WSQK - Teil 1 (Steve x Reader)

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(Reader POV)

Ich hätte einfach Nein sagen sollen. Robin hatte fast geweint am Telefon. „Ich habe Vickie schon dreimal versetzt. Ich kann das nicht schon wieder machen. Bitte. Es ist nur eine Sendung. Zwei Stunden. Du kennst dich aus. Und Steve wird schon nicht..."

...nicht was?", hatte ich gefragt.

Sie hatte geschwiegen. Jetzt stand ich vor dem Radiosender und wusste genau, warum sie diesen Satz nicht beendet hatte. Es war kalt. Mein Atem bildete kleine Wolken in der Februarluft. Irgendwo in Hawkins liefen wahrscheinlich kitschige Liebeslieder, während ich darüber nachdachte, freiwillig zwei Stunden mit Steve Harrington in einem geschlossenen Raum zu verbringen.

Steve Harrington.

Der Typ, der früher dachte, die Welt gehöre ihm. Der mit perfektem Haar und perfektem Lächeln durch die Highschool spaziert war. Der sich benahm, als wären andere Menschen Spielzeug in seinem Leben. Ja, ich wusste vom Upside Down. Von Monstern. Von Fledermausdingern. Von dieser anderen Welt. Robin hatte mir alles erzählt. Aber hören war nicht dasselbe wie dabei sein. Ich hatte ihn nie kämpfen sehen. Nie bluten sehen. Nie Angst in seinen Augen gesehen. Für mich war er immer noch der Junge, der sich für wichtiger hielt als er war. Und ich wusste genau, dass er genauso begeistert sein würde wie ich. Ich drückte die Tür auf. Drinnen war es warm. Gedämpftes Licht, das leise Surren der Technik. Aus dem Studio hörte ich Stimmen.

„...du hättest einfach früher Bescheid sagen können", sagte Steve. „Ich habe früher Bescheid gesagt! Du hörst nur nie zu!", fauchte Robin. Ich blieb kurz im Flur stehen. Dann trat ich ins Studio. Robin drehte sich sofort um. Erleichterung überflutete ihr Gesicht. „Du bist da! Oh mein Gott, danke." Steve folgte ihrem Blick. Sein Gesichtsausdruck wechselte in Sekundenbruchteilen. Überraschung. Dann dieses neutrale, kühle Ding. „Natürlich", murmelte er. Ich hob eine Augenbraue. „Freut mich auch, dich zu sehen."„Hat Robin dir gesagt, dass das hier eine freiwillige Sache ist?" fragte er trocken. „Hat sie dir gesagt, dass ich hier arbeite und weiß, wie man die Technik bedient?" Robin stellte sich zwischen uns, als würde sie zwei streitende Hunde trennen. „Okay! Super! Energie ist da! Aber ich muss los."„Du bleibst doch wenigstens, bis wir..." begann Steve. „Nein." Sie griff nach ihrer Jacke. „Ich habe meiner Freundin versprochen, dass ich heute Abend wirklich auftauche. Und ich habe das Gefühl, wenn ich jetzt nicht gehe, komme ich hier gar nicht mehr weg."

Ich verschränkte die Arme. „Keine Sorge. Ich bin professionell." Steve schnaubte leise. „Das werden wir sehen." Robin zeigte drohend mit dem Finger auf uns beide. „Zwei Stunden. Benehmt euch. Und Steve? Sei kein Idiot." „Ich bin nie..."

Die Tür fiel hinter ihr ins Schloss.

Stille.
Nur das Summen der Geräte.

Ich stellte meine Tasche ab und ging zum Mischpult. „Also. Was ist der Plan?" Er lehnte sich gegen den Tisch, musterte mich kurz. „Der Plan war eigentlich, mit jemandem zu arbeiten, der mich nicht offensichtlich hasst." Ich sah ihn an. „Ich hasse dich nicht." Er hob eine Augenbraue. Ich seufzte. „Ich finde dich nur... anstrengend."„Interessant." Seine Stimme war ruhiger geworden. Weniger spöttisch. „Weil die meisten Leute inzwischen andere Wörter benutzen."„Oh bitte." Ich rollte mit den Augen. „Du tust ja gerade so, als wärst du komplett neu erfunden worden."

Ein kurzer Schatten huschte über sein Gesicht.
Kaum sichtbar.

„Vielleicht bin ich das", sagte er leise. Ich zuckte mit den Schultern. „Mag sein. Ich war nur nie dabei, um die Transformation mitzuerleben." Er sah mich einen Moment lang an. Nicht genervt. Nicht überheblich.
Einfach... ernst. „Ja", sagte er schließlich. „Warst du nicht."

Das rote On-Air-Licht blinkte auf. Noch dreißig Sekunden. Er setzte die Kopfhörer auf, setzte sich neben mich. Unsere Schultern berührten sich fast, aber keiner von uns rückte weg. „Du übernimmst die Anrufe", sagte er ruhig. „Ich moderiere."„Kein Problem."

Multifandom x Reader - Oneshots Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt