„Du hast es nicht verdient, zu leben, Ginny. Du bist ein Nichts und hast kein Recht, ihm so wehzutun! Vielleicht hättest du darum beten sollen, dass Karma dich trifft und nicht ich, obwohl es dir nichts genützt hätte. Ich hätte dich so oder so gefunden. Ich werde dafür sorgen, dass du dafür leiden wirst, was du ihm angetan hast! Genieße diese letzten friedlichen Minuten, denn dein letztes Stündchen hat geschlagen und es wird dein qualvollstes sein."
Sie hob einen Dolch. Gleichzeitig sah sie dabei so unschuldig aus, dass man denken könnte, dass sie gar nicht wusste, was man mit solch einem Werkzeug alles anstellen konnte. Die gefesselte Ginny versuchte sich zu wehren oder irgendetwas zu sagen, doch nur ein Wimmern entfloh ihrem geknebelten Mund.
„Wehr dich nicht, es nützt doch sowieso nicht. Akzeptier dein Schicksal", sagte sie mit einem sanften Lächeln, doch ihre Augen blieben eiskalt und unnachgiebig. Sie löste die Knebel.
Ein gebrochener Schluchzer entfloh Ginnys Lippen. „Bitte, es tut mir leid! Ich hätte es nicht tun sollen, ich hätte mich nicht über ihn lustig machen dürfen", sagte sie schluchzend. Sie lachte kalt. „Hättest du nicht. Gut, dass du es bemerkt hast", sagte sie immer noch kichernd.
„Bitte, lass mich frei. Ich verschweige, was hier passiert ist. Ich werde ihn nicht mehr sehen, ich werde mich von ihm fernhalten! Ich werde mich ändern", flehte Ginny. Erneut lachte sie, während Ginny versuchte zu erraten, was so lustig daran war. Gleichzeitig kroch nackte Angst in ihre Knochen und ließ sie erzittern. Genauso schnell wie sie angefangen hatte zu lachen, hörte sie nun auch wieder auf.
„Du kannst dich nicht ändern. Es liegt nicht in deiner Natur, dich so schnell zu ändern", sagte sie. „Ich werde es schaffen! Ich verspreche es dir, nur bitte, lass mich in Ruhe", flehte Ginny. Sie schnaubte belustigt. „Ich habe dich hierher geholt, um Rache zu nehmen. So oft hast du ihn verletzt, hast du ihm das Leben zur Hölle gemacht", sagte sie.
„Tja, und jetzt kommst du in des Todes Hallen", fügte sie hinzu und kicherte niedlich. Ginnys Augen weiteten sich panisch. „Du...du willst mich ermorden?", fragte sie mit zitternder Stimme. „Du bist eine Mörderin?" Sie lachte kalt und gefühllos. „Jeder Dämon ist ein Mörder", sagte sie verächtlich. „Ich werde dich bei lebendigem Leibe zerhacken und die Teile an die Hunde verfüttern."
Langsam ließ sie den Dolch zwischen ihren Fingern kreisen. Sie schien tief in Gedanken versunken. „Jodae, du hast es mir doch erlaubt, oder?", fragte sie plötzlich etwas unsicher. Ginny schaute sich um, doch sie sah niemanden. Sie schien zufrieden und kam wieder völlig selbstbewusst zu Ginnys Stuhl.
„Erst die Folter, dann die Erlösung", sagte sie wunderschön lächelnd. Wie ein Engel. Fast vergaß Ginny, dass sie vor sich eine Mörderin hatte. Doch dann trat Blutdurst in ihre Augen und sie hob den Dolch. „Freu dich auf das Ende und bete, dass es dich so früh wie möglich einholt!"
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Mein persönlicher Mörder
FantasyDas Kleinberg-Gymnasium im fünften Stadtteil der Großstadt Dogan ist eine ganz normale Schule. Streber, Brillenträger, Zicken, Badboys, Klassenclowns, Mobber, Mobbingopfer - alles ist dabei. Die Internetsüchtigen, Sex- und Alkoholsüchtigen sowie Dro...
