(TW: Panik Attacke)
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-Pov Lucifer-
Alles ist zu laut. Ich höre mein Herz rasen, das Blut durch meine Adern pumpen. Sogar mit geschlossenen Augen spüre ich den Schwindel bis in meinen Kopf steigen. Immer wieder probiere ich, um Luft zu ringen. Erfolglos. Seit einigen Minuten geht das schon so. Zuerst hat es angefangen. Unerwartet. Genauso stark. Stechen in der Brust, Schwindel dann Übelkeit. Wegen der Angst, fast umzukippen, lehnte ich mich gegen die nächstbeste Wand hinter mir. Da merkte ich nicht einmal, dass ich immer weiter runter rutschte, bis ich am Boden ankam. Seit Minuten probiere ich meine Atmung zu kontrollieren. Das Stechen in meiner Brust, genauso wie die Übelkeit, verbesserte sich nicht. Vielleicht wurden sie sogar schlimmer. Ich weiß es nicht.
Ich öffne meine Augen. Alles dreht sich wie auf einem Karussell. Zum ersten Mal merkte ich, wie sehr ich zitterte. Mir war nicht kalt. Im Gegenteil. Ich fühlte mich krank, schlecht. Als ich merkte, wie der Kotzreiz wieder hochkam, schloss ich meine Augen erneut. Eine Panikattacke. Natürlich. Gerade als ich dachte, alles würde besser werden. Im Hotel. Mit Charlie vereint. Anscheinend habe ich mich geirrt. Ich fühle mich schwach. Oder ist es nur die aufkommende Angst? Die Angst vor dem Ersticken? Auch wenn dies nicht passieren wird, obwohl es sich so anfühlt. Die Angst, wie lange ich noch in dieser Episode hänge? Wie lange wird sie bleiben? Oder kommt die Ohnmacht mich zuerst holen?
Es ist nicht das erste Mal, dass dies passiert. Jedes Mal genauso schlimm. Oder wird es schlimmer? Ich weiß es nicht. Ich erinnere mich nicht. Ich fühle mich betäubt. Wie in einem Alptraum, aus dem man nicht aufwachen kann. Wie in einer Schlafparalyse. Gezwungen, diesem Monster in die Augen zu starren. Alleine mit dem zu kämpfen, was passieren wird.
Nun spüre ich schon Tränen, meine Wangen runter rollen. Warum hört es nicht auf? Normal dauert es doch nicht so lange, oder? Bilde ich mir das nur ein? Gefühlt sind Stunden vergangen. Ich schüttle meinen Kopf, um die Tränen abzuwinden. Das Einzige, was es brachte ist, dass ich nun einen salzigen Geschmack auf meinen Lippen schmecke. Obwohl es leise in meinem Zimmer ist, ist es zu laut. Ein Rauschen. Das Blut in meinen Ohren? Oder doch nur Einbildung? Schwer zu sagen. Erneut probierte ich, meine Augen zu öffnen.
Verschwommen. Schwindel. Ich sehe meine Tür öffnen. Wer wird es wohl sein? Das Knarzen von Schritten am Holzboden. Nur ein verschwommenes Bild einer Person, langsam auf mich zukommen. Rot. Das Einzige, was ich ausmachen kann. Dann höre ich eine Stimme. Sie hört sich sanft an. Sicher.
-Pov Alastor-
Ein weiterer Tag in der Hölle. Um genauer zu sein in diesem Loch von Hotel. Ich habe Charlie mit ein paar Kleinigkeiten hier und da geholfen. Im Gegensatz zu Lucifer, welcher sich ihr Vater nennt. Ich mache etwas in diesem Hotel. Ich helfe ihr es aufzubauen. Auch wenn dieser Traum fantasievoll ist. Ich glaube an sie. Zumindest tue ich es so. Ein Hotel, das Sünder erlösen soll? Wunschdenken. Jedoch soll Charlie daran glauben, wenn sie es will. Zum Glück konnte ich mich davon schleichen, bevor sie mich zu irgendeiner Gruppenaktivität gezwungen hätte. Es reicht schon, dass ich ihr aushelfe, ich muss nicht auch bei all Aktivitäten mitmachen.
Mit meinem üblichen Lächeln schreite ich durch die Flure des Hotels. Es ist ungewöhnlich leise. Die meisten sind wahrscheinlich bei Charlies Übungen. Ein bisschen Ruhe ist zur Abwechslung auch mal schön. Bekommt man in der Hölle sowieso zu wenig. Da ist Lucifer's Zimmer. Der König ist den ganzen Tag schon in seinem Zimmer. Warum sollte es mich was angehen? Er ist alt genug, um auf sich selbst aufzupassen. Als ich an seinem Zimmer vorbei ging, war es ruhig drinnen. Schläft er? Es ist kurz nach Mittag, warum sollte er? Sogar für ihn war diese Stille ungewöhnlich. Ich sollte mich nicht sorgen und trotzdem tue ich es. Ach fick es. Was soll schon sein? Er ist der König der Hölle. Ein Seufzen entkommt meinen Lippen.
Ich lehne mich näher gegen die Tür, um zu erlauschen ob irgendwelche Geräusche von drinnen entkommen. Atmen. Schweres Atmen. Als würde jemand keine oder nur schwer Luft bekommen. Sollte ich es Charlie sagen? Sie hat genug zu tun mit dem Hotel. Erneut entkam mir ein Seufzen. Ich griff nach dem Türknauf und probierte ihn aufzudrehen. Nicht verschlossen?
Langsam trat ich in den Raum. Lucifer sitzt in der Ecke seines Zimmers. Sein Zimmer war mit Enten geschmückt. Typisch für ihn. Ich beobachte ihn für wenige Momente. Er atmet schwer, Tränen rollen über seine Wangen und er zittert. Zuerst zögerte ich. Was tue ich hier? Ich nahm einen tiefen Atemzug und ging zu ihm. Ich beugte mich runter auf seine Höhe und brachte ihn mich anzusehen. Meine Stimme ist vorsichtig und sanft, ungewöhnlich für mich.
"Hey Majestät? Geht es Ihnen gut?" Keine Antwort. Sein Atmen wurde nicht langsamer oder leichter. Er atmet, als würde er ersticken. Lucifer's Blick ist verletzlich. Angst in seinen Augen. Ich setzte mich vor ihm nieder und nahm seine eine Hand in meine. "Lucifer?" , fragte ich vorsichtig, um zu sehen, ob er mich hören konnte. Seine Hand zitterte in meiner. Wieder keine Antwort. Eine Panikattacke? Würde Sinn ergeben anhand der Anzeichen. Sollte ich Charlie holen? Das würde ihn nur mehr in Panik versetzen. Dann muss ich ihm halt helfen. Na gut. Die 5 4 3 2 1 Technik.
"Hey Lucifer. Ich weiß du kannst mich hören, auch wenn es schwer ist. Sag mir 5 Sachen, die du sehen kannst", ich flüstere, um ihn nicht noch mehr zu überfordern. Für einige Sekunden keine Antwort. Dann hörte ich seine Stimme leise, aber doch: "Enten..Bett...Dich, Türe, deinen Stab.." Mein Lächeln ist sanfter als sonst. "Sehr gut. Nun 4 Dinge die du fühlen kannst" Diesmal sah er mir in die Augen als er antwortete: "Tränen auf meinen Wangen, deine Hand, der Schwindel in meinem Kopf und die Übelkeit" Ohne das ich es merkte streichelte ich mit meinen Daumen über seinen Handrücken. "Gut. 3 Dinge , die du hören kannst." Sein Atem wurde allmählich langsamer. "Deine Stimme, das Blut in meinen Ohren rauschen, meine Stimme" Auch seine Stimme ist nicht mehr so wackelig wie zuvor. "Fast hast du es geschafft, Lucifer. 2 Dinge , die du riechen kannst" Der König nahm einen tiefen Atemzug durch die Nase. "Dich und der Geruch der Hölle." Er sah mich an. Sein Blick war nicht mehr so verletzlich wie zuvor. "Sehr gut. Ein letztes noch. Eine Sache, die du schmecken kannst." Seine Brust hebt ich nun normal, das Zittern ist fast komplett verschwunden. "Ich schmecke Salz von meinen Tränen", ist seine letzte Antwort. Danach Stille. Es war ruhig. Diesmal wirklich. Kein schweres Atmen oder sonstige Geräusche. Ich setze mich neben ihn gegen die Wand. Meine Hand hielt immer noch seine. Sanft, fast liebevoll. Für eine Weile blieb es auch so still. Lucifer war sichtlich erschöpft von der Panikattacke. Ich fühle seinen Kopf gegen meine Schulter lehnen. Ich erstarre, doch ließ es zu. Das Einzige, was nach einiger Zeit die Ruhe brach, war ein leises "Danke" von dem König.
Dann schlief er ein. Auf meiner Schulter. Stille. Erneut. So blieb es. Bis in den nächsten Morgen.
ŞİMDİ OKUDUĞUN
Oneshots
Hayran KurguJoa hier werde ich von Zeit zu Zeit random ahh Oneshots hochladen für stories die mby mal ein Buch werden oder ich einfach zu lazy bin ein Buch draus zu machen. Warnung (ihr kennt es) Fluchen, sexuelle Anspielungen, Gewalt, Blut (ehrlich gesagt kein...
