Meine Ohren taten weh von dem ständig grummelnden Triebwerken des Flugzeugs.
Mittlerweile beinhalteten meine Sommerferien nur noch zwei Wochen.
An dem Freitag, eine Woche vor dem Abschluss der 8. Klasse in Österreich, war noch am selben Nachmittag ein Brief gekommen, dass ich eine Art Stipendium für irgendein hochqualifiziertes Internat in Amerika bekommen hatte.
Zu dieser Zeit hatte ich zwar schon andere Ideen für meine weitere Schulkarriere, aber als meine Mutter erfuhr, dass die Schule so weit weg war, ein Internat war und mir noch obendrauf ein Stipendium für drei ganze Jahre anbot, schickte sie sofort eine Zusage ab.
Den Grund dafür, wie sie mir verklickern wollte, war der, dass die Situation zuhause immer angespannter wurde, weil meine Mutter einfach keine Wohnung fand, um von meinem Vater wegzuziehen, meine große Schwester im Herbst sowieso in den hohen Norden ziehen würde, wegen Uni-Kram, und mein kleiner Bruder die meiste Zeit auch irgendwo anders war, obwohl der gerade mal zehn geworden war.
So hatte sie einfach meinen hart erkämpften Platz an einer sehr angesehenen Schule bei uns abgesagt und mich kurzerhand nach Amerika geschickt.
Ätzend.
Jetzt hatte ich angeblich drei Jahre bei einer Gastfamilie Schrägstrich Pflegefamilie zu verbringen, in so einem winzigen Ort mit dem Namen Jackson Hole, der in Wyoming, irgendwo in der Nähe der Rocky Mountains, lag.
Ich sah mich um.
Dafür, dass immer noch fast zwei Wochen Ferien sein sollten, sahen hier alle im Flugzeug ziemlich unmotiviert und depri aus.
Doch ich konnte es keinem wirklich übel nehmen, denn es war verdammt heiß und stickig hier drinnen, obwohl wir in eine Region flogen, in der es angeblich zwei Drittel des Jahres schneite und den Rest regnete.
Außerdem waren ungefähr 600 oder 700 Personen auf gerade einmal zweihundert Quadratmeter zusammengepfercht, auch nicht besonders optimal.
Zuerst hatte ich mich etwas auf den Flug gefreut, doch sobald ich endlich meine Sitzreihe gefunden hatte, war diese Mutter mit ihren zwei kleinen Kindern, höchstens acht oder neun Jahre alt, die echt keine Manieren hatten, schon dort gesessen.
Als ich die Dame nett und höflich gefragt hatte, ob sie bitte ihre Kinder einsammeln konnte, sodass ich mich an meinen Platz setzen konnte, hatte sie nur etwas gequält gelächelt und den Kopf geschüttelt.
Es war klar wer in dieser Familie die Kontrolle hatte, und das war nicht die Mutter.
Welche nicht mal alleinerziehend war, wenn man einen Ring auf ihrem Ringfinger betrachtete, der etwas zu groß war und so ständig hin und her rutschte, und darunter noch keine Abdrücke von längerem Tragen hinterlassen hatte.
Nicht einmal die Flugbegleiterin konnte etwas machen und bat mich einfach einen anderen Platz zu nehmen. Noch dazu am Gang. Das war fast schlimmer als ein Todesurteil.
So lief alle zwei oder drei Minuten eine Flugbegleiterin oder irgendein Passagier an mir vorbei.
Und die drei Menschen zu meiner rechten waren auch nicht viel besser. Möchtegern Influencer oder so, die sich extra das on-board WLAN gekauft hatten, um weiterhin ihre Vlogs zu filmen und zu posten.
Also überhaupt keine Ruhe.
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Das Erste Kapitel meiner neuen Reihe Tiger Hope!!
Hoffe euch gefällt das erste Kapitel
Bitte nicht vergessen zu
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~Coco
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Woodwalkers | Tiger Hope -- Volume One
Fanfiction"Shit" Ihre Fingernägel ziehen sich zu langen und scharfen Krallen, auf ihrem gesamten linken Arm wächst weißes Fell, das gelegentlich von schwarzen Streifen durchzogen wird. Das ist schon seit Monaten nicht mehr passiert. Eine unfreiwillige Verw...
