Kapitel 1

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Die Koffer standen gepackt neben der Tür, und ich atmete noch einmal tief durch. Mein Herz raste. Gleich würde Jasmin vor der Tür stehen. Meine Finger krallten sich in die Henkel meiner Tasche - alles war bereit. Heute war der Tag, an dem ich endlich weg war, weg von diesem Haus, von ihnen.

Kaum hörte ich das Hupen draußen, schlüpfte ich leise aus dem Haus. „Hallooo!" rief Jasmin, als ich ins Auto sprang. „Hallooo!" antwortete ich lachend, und schon fuhren wir los. Die Musik dröhnte aus den Boxen, laut und wild - perfekt, um alles andere auszublenden.

Am Flughafen war es chaotisch wie immer. Wir hetzten durch die Kontrollen, suchten unsere Plätze im Flugzeug und setzten uns schließlich. Ich hatte Flugangst, also nahm ich schnell eine Tablette und lehnte mich zurück. Die Geräusche des Flughafens verblassten, und bald schon schlief ich ein, während Jasmin leise vor sich hin kicherte.

Als Jasmins Stimme mich weckte, wusste ich, dass wir angekommen waren. „Fufu, steh auf! Wir sind da!" Ich rieb mir die Augen, grinste und nickte. Endlich Sonne, endlich Freiheit.

Draußen wälzte sich die Hitze der Stadt Istanbul über uns. Das gemietete Auto war schnell gefunden, und nach einer halben Stunde erreichten wir unser Haus. „Boah, wie schön!" flüsterte ich, während wir die Fassade bewunderten. Jasmin nickte, ihre Augen glänzten. Drinnen war alles noch besser - die Zimmer, die Einrichtung, die Aussicht.

Nachdem wir ausgepackt hatten, sprang ich unter die Dusche. Frisch und entspannt zog ich mir etwas Bequemes an und ging nach unten, wo Jasmin gerade telefonierte. Irgendwas auf Englisch, das ich nicht verstand. Sie legte auf, grinste mich an und sagte: „Ich hab uns Essen bestellt." Perfekt.

Wir machten es uns auf dem Sofa gemütlich, aßen, lachten und genossen einfach, dass wir niemandem Rechenschaft schuldig waren. Die Stadt Istanbul lag vor uns, voller Möglichkeiten, und ich fühlte mich zum ersten Mal seit Langem wirklich frei.

-

Am nächsten Morgen wachte ich warm und verschwitzt auf. 10 Uhr. Ich hätte noch liegen bleiben können, aber die Langeweile kroch schon in mir hoch.

Eine verrückte Idee schoss mir in den Kopf: Warum nicht Jasmin mit Wasser wecken?

Ich fand eine Wasserpistole im Garten, grinste breit und schlich mich zu ihrem Zimmer. Kaum spritzte ich los, schrie sie auf:

„AHHH! FUDHAH!!!"

Ich lachte laut, während sie aus dem Bett sprang und mich fassungslos ansah.

„Steh auf! Wir sind hier nicht zum Schlafen, wir sind hier, um Spaß zu haben!" rief ich.

Jasmin warf ein Kissen nach mir und lachte gleichzeitig. Ich rannte zurück in mein Zimmer, ließ die Pistole fallen und machte mich fertig.

Heute trug ich ein kurzes, hellblaues Kleid, ließ meine Haare offen und zog bequeme Schuhe an. Unten roch es schon nach Frühstück. Jasmin telefonierte wieder auf Englisch. Sie legte auf, lächelte und sagte: „Ich hab uns Frühstück bestellt." Perfekt.

Wir setzten uns auf das Sofa, lachten über den morgendlichen Wasserkampf und genossen die Sonne, die durch die Fenster strahlte.

Nachdem wir gegessen hatten, sprang Jasmin auf und streckte die Arme in die Luft.

„Fufu, wir gehen raus. Heute wird LEGENDÄR."

Ich lachte - und in wenigen Minuten standen wir fertig angezogen vor der Tür. Die Sonne brannte warm, eine leichte Brise kam vom Bosporus, und die Straßen Istanbuls wussten noch nicht, was heute auf sie zukam.

-

Wir liefen Richtung Galata-Turm. Jasmin blieb ständig stehen, zeigte auf irgendetwas und lachte laut, sodass ich mich jedes Mal mitreißen ließ.

Mafia LoveWo Geschichten leben. Entdecke jetzt