein Dad hat meine Reisetasche und meine Mom steht schon bei einem der Betreuer. Mit meinem Rucksack auf dem Rücken schau ich zu meinem Dad welcher mir ermuntert zunickt, wir gehen zu dem Betreuer und meiner Mom, welcher gerade meinen Namen auf der Liste sucht. Mein Dad verstaut meine Tasche im Kofferraum des Busses, dann wenden er und meiner Mom sich zu mir um mich zu verabschieden.

Dad: "Eine schöne Zeit Finnley, hab Spaß und mach was draus!!"

Ich schaue zu Mom und sie nimmt mich in den Arm.
Mom: "Mach's gut Finny, du packst das, wir haben dich lieb."

Ich bekomme Bauchschmerzen, jetzt heißt es wirklich tschüss Bis fork, Minnesota und hallo Northwest Bay Kanada.
Ich um klammer meinen Rucksack noch fester als ich in den Bus steige, es sind schon einige Plätze besetzt und man erkennt schon die Arten von Teenagern, welche mich 3 lange Wochen begleiten werden. Da gibt es die "coolen, wohlhabenden und beliebten Jungs" welche natürlich ganz hinten im Bus sitzen, laut, stark miteinander reden und von den "girly girls" beobachtet werden, welche nur am kichern sind. Dann gibt es noch die bodenständigen, nicht besonders auffällig, weder negativ noch sonders beliebt. Sie sind ruhig bzw scheinen diese sich schon etwas zu kennen, wahrscheinlich sind es die, die jedes Jahr mit ins "CampKan" fahren.
Ich suche mir einen freien Platz, in der Mitte des Busses am Fenster, ich hole meine Kopfhörer und mein aktuelles Buch "Coraline" heraus und beginne zu lesen. Mit der Zeit füllt sich der Bus bis irgendwann ein braunhaariger Junge mit Sommersprossen, Jorts und einem roten T-Shirt neben mir steht und meine Schulter anstupst "Heyyy, Heyy du?!"
Ich war so in mein Buch vertieft das ich ihn garnicht bemerkt habe, ich zucke zusammen und schaue auf "huhhh?"
"Ist hier noch frei? Darf ich mich neben dich setzen?" fragte er mich. "Ähmm jah uhmm setz dich". Ich merke wie mein Nervensystem am eskalieren ist, was haben sich meine Eltern nur dabei gedacht, ich zittere leicht und starre auf mein Buch um mich zu beruhigen.
"Ich bin Jakekop und wie heißt du?" Strahlte er mich an. "Ehmm ich bin Finnleyy, ich meine Finn, nenn mich bitte Finn." Stotterte ich leise vor mich hin.
Jakekop: "Okayyy, hii Finn, was liest du da?"

Finn: "C c coraline, Coraline meinte ich, kennst du den Film?"

Jakekop: "Mhh ich glaub der lief neulich im Kino, hab ihn aber nicht geschaut."

Finn: "Jahhhh genauuu sie haben den Film neu animiert und auch das Buch hier ist dazu rausgekommen, es ist wirklich gut, den Film hab ich auch schon mehrfach gesehen!!"

Jakekop: "Woww ich sehe du bist sehr into it haha."

Verlegen senk ich den Kopf, leicht beschämt nuschel ich ein "uhm sorry wollte nicht nerven" also wenn es um meine Interessen geht kann ich reden ohne Ende, nur kommt das bei vielen nicht gut an.

Jakekop: "Hey nein alles cool man, ich bereue gerade nur den Film geschaut zu haben, sonst könnte ich jz mitreden :) ."

Okayy er ist süß, er scheint nicht so wie die andern sportlichen, lauten Jungs zu sein. Ich glaube das könnte eine angenehme Fahrt werden.

CampKan - Ein unerwarteter SommerGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt