Montag, 13.03.2023
Als mein Wecker mich heute mit diesem ekeligem und schrillen Ton um 05:00 Uhr morgens aus dem Schlaf riss, war mir klar „jetzt beginnt der ernst des Lebens, Fuck". Heute ist mein erster Tag an der Uni. Eigentlich freue ich mich auch riesig darauf, ich habe dafür solange und echt hart gearbeitet. Aber ganz ehrlich, ich kann das momentan absolut nicht gebrauchen. In den letzten Wochen hatte ich so viel Stress, es fühlte sich an als würde ich ertrinken und niemals mehr auftauchen. In einer Stunde muss ich wie jeden Tag in der Woche zu den Mertens, Ausnahme sind die Wochenenden. Die Mertens sind meine reichen Nachbarn.. und ich? Ich bin sowas wie deren Kindermädchen. Sie haben 3 entzückende Kinder und mein Job ist es sie morgens für die Schule fertig zu machen, ihre Brote für die Schule zu schmieren, ihnen die Kleidung für den Tag raus zu legen und dabei zu helfen in den Tag zu starten. Ich bin ehrlich, ich liebe die Kinder sehr, aber ich habe überhaupt keine Lust täglich so früh aufzustehen. Immerhin bekomme ich dafür nen guten Betrag Bar ausgezahlt und leider bin ich auf dieses Geld angewiesen. Die Miete meiner Wohnung bekomme ich zwar von meinen Eltern bezahlt, aber da ist es auch nicht mehr sicher wie lange noch. Die restlichen Kosten, sowas wie essen, Handy vertrag, Internet und Kleidung, die muss ich selbst übernehmen. Fuck ich hätte nie gedacht das alleine wohnen so teuer ist. Mein Vater droht mir seit neustem auch an das er mir nichts mehr zahlen wird und dann kann ich mir auch noch einen dritten Job suchen und mal so nebenbei noch meine Uni schaffen. Ich liebe meine kleine Wohnung, sie besteht aus einer kleinen Küche, meinem wunderschönem Wohnzimmer, ein Badezimmer und zu guter letzt mein absoluter Lieblingsort, meinem Schlafzimmer. Ich war so froh, als ich endlich volljährig war und von meinen Eltern weg konnte, aber das es so hart wird hätte ich nicht ahnen können oder? Nun startet mein Tag aber erstmal wie sonst auch immer, ins Badezimmer gehen und mich fertig machen, Frühstücken und dann anziehen. Mein heutiges Outfit besteht aus einer schwarzen Highwaist Jeans, kombiniert mit einem schwarzem Crop top und darüber zog ich eine weiße Bluse, die sehr lässig fällt. Meine Haare habe ich mal wieder zu einem Zopf zusammen gebunden, denn das ist bei diesem Stress gleich mit den Kindern gut zu gebrauchen, als ich rüber gehen wollte zog ich mir noch schnell meine weißen Nike Sneaker an und ging los. Meine Aufgaben erledigte ich mit Leichtigkeit, ich habe mir mit den Kindern eine Routine überlegt und diese ist immer pünktlich um 07.15 Uhr beendet. Die Kinder sind nun in Schule und Kindergarten und ich habe noch etwas zeit um das Geschirr vom Frühstück zu spülen.
Das älteste Kind der Mertens ist jetzt 7 Jahre alt, das mittlere ist 4 Jahre alt und das kleinste ist jetzt 3 Monate alt. Sie bleibt allerdings bei ihrer Mutter. Diese ist mittlerweile aber so überfordert mit dem Baby, dem Haushalt und ihrem Job den sie von zu Hause ausübt, sodass sie mich eingestellt haben damit ich die anderen zwei Kinder morgens unterstütze. Zu meinem Glück ist die Uni nur 15 Minuten zu Fuß von meiner Wohnung entfernt. Das bedeutet ich kann jetzt noch kurz nach Hause gehen, mein Geld was ich heute verdient habe in meinen kleinen Tresor schließen, mich ein bisschen frisch machen, Mascara auftragen, einen Eyeliner ziehen, Concealer auftragen, meine Tasche für die Uni packen und dann muss ich auch schon Los. Um 08:00 Uhr bin ich dann bei der Uni angekommen, mein Kurs beginnt erst um 8:30 Uhr, aber ich wollte mir den Campus erst noch ein wenig anschauen und den Weg zu meiner Vorlesung finden, um unangenehme Verspätungen zu vermeiden. Auf dem Campus war alles ziemlich ruhig, ich dachte das es vielleicht daran liegt, dass ich noch so früh bin, aber das war wohl nicht so... Als ich neben mich sah, entdeckte ich ein großes Fenster und sehr viele Leute. Nun viel es mir wie Schuppen von den Augen. VERDAMMT! Ich habe die Begrüßung für die neu Ankömmlinge total vergessen, durch meinen ganzen Stress mit meinen Jobs, meinen Eltern, dem Umzug in meine Wohnung und die Anschaffungen für die Uni. Ich entschied mich dazu die Begrüßung nun komplett ausfallen zu lassen und mich danach bei dem Direktor zu entschuldigen.
Ich drehte mich um und ging um die Ecke, denn auf dem Plan des Gebäudes sah ich, dass dort ein neben Eingang war. Ich schaute nicht wirklich nach vorne, sondern eher auf den Boden, da mir alles sichtlich Peinlich war. Im nächsten Moment krachte ich plötzlich mit jemandem zusammen und rief schnell „Entschuldigung". Als ich nun schaute um zu erkennen wer dort war, musste ich allerdings hoch schauen denn die Person war deutlich größer als ich. „Sach mal kannst du nicht aufpassen oder was?" fuhr die Person mich an. Ich stand einfach nur da und sagte nichts, ich war komplett in dem Bahn dieses gut aussehenden Mannes verfangen. Also stürmte er einfach an mir vorbei, mit den letzten Worten „Pass einfach mal auf du trampel, klar?!". Noch immer geschockt von dem was passiert war ging ich rein und versuchte mich zurecht zu finden. Meine Gedanken Kristen die ganze Zeit um den Vorfall von dem heutigen Morgen und mir war ganz schwindelig wenn ich an ihn dachte.
Der restliche Vormittag verging ganz entspannt, ich entschuldigte mich bei meinem Direktor für meine Verspätung, knüpfte schonmal erste Kontakte und besuchte meine Vorlesung. Nach meinem ersten Kurs stellten sich alle neuen Schüler nochmal im Gemeinschaftsraum auf, denn der Direktor wollte jedem Schüler noch einen Partner zuteilen aus den Senior Schülern. Sie sollen uns in den ersten Wochen beiseite stehen, uns helfen und unsere Fragen beantworten. Der Direktor sagte das es noch nicht wirklich sicher sei, wer für mich zuständig war, deshalb wurde mir erstmal ein Mädchen zugeteilt namens Melina. Sie ist wirklich super Nett und lud mich nach unserem kennenlernen noch auf einen Kaffee ein. Wir redeten viel und verquatschten uns dann plötzlich. Melina erzählte, mir wirklich sehr viel von sich, ihre Hobbys, ihre Interessen, wo sie wohnt und dann kamen wir irgendwie au das Thema liebe zu sprechen. Wir erzählten uns beiden von unseren Ex Partnern, doch es fielen nie Namen. „FUCK, ich muss los tut mir leid" rief ich plötzlich. Selbstverständlich war sie ziemlich verwundert fragte wo ich denn plötzlich hin müsste und fügte noch hinzu, dass wir doch gerade so ein tolles Gespräch führten. Ich entschuldigte mich nochmal und erklärte das ich nach Hause müsste, weil ich bald zur Arbeit muss und auch noch Hausaufgaben zu erledigen habe. Auf dem Weg nach Hause habe ich mich irgendwie beobachtet gefühlt und es fuhren immer mal wieder Autos ganz langsam an mir vorbei, ich dachte mir allerdings nicht viel dabei. Mittlerweile war es schon 16:30 Uhr als ich nach Hause kam, ich und Melina hatten uns echt verquatscht. Ich kochte mir ein paar Nudeln mit Tomaten soße, zog mir eine graue Jogginghose an und einen schwarzen Body drunter, schlüpfte nun noch in meine flauschigen Hausschuhe und setzte mich mit meinem Essen auf die Couch. Ich nahm mir mein Handy, checkte meine Nachrichten und schaute dann beim essen noch etwas TikTok. Mein Job beginnt erst um 20 Uhr, in einer Bar um die Ecke. Um ca 18 Uhr setzte ich mich an mein iPad und begann mit meinem Hausaufgaben. Mich wundert es schon fasst das mein Tag mal so entspannt verläuft, naja gut Ausnahme ist heute Morgen und die komischen Autos, aber dennoch ist es für sonst ziemlich entspannt. Als ich mit allem fertig war zog ich mir zu meinem Body, der einen ziemlichen Ausschnitt hatte noch einen schwarzen Rock und schwarze high heels an, frischte mein Make up auf, trug roten Lippenstift auf machte meinen Zopf auf und ging zu meinem Job. Natürlich war mein Outfit wie immer sehr provokant, denn naja was soll ich sagen, das bringt nun mal gute Trinkgeld. Meine Schicht beginnt mal wieder damit, das mein Chef mich anmeckert, aber bis auf ein paar ekelhafte Sprüche von den betrunkenen Leute, lief alles ganz gut.
Ich schaute zur Tür der Bar, denn ich hatte die Glocke gehört, die über der Tür hing. Und dann kam er rein. Der Typ der mich heute morgen noch angemeckert hatte, der Typ der mich angerempelt hat und auch der Typ, der mir seit dem nicht aus dem Kopf ging, obwohl ich ihn doch überhaupt nicht kenne. Okay ja er ist hübsch, aber das kann mich doch nicht um den Verstand bringen oder? Anstatt das er zur Bar kommt, setzte er sich an einen Tisch der in der Ecke stand. Man konnte ihn fast nicht sehen, denn eine große Pflanze stand vor ihm, aber dennoch erkannte ich ihn, er erfüllt den Raum sofort mit seinen Charme. Er schien anders wie heute morgen, vielleicht sogar schon etwas Niedergeschlagen? Da ich nicht zu ihm ging, zischte mein Chef mich an „Willst du ihm nicht was anbieten? Du bist auch für nichts zu gebrauchen! Du wirst nicht fürs nichts tun bezahlt!" Mir passte es zwar überhaupt nicht wie er mit mir sprach, aber ich brauche diesen Job, also befolgte ich, was er wollte. Ich ging los und meine Beine fingen an zu zittern. Bei dem mysteriösen Typen angekommen fragte ich „weißt du schon was du trinken möchtest? Oder kann ich dir was anderes bringen?". Ich wollte so neutral wie möglich wirken, aber dieser Typ lässt nun mal das Blut in meinen Adern gefrieren und plötzlich wird mir ganz warm und meine Beine fühlen sich an wie Wackelpudding. Ich wusste sofort das er mich durchschaut hatte, als er flüsterte „nicht so nervös kleines. Setz dich!". Ich machte was er sagte, obwohl ich es nicht wollte, es geschah ganz automatisch. „Ich wollte dich heute morgen nicht so anfahren, es tut mir leid" hörte ich plötzlich mit einem bedauern in seiner Stimme, weshalb ich erklärte, dass es nicht schlimm sei und ich ihm verzeihen würde. „Doch das war es kleine, dich traf keine Schuld an meiner schlechten Laune, du warst einfach zur falschen Zeit, am falschen Ort. Ich bin übrigens Levin" sagte er und streckte seine Hand aus. Ich wusste nicht was ich sagen soll, also folgte ein „äh Nova..., ich heiße Nova". Ich streckte ihm auch meine Hand hin, aber anstatt sie zu schütteln, nahm er meine Hand und drückte mir einen Kuss auf meinen Handrücken. „Es war mir ein vergnügen Nova, aber ich muss gehen und ich hoffe wir sehen uns nie wieder, sonst endet es böse." Und mit mal war er Weg. Ich saß noch weitere 5 Minuten verblüfft da, bevor ich mich wieder an meine Schicht machte. Warte mal was?? Will er mich eigentlich verarschen?? Mir ging alles durch den Kopf, immer und immer wieder „Kleines" „Es tut mir leid" „falscher Zeitpunkt" „der Handkuss" und dann... „Ich hoffe wir sehen uns nie wieder, sonst endet es böse". Ich verstand die Welt nicht mehr und das war mir deutlich anzusehen, was meint er mit „es endet böse"? Nach meiner Schicht ging ich schnell nach Hause, zog mir einen Schlafanzug an und legte mich ins Bett und las noch ein paar Seiten aus meinem Buch. Ich konnte mich allerdings nicht wirklich auf mein Buch konzentrieren, deshalb legte ich es Weg und dann gingen mir wieder alles durch den Kopf was er sagte. Ich versuchte nun wieder krampfhaft zu verstehen was dort passiert war. Doch ich fand keine Erklärung. Ich kenne ihn nicht mal, aber dennoch lässt er mich nicht los....
Und schließlich schlief ich ein, solche Gedanken machen echt müde.
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Du kannst nicht fliehen Kleines
Historia Corta*Triggerwarnung* Sexuelle Inhalte, Gewalt, Vergewaltigung, Stalking, Drogen Nova wollte nur ein friedliches leben an der Uni führen. Seit sie ein kleines Mädchen ist träumt sie davon Ärztin zu werden. Studenten Partys, Sex, Alkohol und Spaß. Ihr St...
