Poor boy

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Mike saß in seinem Zimmer am Schreibtisch. Er müsste eigentlich noch die neuen Französisch Vokabeln üben und fürdeutsch die Analyse fertig schreiben. Stattdessen .. dachte er nach. Schon seit einer Weile. Nicht über die Hausaufgaben. Nicht über irgendwas relevantes in seinem Leben. Eher das Gegenteil. Er dachte über seinen Tod nach. Es strömten Sätze durch seinen Gedanken wie: „was wenn ich's jetzt einfach tu?" oder „ wer würd sich überhaupt um mich kümmern? Es wird jedem egal sein." er guckte auf seinen Büchern im Regal. Dort standen nicht nur Schulbücher. Auch „wir Kinder vom Bahnhof Zoo" oder „Frühlingserwachen". Er hat sich in den Charakteren wieder gefunden. Selbst kifft er, nimmt Drogen so wie Christiane f. ... Selbst ist er schlecht in der Schule. Selbst.. ist er schwul so wie Moritz. Er hat alles noch keiner Menschenseele erzählt. Er hat Angst vor deren Reaktionen . Was würde seine Mutter wohl sagen? Sie würde so enttäuscht sein. All seine „Freunde" würden ihn nicht mehr ernst nehmen können. Er könnte jeden verlieren. Das aus guten Gründen, dachte er. Es fing an sich eine Mauer voll Tränen in seinen Augen zu bauen. Nach dem Gedanke , von einen Satz eines Klassenkameraden „bah alter, wie kann man denn so ne schwuchtel sein wie Moritz" brach die Mauer. Er wischte sich schnell seine Tränen ab. Sagte zu sich selber „bist du ein Mann oder eine Memme ? Warum weinst du? Echte Männer weinen nicht." er ging zu seinen Fenster und zündete sich eine Kippe nach der anderen an. Schrieb seinen dealer „hast du noch Brokkoli? Ist dringend" er zog ein paar mal an seiner vape, schon antwortete er „ja , komm Bahnhof. In 10 Minuten fährt mein Zug." Also zog Mike sich seine Schuhe an, in einem ist ein Loch , aber er konnte sich keine neuen leisten, das Geld dafür ging in die Drogen rein. Er zog seinen sipper an , dieser hatte einen Ketchup Fleck, er hat vergessen ihn in die Wäsche zu tun. Er ging aus die Tür, rief seiner Mutter noch schnell „bin eben weg, mich mit nem Kumpel treffen" die Mutter rief zurück „sei bis 10 wieder zu Hause." Mike wusste aber, dass sie eh nicht auf die Zeit achtete , sie schlief immer vor zehn vorm Fernseher ein. Gerade lief gntm. Die Lieblings Show seiner Mutter.sie wollte in ihrer Jugend genau so dünn sein wie die Topmodels. Deshalb fiel sie in eine schwere magersucht. Nach der Geburt von Mike verließ mikes Vater die Familie.Die cracksüchtige nazi Freundin der Mutter musste auf den kleinen Mike aufpassen, die Mutter musste wegen Mike nämlich einen zweiten Job anfangen. Mike ging aus die Tür. Auf dem Weg lief an ihn ein alter Opa mit seinen golden Retriever vorbei und grüßte ihn, Mike lächele zurück , doch das Lächeln ging nicht bis zu seinen Augen. Mike kannte den Opa , er ist einer der Gründe warum Mike noch am Leben ist. Der Opa und Mike saßen manchmal zusammen auf eine Parkbank und redeten über deren leben. Der Opa war früher in einer Band, die ziemlich berühmt in deren Umgebung war. Sie spielten oft in Bars oder auf Dorffesten. Der Opa war wie ein Vorbild für Mike. Mike liebte schon immer die Musik, erst recht Rock. Er sieht in Rock sein Leben. Dort singen sie oft über selbst Mord oder Drogen nur anders verpackt. Besser als in Rap. Rock war für ihn eine Kunst für sich. Er lief weiter , sah auf den Spielplatz , der seine Kindheit und Jugend geprägt hat einen Jungen schaukeln, ihn schaukelte ein Mann an, wahrscheinlich sein Vater. Sie lachten zusammen. Das hat Mike zum nachdenken gebracht , er wollte schon immer einen Vater haben, einen Vater der ihn liebt , und nicht einen , der ihn ab und zu mal eine Karte mit 50€ schickt, zu seinem Geburtstag , an einem Tag an dem nicht mal sein Geburtstag war , in den Karten stand oft nichts drinne, weil der Vater Mike nicht kannte. Er lief weiter, von weitem sah man auch schon den Bahnhof. Er sah Züge hin fahren, mit Graffiti, die er mit seinen ehemaligen Freunden dran gesprüht hat. Er dachte an den Zeiten zurück. An dem Tag wurden sie fast von der Polizei gefangen. Er hat sich mit einem Kumpel in einem Heuhaufen von seinen Nachbarn versteckt. Sie lagen nah nebeneinander. Der tag war der letzte , an dem sie sich gesehn hatten. Mikes Freund stand aus dem Heuhaufen auf, zog mike hoch, zog ihn zu sich rüber und tat so , als würde er ihn küssen wollen, mike schloss seine Augen und spreizte die Lippen. Dann zog der Freund schnell zurück und hat ihn ausgelacht. Andere Freunde kamen aus der Dunkelheit dazu , Handy in der Hand am filmen. Um ihm wurden Sätze wie „ihhh mike ist gay" oder „er hat sogar seine Augen geschlossen, was denkt er eigentlich" geschmissen. Mike starrte seinen Kumpel in Heuhaufen an, dieser lachte ihn nur aus. Die gedanken verblassten. Er kam den Bahnhof näher. Sah seinen dealer schon von weiten. Der winkte ihn zu und rief „mach schneller du Hund!" . Mike ging also etwas zügiger auf ihn zu. Mike lächelte , nicht nur weil er ganz leicht das Gras in der Hand des dealers sah, auch weil er den dealer das. Er dachte dass sein Dealer nichts von ihn wolle, da dieser schon mehrere heiße Frauen mit sich brachte. Jedes Treffen eine andere.sie begrüßten sich, gaben sich einen Handschlag. „Hey na, wie gehts" fragte Mike „gut. Dir?" antwortete der Dealer, drückte ihn das Gras in der Hand „ach so wie immer." meinte Mike , der Dealer zog den Zehner aus Mikes Hand, gab ihm ein Kuss auf die Wange und meinte „muss gehen , mein Zug kommt." Mike stand wie angewurzelt da. Sein Dealer stieg gerade in den Zug ein, Mike guckte ihn nach, dann auf die Schienen. Er dachte nach. Ging dann doch weg. Der Kuss flog die ganze Zeit durch seine Gedanken, Mike dachte das wäre einfach ausversehen. Der Dealer hat sich schon von etlichen Mädchen so verabschiedet. War bestimmt Gewohnheit. Mike lief langsamer , Richtung Brücke. Er ging nicht über die Brücke , nein. Unter die Brücke . Setzte sich zu seinen Lieblings Obdachlosen hin und teilte sein Gras mit ihm. Der Obdachlose fragte „na kleiner? Du siehst so weiß aus. Ist alles gut?" Mike hörte ihn nicht ganz zu und nickte einfach, bot ihn sein Feuerzeug an. Auf sein Feuerzeug stand drauf fck nzs. Das hat ihm sein Dealer zum Geburtstag geschenkt. Der Obdachlose zündete sein Joint an und zog einmal dran. Er gab Mike das Feuerzeug zurück, doch Mike reagierte nicht . Mike guckte aufs fließende Wasser. Der Obdachlose stupste ihn an. Endlich reagierte Mike und nahm das Feuerzeug zurück. Der Obdachlose fragte ihn ob alles gut sei. „Du bist so still, so bist du nie." meinte er Mike nickte „ich denk nach." meint er die Obdachlosen um ihn rum lachten „passiert wohl nicht oft." meinte einer.Mike nickte halb lächelnd. Zündete seine Joint an und rauchte , irgendwann lag er auf dem Boden „alter was hat dieser wixxer da rein getan? Das ist doch doller als sonst oder nicht?" der Obdachlose zuckte mit den Schultern „scheint normal zu sein. Ist alles gut?" fragte er erneut Mike nickte und schlief ein. Einer der Obdachlosen legte seine Decke über Mike und meinte „oh nein, dem gehts definitiv nicht gut." Mitten in der Nacht , um 1:00 Uhr stand Mike wieder auf , lag die Decke zurück , er wusste wen die gehörte. Rief zu den wachen noch „gute Nacht Männer." und verschwand. Nach dem Abend sah man ihn auf den gleisen. Der Zug, mit dem der Dealer wieder heim gefahren ist hat ihn überfahren.

Poor childDes histoires addictives. Découvrez maintenant