Jolene
Ein Mädchen voller Träume und Hoffnungen. Ein Auslandsjahr. Voller Erwartungen. Ein Geheimnis was sie hinter ihrer freundlichen und immer frohen Natur verbirgt. Und dann kommt er.
Martinus
Ein weltberühmter Sänger ebenfalls mit einem Geheim...
Your beauty is beyond compare With flaming locks of auburn hair With ivory skin and eyes of emerald green Your smile is like a breath of spring Your voice is soft like summer rain And I cannot compete with you
Jolene
Es klingelte. Irgendetwas klingelte und hinterließ ein durchgehendes penetrantes Geräusch in meinen Ohren. Schlaftrunken schlug ich mit meiner Hand gegen meinen Wecker der da anscheinend klingelte um ihn auszuschalten. Ruhe. Endlich. Ich drehte mich zur Seite um entspannt weiterzuschlafen und kuschelte mich etwas tiefer in mein Kopfkissen. „Let's go crazy, crazy, crazy til we see the sun I know we only met but let's pretend it's love And never, never, never stop for anyone Tonight, let's get some And live while we're young"
Irgendein Vollpfosten riss mich erneut mit meiner geliebten Band aus dem Schlaf. Und ich konnte mir schon denken wer mich da anrief.
„JOLENE AUFSTEHEN VERDAMMT!", schrie mir meine beste Freundin ins Ohr. Sie kannte mich zu gut. „Ki ich bin wach", murmelte ich. „Süße ich bitte dich. Du hättest gestern nicht so viel trinken sollen. Du hast noch einen 5-Stunden Flug vor dir".
Ich stöhnte leise auf. Heute ist mein letzter Tag in Deutschland bevor ich mein Auslandsjahr antrete und nach Norwegen fliege. Ich hatte mich seit Monaten darauf gefreut, ich liebe die Natur und in Norwegen ist diese so abwechslungsreich. Früher waren wir dort oft im Urlaub und mein größter Traum war es schon immer dort hinzuziehen. Wunderschöne Fjorde, Gebirge, Wälder und Seen. All das wartet nur darauf von mir entdeckt zu werden. Ich liebte es zu wandern, meine Gedanken abschweifen zu lassen und zu laufen. Wenn ich vor etwas in meinem Kopf weglaufen will dann renne ich. Das kann ich wirklich gut.
„Bist du noch am Leben?", riss Kiara mich aus meinen Gedanken. „Nein. Jolene tot". „Bekomm ich dann dein Zimmer?". Schamlos die Alte. „Wohnst doch jetzt schon gefühlt hier", lachte ich. „Okay ich halte dich nicht weiter auf, wollte nur sichergehen das du wach wirst und deinen hübschen Knackarsch aus dem Bett schwingst". „Ja gleich, mein Kopf bringt mich noch um", maulte ich. „Mimimi, auf deinem Nachttisch liegt Paracetamol und Wasser. Brav austrinken, ich hab natürlich vorgesorgt". Eine kleine Träne kullerte über meine Wangen. Wow wie ich sie vermissen werde. Schnell wischte ich sie weg. „Okay versprochen ich trink gleich alles brav aus, ich mach mich fertig und meld mich wenn ich am Flughafen bin". „Besser so, du stinkst sonst alle in die Flucht"' lachte sie. „Byebye Ki". Wir legten auf. Ich schmiss mir die Tablette rein und trank das Wasser wie versprochen. Bah ich stank wirklich extrem. Gestern beziehungsweise heute Nacht habe ich absolut die Sau rausgelassen. Meine letzte Partynacht in Deutschland musste schließlich genutzt werden. Schlappen, Schlappen wo sind meine Schlappen verdammt. Scheiß drauf. Ab Richtung Badezimmer. Ich zog mich aus und ging in die Dusche und ohne nachzudenken stellte ich sie an. Ich kreischte erschrocken drauf los. SCHEIßE WAR DAS KALT MAN. „Schatz, alles in Ordnung bei dir?", rief meine Mom besorgt. „JA ALLES GUT", brüllte ich zurück. Mit 22 noch bei den Eltern zu leben ist für mich der größte Luxus. Ich hatte alles was ich brauchte. Und jetzt werde ich bald bei einer fremden Familie wohnen. Wow. Ich werde so langsam nervös. Ich duschte mich schnell und gründlich und trocknete mich ab. Mit dem Turban auf dem Kopf überlegte ich echt was ich anziehen soll. Irgendwas bequemes ist die Regel Nummer 1. Deshalb schnappte ich mir eine schwarze Jogginghose und meinen XXL Pullover. Nur noch Haare föhnen. Ich schaute auf die Uhr. 6:30 Uhr. Definitiv zu früh, wenn man bedenkt das ich erst um 4:00 Uhr morgens ins Bett gefallen bin. Mein dämlicher Riesenkoffer grinste mich fast in meinem Zimmer an. Hach mein Zimmer. Etwas sentimental warf ich einen letzten Blick hinein und würde erst mal für ein ganzes Jahr Lebewohl sagen. Keuchend schleppte ich meinen Koffer die Treppen runter. „Guten Morgen Jo", lächelte Dad mich von der unteren Hälfte der Treppe an. Die so unendlich weit weg schien. „Morgen", keuchte ich knapp. Trotz der vielen Bewegung und meiner Freude am Kraftsport schaffte es dieser verdammte Koffer mir doch noch auf den Zeitgeist zu gehen. Mein Dad lachte beherzt und kam mir entgegen um den Koffer abzunehmen. „Ich mach das schon". „Danke Dad", lächelte ich erleichtert. In drei Schritten war der Koffer gefühlt unten und ich lief schnurstracks zum Kühlschrank und riss ihn auf. Ahhhh da lacht mich der Pizzakarton von gestern Abend noch an. Meinen geliebten Juneberry Energy Drink gab es auch noch eiskalt. Überglücklich riss ich beides aus dem Kühlschrank und setzte mich enthusiastisch an den Tisch. „Das ist nicht dein Ernst oder?", fragte mich meine Mutter und beäugte die Pizza und den zuckerreichen Energy Drink vor mir. „Öhm", antwortete ich mit vollgestopftem Mund. Wir sind eigentlich ein relativ gesunder Haushalt und ich liebe es aber manchmal muss ich einfach meinen Gelüsten nachgehen. Und diese schreien halt eben nach einer Pizza mit Ananas und Schinken drauf. Alle die keine Pizza Hawaii mögen sind einfach Mainstream. Die mögen das nur nicht, weil andere das nicht mögen. So rechtfertige ich zumindest immer meine Leidenschaft zu dieser Sorte. Genüsslich schlürfte ich noch etwas von meinem Energy. Meine Mutter schnaufte. „Das du dir dieses Getränk des Todes reinziehst, ist der Wahnsinn Pfui. Komm, putz dir schnell die Zähne du musst gleich los!". Manchmal hab ich das Gefühl ich wäre noch 7, aber so sind Mütter eben. Vor allem meine Mutter. Sie hat ständig das Gefühl auf mich aufpassen zu müssen. Ich hab echt großes Glück mit meinen Eltern, auch wenn sie manchmal eben Eltern waren. Es ist ein bisschen wie eine Bilderbuchfamilie. Natürlich gibt es manchmal Streit aber den gibt es in jeder Familie. Meine Mutter war Professorin an der Uni und unterrichtete Sportwissenschaften. Gesunder Haushalt eben. Dad hatte eine eigene Werkstattfirma. Dementsprechend groß war unser Haus. Meine Eltern verdienten ziemlich gut. Trotzdem blieben sie immer bodenständig. „Jo?". Ich schrak kurz hoch. Ich war total in Gedanken versunken gewesen. „Ich mach mich fertig", rief ich aus. Ich ging diesmal ins untere Badezimmer schnappte mir irgendeine Packung mit Zahnbürsten und putzte mir meine Zähne. Jacke an, Schuhe an, fertig. „Bin so weit!". Meine Eltern kamen in den Flur mit meinem XXL Koffer. „Dann mal los wir fahren mit meinem Auto!", rief meine Mutter. Oh.Ja.Gott! Meine Mom fuhr einen weißen Tesla und das war einer meiner Traumautos. Ich liebe dieses Auto. Freudig hüpfte ich hinten rein während meine Eltern das Auto beluden. „Carpool Karaoke?". Meine Eltern sahen mich fragend an. „Auf jeden Fall", lachte ich. Das war eine Art Tradition. Ich singe ziemlich gerne genau wie meine Mutter. Deshalb der Name Jolene. Dolly Parton ist unser Idol, genau wie Amy Winehouse. Die zwei und One Direction haben meine Kindheit geprägt. Meine Eltern machten natürlich Jolene an. Und meine Mom und ich schmetterten lauthals mit während mein Vater ein paar schiefe Töne raushaute und lachend am Steuer mit wippte.
„Und bist du nervös?", fragte Mom mich. „Etwas". Und das war die Wahrheit. Norwegisch beherrschte ich, seit ich klein bin waren wir dort im Urlaub und bin mit der Sprache aufgewachsen. Ein Jahr jedoch in einem fremden Land, in einer fremden Familie wo du keinen kennst. Beängstigend. Auf ein Kind aufzupassen, Arbeit zu suchen. Freunde finden. Alles etwas Neues . Aber ich brauchte etwas Neues. Ich musste aus dieser Schleife ausbrechen. Tagtäglich immer dasselbe, der selbe Tag, die selben Abläufe, die selbe Gegend. Es wurde Zeit etwas mehr zu erleben bevor der Ernst des Lebens anfängt.
Die Musik lief weiter im Hintergrund. „Du schaffst das schon", munterten sie mich auf. „Bestimmt". „Wir sind fast da". Die Nervosität stieg. Wow wow wow. Ich komme meinem Traumland immer näher. Um ehrlich zu sein weiß ich selbst gar nicht genau wo in Norwegen ich landen werde. Das ist irgendwie eine Überraschung der Agentur die vermittelt, damit jeder sich überraschen lassen kann. Das lässt die Nervosität schon wohl etwas steigen. Meine Eltern suchten eine Parkplatz was ziemlich schwer an einem Flughafen ist. Nach geschlagenen 15 Minuten haben wir endlich einen gefunden. Dad trug meinen Koffer aus dem Auto. „Willst du sicher alleine rein?", fragte mich Mom. Ich nickte. „Ja, ich bin mir sicher". Leicht lächelte ich. „Komm her". Mein Dad nahm mich in den Arm. Fest drückte er mich. Dann zog er Mom mit in die Arme und so standen wir zu dritt und umarmten mich. Als wir uns voneinander lösten hatte meine Mom Tränen in den Augen. Auch mir lief eine Träne runter die ich jedoch rasch wegwischte. Eigentlich weinte ich nie. Aber nach 22 Jahren in denen ich nie länger als ein paar Tage von meinen Eltern getrennt war, ist 1 Jahr schon ziemlich lang. Ich schnappte meinen Koffer lächelte meine Eltern an die mich stolz anlächelten. Zart lächelte ich zurück, drehte mich um und ging rein. Ich schaute mich nicht noch mal um, das passte nicht zu mir. Nur noch vorne schauen. So haben es mir meine Eltern beigebracht. Egal was passiert ist, egal wie sehr man leiden musste oder woran man festhält. Das lässt sich nicht mehr ändern. Du kannst nur weiter machen.
Und das tat ich auch. Ich kehrte Deutschland den Rücken zu und würde Norwegen bald meine neue Heimat nennen.
_______________________________ Meine Vorstellung der Charaktere:
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Jolene (Jo) aka Megan Fox
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Kiara (Ki) aka Victoria Justice
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Tadaaa Kapitel 1 ist readyyy. Ich lass mich selbst mal spontan überraschen was passieren wird oder was ich mir in meinem Kopf vorstelle. Aber die ersten Kapitel werden erst mal ruhig bevor es richtig losgeht. Tschudelü 🫦💅🏼